Im Wandel der Zeit
Die Flucht, Teil 2 - Über die Grenze
„Ich habe
selten so gut geschlafen,“ war
das Erste, was Ursula am nächsten Morgen noch
schlaftrunken murmelte, während sie Arme und Beine von sich streckte. Hans wusste in dem Moment nicht,
ob sie das ernst meinte, oder ob es ein
Witz sein sollte. Er selbst hatte nämlich
kein Auge zubekommen. Er war
angespannt und
grübelte, ob ihnen die Flucht gelingen würde. Gleichzeitig
beneidete er Ursula ein wenig um ihre
lockere, vielleicht auch naive Art, mit der Situation
umzugehen. Aber er versuchte,
sich nichts anmerken zu lassen, denn bis jetzt verlief ja noch alles wie geplant.
Zum Glück hatten sie sich bereits aus Berlin
ausreichend Verpflegung mitgenommen, sodass sie sich jetzt nicht darum kümmern mussten. Sie
verbrachten die Zeit bis zur
Dämmerung in einem
nahegelegenen Waldstück. „Es ist besser, wenn wir das letzte Stück zur Grenze in der Dunkelheit gehen.
Wenn ich mich nicht irre, müssen wir einfach dieser Straße da hinten folgen“, Hans zeigte mit dem Arm in die Richtung. Vielleicht war er
übervorsichtig, dachte sich Hans. Aber er fühlte sich auch für die Sicherheit Ursulas
verantwortlich. Hans war sich bewusst, dass ihnen auf dieser Straße auch
Grenzpolizisten begegnen konnten, die