| Jana: | Die ehemalige DDR hatte eine lebendige Musikszene. Doch nur Musiker, die sich linientreu verhielten, durften öffentlich auftreten und wurden im Radio gespielt. Allerdings passierten gerade im Untergrund aus damaliger und heutiger Sicht interessante Dinge. Dabei spielte ein bestimmtes Medium eine entscheidende Rolle – die Kassette. |
| Michael: | Ich kenne die Dinger noch! Damals habe ich oft Musikstücke aus dem Radio auf bespielbare Kassetten aufgenommen. Wenn ein bestimmter Titel gespielt wurde, musste ich schnell handeln und auf den Aufnahmeknopf drücken, um das Stück auf der Kassette zu speichern. |
| Jana: | Das kann man sich heutzutage mit all den digitalen Möglichkeiten überhaupt nicht mehr vorstellen. |
| Michael: | Es ist ja auch schon einige Jahrzehnte her. |
| Jana: | Und in den 1980er Jahren, also im letzten Jahrzehnt der DDR, blühte die Sub- und Gegenkultur im Untergrund. Schallplatten und Kassetten waren damals die einzigen Medien, auf denen man Musik speichern konnte. |
| Michael: | Was war denn mit der CD? |
| Jana: | Naja, die CD wurde 1982 erstmals eingeführt. In der DDR konnte man sich diese neue Technik aus dem Westen nicht leisten. |
| Michael: | Und warum war es gerade die Kassette, die so wichtig für die Musikszene im Untergrund der DDR war? Schallplatten waren damals doch genauso weit verbreitet. |