| Michael: | Dass es so schlimm kommen würde, damit haben wohl selbst die größten Pessimisten nicht gerechnet. Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt am 6. September holte die AfD 43,8 %, 23 % Prozent mehr als noch vor vier Jahren. Sie erhält damit 39 Sitze und rutschte damit knapp an der absoluten Mehrheit von 42 Sitzen vorbei. Es war ein Erdbeben. |
| Jana: | Das kann man wohl sagen. Die CDU hat sich mit 17,2 % mehr als halbiert, die Linke verlor ein wenig und kam auf 8,6 %, die SPD legte leicht zu und kam auf 9,3 %, die Grünen legten auf 8,9 % zu, und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kam auf Anhieb auf 5,3 %. |
| Michael: | Tja, damit kommt die Bundesrepublik in Teufels Küche. Die pro-russische AfD und das pro-russische BSW haben Gespräche aufgenommen. Das BSW hat bereits angekündigt, dass es sich bei der Wahl des Ministerpräsidenten enthalten wird. Wenn es dabei bliebe, hätte Wahlgewinner Ulrich Siegmund nicht die Stimmen, um neuer Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt zu werden. |
| Jana: | Es ist trotzdem ein historischer Einschnitt. Und es ist zu befürchten, dass diese Welle durch andere Bundesländer weiterrollt, insbesondere im Osten, wie wir das auch bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern gesehen haben. |
To not mince your words
Kein Blatt vor den Mund nehmen
To only see what you want to see
Scheuklappen haben
To bombard someone with questions
Löcher in den Bauch fragen
To turn a blind eye
Ein Auge zudrücken
To put in your two cents
Seinen Senf dazugeben
To perk up your ears
Die Ohren spitzen
To keep and eye on
Ein Auge auf etwas werfen
To turn things upside down
Alles auf den Kopf stellen
To show off
Auf den Putz hauen
To be blind/unaware
Tomaten auf den Augen haben
To be on the same page
Auf einer Wellenlänge sein
To be gifted/skilled
Etwas an den Tag legen
Every Tom, Dick, & Harry
Hinz und Kunz
To give someone a piece of your mind
Jemandem eine Gardinenpredigt halten
To be onto someone
Jemanden auf dem Kieker haben