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Im Wandel der Zeit

Der Heimkehrer (Frankfurt an der Oder, 1947)

Der Heimkehrer (Frankfurt an der Oder, 1947)
Vojtech Laska / Shutterstock.com
Der Zug mit den Heimkehrern rollte langsam in den Bahnhof ein. Von Osten, aus der Sowjetunion kommend, hatte er ehemalige deutsche Soldaten aus Lagern eingesammelt, um sie wieder in ihre Heimat zu bringen. Wenn man sich in dieser Situation jedoch einen überschwänglichen Empfang jubelnder Männer nach langer Abwesenheit vorstellt, liegt man falsch. Die Männer waren lange fort gewesen, jahrelang. Und durch die Arbeit in den sowjetischen Lagern, Bergwerken, Fabriken, an Staudämmen oder auf sonstigen Baustellen waren sie zu erschöpft, um ihre Rückkehr zu feiern. Und wer sollte schon kommen, um die Männer zu begrüßen? Eines stand fest - wer sich in diesem Zug befand, war von zäher Natur.

Auch Günter war unter ihnen. Die letzten zwei Jahre hatte er als deutscher Kriegsgefangener in drei verschiedenen Lagern verbracht. Dabei hat er tausende Kilometer zurückgelegt, immer in Eisenbahnwaggons eingepfercht, die eigentlich Güter transportieren sollten. Auf engstem Raum mit anderen Gefangenen verbrachte Günter Tage und Nächte im Zug. Die längste Strecke hatte er jetzt gerade auf der zurückliegenden Fahrt hinter sich. Seine letzte Arbeitsstätte war in Georgien am Schwarzen Meer gewesen. Dort w

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