Europa-Gipfel in Jerewan: Neuausrichtung Armeniens – weg von Russland hin zu Europa
Am Dienstag war Armenien Gastgeber seines ersten bilateralen Gipfeltreffens mit der Europäischen Union. Der Gipfel folgte auf das Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) am Montag, an dem Dutzende europäische Spitzenpolitiker teilnahmen, um sicherheitspolitische und regionale Fragen zu erörtern. Die beiden Veranstaltungen markieren Armeniens diplomatische Neuausrichtung hin zur EU und weg von Russland.
Während des Gipfeltreffens unterzeichneten Armenien und die EU ein Partnerschaftsabkommen zur Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen und der Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich. Die EU sagte Armenien Investitionen in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Euro in den Bereichen Infrastruktur, Energiewirtschaft und Digitalisierung zu.
Armeniens Abkehr von Russland ist eine Folge der fehlenden russischen Unterstützung im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Kontrolle über die Region Karabach. Experten betonen die symbolische Bedeutung dieses Gipfels und des EPG-Treffens als eine Botschaft an Russland.