Deutsche Weihnachtstraditionen
| Michael: | Ho, Ho, Ho! Es fängt bald wieder an zu weihnachten. Man weiß heute immer weniger zu schätzen, dass die Deutschen viele Aspekte des modernen Weihnachten praktisch erfunden haben. |
| Jana: | Ja, vieles an Ostern übrigens auch. Dann fang mir aber nicht mit Ho Ho Ho an. Hier haben die Amerikaner den Heiligen Nikolaus genommen, ihm jede geschichtliche, kulturelle oder religiöse Signifikanz genommen, wie Amis das halt immer so machen, und ihn mit skandinavischen Mythen über fliegende Rentiere vermischt und – Schwupps – hattest du Santa Claus in Werbung für Coca-Cola. Den Namen hatten sie sich vom niederländischen Sinterklaas abgekupfert. |
| Michael: | Santa magst du nicht, oder? |
| Jana: | Nee. Überhaupt nicht. Den Tag des Heiligen Nikolaus feiert man ordnungsgemäß am 6. Dezember wie in Europa üblich. Am Tag zuvor stellen viele deutsche Kinder – und Kinder in vielen anderen Ländern auch – ihre geputzten Schuhe unter den Kamin. |
| Michael: | Und am nächsten Tag sind da Köstlichkeiten drin. Alles klar. Die Kinder wissen das immer zu schätzen. |
| Jana: | Der Brauch geht auf die Legende zurück, dass der Heilige Nikolaus drei armen Jungfrauen Goldklumpen in die Schuhe gelegt haben soll, um diesen eine Mitgift zu ermöglichen. Die Angelsachsen haben daraus dann Socken am Kamin gemacht. |
Etwas zu schätzen wissen bedeutet, dass man etwas als schätzenswert erkennt oder ansieht, dass man jemandem oder etwas Achtung oder Anerkennung entgegenbringt oder erweist, dass man dankbar für etwas ist, oder dass man eine hohe Meinung von etwas hat. Ein Synonym wäre zu würdigen wissen.
Die Redewendung ist umgangssprachlich, aber man verwendet sie auch in formellen Situationen. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt, aber es wird vermutet, dass sie aus dem Mittelalter von dem Wort „schatzen“ kommt, dass laut dem Grimmschen Wörterbuch Geld sammeln, einen Schatz anhäufen oder auch Steuern, Abgaben auferlegen, fordern, sich Geld, Lösegeld, Abstand zahlen lassen, beschätzen bedeutet. Man weiß also einen Schatz zu würdigen.
Die wortwörtliche Übersetzung von Etwas zu schätzen wissen ist to know to treasure.
Auf Englisch würde man vielleicht “to appreciate something” oder “to not take things for granted” sagen.
After Bernd's reaction, Sarah knew right away that the customers would appreciate the new perfume.
When Corinna saw Robert in the cow costume, she almost spat out her drink. She did not take for granted that he knew how to always make her laugh.
Die Redewendung ist umgangssprachlich, aber man verwendet sie auch in formellen Situationen. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt, aber es wird vermutet, dass sie aus dem Mittelalter von dem Wort „schatzen“ kommt, dass laut dem Grimmschen Wörterbuch Geld sammeln, einen Schatz anhäufen oder auch Steuern, Abgaben auferlegen, fordern, sich Geld, Lösegeld, Abstand zahlen lassen, beschätzen bedeutet. Man weiß also einen Schatz zu würdigen.
Die wortwörtliche Übersetzung von Etwas zu schätzen wissen ist to know to treasure.
Auf Englisch würde man vielleicht “to appreciate something” oder “to not take things for granted” sagen.
Beispiel 1:
Sarah wusste nach Bernds Reaktion gleich, dass die Kundinnen das neue Parfüm zu schätzen wissen werden.After Bernd's reaction, Sarah knew right away that the customers would appreciate the new perfume.
Beispiel 2:
Als Corinna Robert in dem Kuhkostüm sah, hätte sie fast ihr Getränk ausgespuckt. Sie wusste zu schätzen, dass er sie immer wieder zum Lachen brachte.When Corinna saw Robert in the cow costume, she almost spat out her drink. She did not take for granted that he knew how to always make her laugh.