| Jana: | Der 25. Oktober 1929 ist als „Schwarzer Freitag“ in den deutschen Geschichtsbüchern festgehalten. An diesem Tag sanken die Werte der Aktien weltweit, wodurch auch viele Menschen in Deutschland ihr Vermögen verloren. Es war der Beginn einer Massenarbeitslosigkeit, was die politische Stimmungslage im Land fundamental veränderte. Die Menschen suchten nach einem Ausweg aus dem Chaos, und die Nationalsozialisten gewannen immer mehr Rückhalt in der Bevölkerung. |
| Michael: | Der Börsencrash hatte doch Auswirkungen auf die ganze Welt. Aber irgendwie scheint es so, als ob diese Krise Deutschland besonders hart getroffen hätte. |
| Jana: | Während der Weimarer Republik in den Jahren zuvor waren die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse relativ stabil, und Deutschland befand sich in einer Blütezeit der Kunst, Kultur und Wissenschaft. |
| Michael: | War das die Zeit der sogenannten „goldenen 20er Jahre“? |
| Jana: | Genau, so bezeichnet man die Phase von 1924 bis eben zum besagten Börsencrash. Die Wirtschaft hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg allmählich erholt, und den Menschen ging es gut. In den Bars und Tanzlokalen war der Bär los. Das alles basierte auf boomenden Exporten, von denen der Wohlstand abhängig war. |