Im Wandel der Zeit
Der Heimkehrer (Frankfurt an der Oder, 1947)
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Der
Zug mit den Heimkehrern rollte langsam in den Bahnhof ein. Von Osten, aus der Sowjetunion kommend, hatte er
ehemalige deutsche Soldaten aus
Lagern eingesammelt, um sie wieder in ihre
Heimat zu bringen. Wenn man sich in dieser Situation jedoch einen
überschwänglichen Empfang jubelnder Männer nach langer
Abwesenheit vorstellt,
liegt man falsch. Die Männer waren lange fort gewesen,
jahrelang. Und durch die Arbeit in den sowjetischen Lagern,
Bergwerken, Fabriken, an
Staudämmen oder auf sonstigen
Baustellen waren sie zu
erschöpft, um ihre
Rückkehr zu feiern. Und wer sollte schon kommen, um die Männer zu
begrüßen?
Eines stand fest - wer sich in diesem Zug befand,
war von zäher Natur.
Auch Günter war unter ihnen. Die letzten zwei Jahre hatte er als deutscher
Kriegsgefangener in drei verschiedenen Lagern
verbracht. Dabei hat er tausende Kilometer
zurückgelegt, immer in
Eisenbahnwaggons eingepfercht, die eigentlich
Güter transportieren sollten.
Auf engstem Raum mit anderen Gefangenen verbrachte Günter Tage und Nächte im Zug. Die längste
Strecke hatte er jetzt gerade auf der
zurückliegenden Fahrt hinter sich. Seine letzte
Arbeitsstätte war in Georgien am
Schwarzen Meer gewesen. Dort w