| Jana: | Der Wohnungsmarkt in fast allen größeren deutschen Städten ist angespannt. Die Mieten steigen und steigen, obwohl man eigentlich vorhatte, dies einzudämmen. Denn es gibt immer Wege, gesetzliche Regelungen in dieser Hinsicht zu umgehen. Ein Schlupfloch war, mit Untermiete Profit zu erwirtschaften. Der Bundesgerichtshof hat nun aber entschieden, dass Menschen, die ihre Wohnung untervermieten, keinen Gewinn machen dürfen. |
| Michael: | Das brauchst du mir nicht weiter zu erklären. Ich kenne genug Beispiele, bei denen jemand sein Zimmer oder seine Wohnung für einige Zeit untervermietet hat und aufgrund der hohen Nachfrage das Doppelte von dem kassiert hat, was als Miete im Hauptmietvertrag festgelegt ist. |
| Jana: | Genau. Der Hauptmieter zahlt also die vereinbarte Miete an den Vermieter weiter, obwohl er eigentlich gar nicht in der Wohnung wohnt. Dabei verlangt er vom Untermieter einen viel höheren Preis, um sich zu bereichern. |
| Michael: | Ich frage mich, ob der Untermieter weiß, dass er abgezockt wird. |
| Jana: | In einigen Fällen bestimmt. Aber jemand, der dringend eine Bleibe braucht, hat wahrscheinlich keine Lust, ewig nach bezahlbarem Wohnraum zu suchen, und muss wohl oder übel in den sauren Apfel beißen. |