40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
Am 26. April jährte sich die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl in der Ukraine zum 40. Mal. Die Explosion in einem Reaktor des Kernkraftwerks wurde durch menschliches Versagen und Konstruktionsmängel verursacht. Die Nuklearkatastrophe führte zu einer beispiellosen Ausbreitung radioaktiver Kontamination über weite Teile Europas. Ein UN-Bericht aus dem Jahr 2005 schätzte die Zahl der Todesfälle aufgrund der Strahlenbelastung auf 4.000. Ein Greenpeace-Bericht aus dem Jahr 2006 bezifferte die Zahl der Todesfälle jedoch auf fast 100.000.
Anlässlich des 40. Jahrestags der Katastrophe hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland „Nuklearterrorismus“ vorgeworfen. Grund dafür ist, dass Russland wiederholt Angriffsdrohnen über das Gelände von Tschernobyl fliegen lässt. Selenskyj warnte, dass diese Drohnenflüge riskant sind. Eine Drohne habe bereits die Schutzkonstruktion des Reaktors getroffen. Dies könne zu einem erneuten Austreten von Radioaktivität führen.
Wissenschaftler sehen in dem tragischen Ereignis jedoch auch einen positiven Aspekt. Die Katastrophe hat eine einzigartige Gelegenheit geschaffen, wertvolle Erkenntnisse über biologische, ökologische und soziologische Aspekt