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Ein Dorn im Auge sein – To be a thorn in the side


Alkoholverbot im Bahnhof Hamburg-Altona wirkt anders als erhofft

Michael: Am 1. November ist im Bahnhof Hamburg-Altona ein Alkoholverbot in Kraft getreten, wie es das auch schon an anderen Bahnhöfen gibt. Jeder größere Bahnhof in Deutschland hat seit einiger Zeit ein riesiges Obdachlosenproblem, das den Bundesbürgern und der Deutschen Bahn mehr und mehr ein Dorn im Auge ist.
Jana: Ja, wir sehen ganze Zeltlager, offenen Alkohol- und Drogenkonsum und dauerhafte Belästigungen von Reisenden. Darüber hinaus gibt es auch eine kriminelle Szene. Es gibt Drogenhandel, Prostitution und eine hohe Zahl von Diebstählen.
Michael: Kein Wunder, dass die Deutsche Bahn jetzt durchgreifen will.
Jana: Ja gut, aber natürlich einseitig. Die Gastronomiebetriebe im Hauptbahnhof dürfen weiterhin Alkohol ausschenken, und die Geschäfte im Bahnhof dürfen weiterhin Alkohol verkaufen. Der Alkohol selbst ist der Deutschen Bahn also kein Dorn im Auge. Es geht um die Vertreibung der Obdachlosen und der Kriminellen.
Michael: Genau. Ich meine, es ist ja nicht so, als sei das Bierchen, das Reisende in der Kneipe vor der Abreise trinken, das Problem. Die Idee ist, dass Obdachlose oder kriminelle Elemente nicht lange ohne Alkoholkonsum auskommen und daher den Bahnhof räumen werden.

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Ein Dorn im Auge zu sein würde man benutzen, wenn jemand oder etwas einem anderen nicht gefällt oder missfällt oder ihn ärgerlich macht, oder wenn jemand etwas oder jemanden überhaupt nicht mag oder unerträglich findet.

Die Redewendung ist umgangssprachlich und der Ursprung der Redensart ist unbekannt. Man kann diese Redewendung jedoch auch in formalen Situationen verwenden. Seit Luther die Bibel übersetzt hat, kann man diese Redewendung auch in der Bibel lesen. Im Alten Testament, im 4. Buch Moses, Kapitel 33, Vers 55 steht geschrieben, „Werdet ihr aber die Einwohner nicht vertreiben vor eurem Angesicht, so werden euch die, die ihr überbleiben lasset, zu Dornen werden in euren Augen und Stacheln in euren Seiten und werden euch drängen aus dem Lande, darinnen ihr wohnet.“ Dies waren die Worte Gottes an Moses, dass „die heidnischen Kanaaniter die Israeliten zur Abkehr von Gott und zu Sünden verführen könnten, falls sie nicht vertrieben werden.“

Aus botanischer Sicht hat ein Kaktus Dornen und eine Rose Stacheln. Hier gibt es einen Unterschied. Dornen haben Kanäle für den Transport von Nährstoffen, wohingegen Stacheln diese nicht besitzen.

Die wortwörtliche Übersetzung von ein Dorn im Auge sein ist to be a thorn in the eyes. Auf Englisch würde man auch die Redewendung to be a thorn in the side oder to be a major nuisance verwenden.

Beispiel 1:

Als Corinna hörte, dass die Schüler für das Theaterstück Kostümspenden aus den 50er Jahren brauchten, dachte sie sofort an das hässliche Kleid von ihrer Schwiegermutter, dass schon seit einer Weile in ihrem Schrank hing und ihr seit langem ein Dorn im Auge war.
When Corinna heard that the students needed costumes from the 1950s for the play, she immediately thought of her mother-in-law's ugly dress, which had been hanging in her closet for a while now and had long been a thorn in her side.

Beispiel 2:

Herr Schmidt war schon immer ein Morgenmuffel, und Menschen, die morgens eine gute Laune hatten, waren ihm schon seit langem ein Dorn im Auge.
Mr. Schmidt has always been a grouch in the morning and people who were in a good mood in the morning had long been a major nuisance for him.