Die Kölner und ihr Kölsch
| Michael: | Keine andere Stadt in Deutschland ist fanatischer, was ihr Bier betrifft, als Köln. Und Köln ist tatsächlich ein fantastischer Ort, um sich einen hinter die Binde zu kippen. Das Bier der Stadt nennt sich Kölsch. Es handelt sich hierbei um ein helles obergäriges Bier mit einem malzigen, trockenen, hopfenbetonten Geschmack. So steht es zumindest auf der Verpackung. Ich finde das Wort Geschmack ja übertrieben, was Kölsch betrifft. |
| Jana: | Vorsicht, Michael. Du bewegst dich hier auf dünnem Eis. Kölsch ist ein fantastisches Bier. Das beste Bier der Welt, wenn du mich fragst. |
| Michael: | Hmmm. Der Rest von Deutschland hält Kölsch ja für das Ergebnis des Versuchs, Wasser zu verdünnen. |
| Jana: | Also ehrlich, Michael! Das ist ganz üble Nachrede. Keiner kann nämlich so Party machen wie die Kölner. Wenn Kölner nachts unterwegs sind, bewegen sie sich in der Regel von Kneipe zu Kneipe. |
| Michael: | Ja, und dann kippen sie sich bis in die Puppen einen hinter die Binde. Da gibt es sogar eine Redewendung dafür, richtig? |
| Jana: | „Op jöck sin“. Dabei lassen sie sich dann auch nicht stören. 24 Brauereien brauen ihre Version des heiligen Nasses. |
| Michael: | Und diese Brauereien müssen in der Lage sein, von ihrem Standort den Kölner Dom zu sehen, habe ich gehört. Stimmt das? |
Sich einen hinter die Binde kippen oder sich einen hinter die Binde gießen bedeutet, dass jemand etwas Alkohol oder auch etwas zu viel Alkohol getrunken hat, dass man sozusagen betrunken ist oder war. Man könnte auch sagen, dass sich jemand „volllaufen“ lassen hat oder dass jemand voll war oder sich „die Kante gegeben“ hat.
Die Redewendung ist eher umgangssprachlich, und wird nicht in formellen Situationen verwendet. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt, aber früher hat man eine Krawatte auch eine Binde oder einen Binder genannt. Und dahinter war der Hals, um den diese Krawatte gewickelt war. Und wenn man sich einen hinter die Binde kippte, dann hat man sich etwas in den Hals gekippt. Im Grimmschen Wörterbuch kann man unter Binde Folgendes finden, „um den hals, cravate: einen hinter die binde gieszen, einen schluck nehmen“.
Die wortwörtliche Übersetzung von sich einen hinter die Binde kippen ist to dump something behind the bandage.
Auf Englisch würde man vielleicht “to get tipsy” oder “to get trashed” oder “to get wasted” verwenden.
When Frau Meier started to talk about her new neighbor, Herr Schmidt interrupted her to tell her that the new guy often got wasted.
When Corinna arrived at the party and realized that everyone else was already tipsy and seriously partying, she decided to head into the kitchen to enjoy a long drink.
Die Redewendung ist eher umgangssprachlich, und wird nicht in formellen Situationen verwendet. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt, aber früher hat man eine Krawatte auch eine Binde oder einen Binder genannt. Und dahinter war der Hals, um den diese Krawatte gewickelt war. Und wenn man sich einen hinter die Binde kippte, dann hat man sich etwas in den Hals gekippt. Im Grimmschen Wörterbuch kann man unter Binde Folgendes finden, „um den hals, cravate: einen hinter die binde gieszen, einen schluck nehmen“.
Die wortwörtliche Übersetzung von sich einen hinter die Binde kippen ist to dump something behind the bandage.
Auf Englisch würde man vielleicht “to get tipsy” oder “to get trashed” oder “to get wasted” verwenden.
Beispiel 1:
Als Frau Meier damit anfing, über den neuen Nachbarn zu lästern, unterbrach sie Herr Schmidt, um ihr zu sagen, dass der Neue sich häufiger einen hinter die Binde gießt.When Frau Meier started to talk about her new neighbor, Herr Schmidt interrupted her to tell her that the new guy often got wasted.
Beispiel 2:
Als Corinna bei ihrer Ankunft auf der Party realisierte, dass alle anderen sich schon längst einen hinter die Binde gekippt hatten und gut am Feiern waren, entschloss sie sich, erst mal in der Küche einen Longdrink zu genießen.When Corinna arrived at the party and realized that everyone else was already tipsy and seriously partying, she decided to head into the kitchen to enjoy a long drink.