Eine Kuh namens Mücke
| Sabine: | Hast du von der Kuh namens Mücke gehört, in die sich ganz Deutschland vor ein paar Monaten verliebt hat? |
| Jana: | Natürlich. Aber die Deutschen haben sich nicht so sehr in die Kuh verliebt, sondern in ihre Geschichte. Es war eine Geschichte von Mut, Entschlossenheit und Tatkraft. Es ging um eine Kuh, die sich nicht einfach in ihr Schicksal fügte, sondern es zu ihren Gunsten wendete. Aber natürlich hatte die Kuh vor allem mehr Glück als Verstand. |
| Sabine: | Um von vorne anzufangen, … die Kuh war im August in der Nähe von Heidelberg im Staat Baden-Württemberg in einem Transporter auf dem Weg zum Schlachthof, als sie über eine Absperrung sprang und sich in ein Waldstück aufmachte. Sie muss wohl eine Vorahnung gehabt haben. |
| Jana: | Ach, die Kuh hatte Panik. Vermutlich war sie zum ersten Mal in einem Viehtransporter. Die Bedingungen in diesen Dingern gehen wirklich auf keine Kuhhaut. Sie hätte da gleich auf der Stelle tot sein können. Sie hatte hier echt mehr Glück als Verstand. |
| Sabine: | Klar. Dann ging die Suche nach der ausgerissenen Kuh los. Und die Kuh war schlau genug, um sich vor Menschen zu verstecken. Nach jeder Sichtung versteckte sie sich besser. Und die deutsche Öffentlichkeit begann langsam, auf die Story aufmerksam zu werden und mit der Kuh mitzufiebern. |
Der Ausdruck „mehr Glück als Verstand haben“ bedeutet frei übersetzt „to have more luck than sense“, oder unwahrscheinliches Glück haben oder auch „Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln“ oder „Dumm darf man sein, man muss sich nur zu helfen wissen“.
Das Glück wird redensartlich sehr unterschiedlich behandelt. Während einerseits der Aspekt erkennbar ist, dass man es durch Anstrengungen beeinflussen kann, wird andererseits häufig die Blindheit des Glücks und seine Unbeeinflussbarkeit betont. Gegen seine intellektuelle Manipulierbarkeit sprechen neben der Redensart auch Sprichwörter wie: „Der dümmste Bauer erntet die größten Kartoffeln“. Die Redensart ist seit 1720 belegt und geht auf ein älteres Sprichwort von 1604 zurück: „Das Glück die Weisen verjagt, den Narren nichts versagt!“.
Die Redewendung ergibt sich aus der Vorstellung, dass intelligente Menschen zum Zögern und Zweifeln neigen und sich dadurch selbst behindern. Aber Erfolg hat weniger mit Intelligenz als mit Glück und Tatkraft zu tun. In unserer modernen Arbeitswelt sind diese Vorstellungen natürlich nicht haltbar, denn Erfolg hängt im Wesentlichen sowohl von der sozialen Herkunft als auch von der intellektuellen Leistungsfähigkeit ab.
Dieser Ausdruck kann wörtlich übersetzt werden "More luck than intellect, to have". Die englische Form wäre „to have more luck than sense“.
Here’s someone who has more luck than sense: my cousin won the lottery and became a millionaire overnight. Less than a year later, he was broke.
The window cleaner decided to clean the last window without a harness. He fell down, but luckily he landed on a car which broke his fall, and saved his life. Clearly, he had more luck than sense.
Das Glück wird redensartlich sehr unterschiedlich behandelt. Während einerseits der Aspekt erkennbar ist, dass man es durch Anstrengungen beeinflussen kann, wird andererseits häufig die Blindheit des Glücks und seine Unbeeinflussbarkeit betont. Gegen seine intellektuelle Manipulierbarkeit sprechen neben der Redensart auch Sprichwörter wie: „Der dümmste Bauer erntet die größten Kartoffeln“. Die Redensart ist seit 1720 belegt und geht auf ein älteres Sprichwort von 1604 zurück: „Das Glück die Weisen verjagt, den Narren nichts versagt!“.
Die Redewendung ergibt sich aus der Vorstellung, dass intelligente Menschen zum Zögern und Zweifeln neigen und sich dadurch selbst behindern. Aber Erfolg hat weniger mit Intelligenz als mit Glück und Tatkraft zu tun. In unserer modernen Arbeitswelt sind diese Vorstellungen natürlich nicht haltbar, denn Erfolg hängt im Wesentlichen sowohl von der sozialen Herkunft als auch von der intellektuellen Leistungsfähigkeit ab.
Dieser Ausdruck kann wörtlich übersetzt werden "More luck than intellect, to have". Die englische Form wäre „to have more luck than sense“.
Beispiel 1:
Hier ist jemand, der mehr Glück als Verstand hat: Mein Cousin hat im Lotto gewonnen und ist in einer Nacht zum Millionär geworden. Noch nicht einmal ein ganzes Jahr später war er bankrott.Here’s someone who has more luck than sense: my cousin won the lottery and became a millionaire overnight. Less than a year later, he was broke.
Beispiel 2:
Der Fensterputzer entschied sich, das letzte Fenster ohne eine Absicherung zu putzen. Er stürzte in die Tiefe, aber glücklicherweise, statt auf dem Asphalt zu landen, erwischte er ein Auto, welches seinen Fall abbremste. Das rettete sein Leben. Ganz eindeutig, dass er mehr Glück als Verstand hatte.The window cleaner decided to clean the last window without a harness. He fell down, but luckily he landed on a car which broke his fall, and saved his life. Clearly, he had more luck than sense.