Im Wandel der Zeit
Die ersten Nachkriegsjahre - Teil 2 (Berlin, 9. September 1948)
Hans hingegen war sprachlos. Was für ein Zufall. Er musterte seinen alten Kumpel, nachdem er begriffen hatte, wer da vor ihm stand. Dünn war er geworden, verhungert sah er aber nicht aus. Seine stämmige Figur hatte er immer noch. Dafür schien er in den letzten vier Jahren, seitdem sie sich das letzte Mal gesehen hatten, um zehn Jahre gealtert zu sein. Auf seiner flachen Stirn waren schon deutliche Falten zu sehen. Sein Gesicht, früher immer glattrasiert, sah so aus, als ob er mehrere Jahre auf einem Segelschiff angeheuert hätte. Es war von Wind und Sonne gezeichnet, seine Haut war wie Leder. „Gut“ war das Einzige, was Hans in diesem Moment als Antwort auf diese Frage einfiel. Dabei standen ihm tausend Frage