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25 June 2026

Episode #520

18 June 2026

Episode #519

11 June 2026

Episode #518

4 June 2026

Episode #517

28 May 2026

Episode #516

21 May 2026

Episode #515

14 May 2026

Episode #514

7 May 2026

Episode #513

30 April 2026

Episode #512

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Introduction

Jana: Heute ist Donnerstag, der 25. Juni 2026. Willkommen zu einer neuen Folge unseres wöchentlichen Programms „News in Slow German“ für Fortgeschrittene!
Michael: Hallo alle zusammen!
Jana: Wir beginnen unser Programm mit einem Rückblick auf einige aktuelle Ereignisse. Der britische Premierminister ist nur zwei Jahre nach seinem massiven Wahlsieg zurückgetreten. Können westliche Regierungschefs daraus eine Lehre ziehen? Ist Starmers Rücktritt ein Zeichen für eine Krise der westlichen Demokratien? Anschließend sprechen wir über Trumps unaufhörliche Beleidigungen gegenüber den europäischen Regierungschefs. Haben diese nun die Nase voll davon? Markiert die Beleidigung der italienischen Ministerpräsidentin einen Wendepunkt? In unserem Wissenschaftsthema sprechen wir heute über eine faszinierende Studie, die untersucht, warum manche Schmetterlinge 25-mal länger leben als andere. Und zum Schluss sprechen wir über eine Krise in Boston. Den Kneipen der Stadt ist das Bier ausgegangen!
Michael: Eine echte Krise! Die schottischen Fußballfans waren angereist, um sich das WM-Spiel ihrer Mannschaft anzusehen, und die Kneipen in Boston hatten nicht genug Bier. Die Schotten haben allen das Bier weggetrunken!
Jana: Das stimmt. Aber die Bostoner beschweren sich nicht, oder?
Michael: Nein! Keineswegs! Die Bostoner begrüßten diese Invasion und feierten kräftig mit.
Jana: Das taten sie wirklich! Aber jetzt machen wir mit den Ankündigungen weiter. Worüber sprechen wir heute im zweiten Teil des Programms?
Michael: Der Rest des Programms ist der deutschen Sprache und Kultur gewidmet. Die heutige Grammatiklektion konzentriert sich auf Adverbs of Manner – Part 2. In Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie im Supermarkt ist man einer Vielzahl von Reizen ausgesetzt. Für die meisten Menschen gehört dies zum Alltag und stellt kein Problem dar. Einige Menschen leiden jedoch unter dieser Reizüberflutung und können deshalb nicht immer richtig am öffentlichen Leben teilnehmen. Abhilfe schafft nun die sogenannte „Stille Stunde“. Die Redewendung dieser Woche ist seinen Senf dazugeben. In der Schweiz gab es ein Referendum über einen Bevölkerungsdeckel, der die Bevölkerung des Landes bis 2050 auf 10 Millionen Menschen begrenzt hätte. Die Wähler in der Schweiz haben ihren Senf dazugegeben und dieses Vorhaben mit 54,8 % relativ deutlich abgelehnt.
Jana: Sehr gut! Dann wollen wir mit unserem Programm beginnen.

Starmers Rücktritt: Westliche Demokratien in der Vertrauenskrise?

25 June 2026
Starmers Rücktritt: Westliche Demokratien in der Vertrauenskrise?
FotoField / Shutterstock

Der Rücktritt des britischen Premierministers Keir Starmer am Montag wurde von führenden Politikern in der EU und den USA aufmerksam zur Kenntnis genommen. Der Rücktritt kam nur zwei Jahre nach Starmers massivem Wahlsieg und unterstreicht die sich verschärfende Krise der westlichen Demokratien. Diese Krise wirft eine existenzielle Frage auf: Werden westliche Gesellschaften zunehmend unregierbar?

Starmers Probleme folgen einem Muster, das sich in ganz Europa und Amerika abzeichnet. Zunächst gelangen Politiker mit Versprechen von Wandel und Wohlstand an die Macht. Doch die politischen Strukturen, die wirtschaftlichen Probleme und der Zynismus der Öffentlichkeit hindern sie daran, ihre Wahlversprechen einzuhalten. Dies führt zu einem Aufschwung des Populismus und zu Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen.

Die Krise ist auch in Frankreich, Deutschland und den USA deutlich zu erkennen, wo unpopuläre Politiker bei den Wählern keinen Anklang finden. Für führende westliche Politiker ist Starmers Rücktritt mehr als nur eine rein britische Angelegenheit. Es ist eine deutliche Warnung: Wenn es nicht gelingt, das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen und echte Veränderungen

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Bieten Europas Regierungschefs Trump endlich die Stirn?

25 June 2026
Bieten Europas Regierungschefs Trump endlich die Stirn?
Pierre Teyssot / Shutterstock

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat Donald Trump öffentlich Paroli geboten. Trump hatte behauptet, sie habe ihn beim G7-Gipfel um ein gemeinsames Fotoangefleht“. Meloni wies dies entschieden zurück, woraufhin Trump sie noch weiter beleidigte. Er sagte: „Ich hätte keines gemacht, aber sie tat mir leid.“ Er behauptete, Melonis Popularität sei stark gesunken, angeblich weil sie sich weigerte, den USA im Konflikt mit dem Iran zu helfen. Meloni konterte. In einem Video auf X erklärte sie, es sei „eine Schande, dass er gegenüber den Feinden des Westens nicht dieselbe Entschlossenheit an den Tag legt“.

Melonis Reaktion spiegelt einen allgemeinen Wandel unter den führenden Politikern der EU und des Westens generell wider, die Trumps Rhetorik und sein Handeln nicht länger widerspruchslos hinnehmen. Der französische Präsident Emmanuel Macron beispielsweise hat Trumps Umgang mit dem Iran-Konflikt scharf kritisiert. „Wenn man es ernst meint, sagt man nicht jeden Tag das Gegenteil von dem, was man am Tag zuvor gesagt hat“, erklärte er.

Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez haben Trumps Verhalten im Zusammenhang mit d

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Neue Studie: Warum manche Schmetterlinge 25-mal länger leben als andere

25 June 2026
Neue Studie: Warum manche Schmetterlinge 25-mal länger leben als andere
Matthias Brix / Shutterstock

In einer am 16. Juni in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten Studie lüften Wissenschaftler einige Geheimnisse der Langlebigkeit von Heliconius-Schmetterlingen, die in Mittel- und Südamerika vorkommen. Während die meisten Schmetterlinge nur wenige Wochen lang leben, können manche Heliconius-Arten bis zu 348 Tage alt werden. Das ist mehr als 25-mal länger als ein normaler Schmetterling.

In dieser Studie konzentrierten sich die Wissenschaftler auf die ungewöhnliche Ernährung dieser Schmetterlinge. Die meisten ausgewachsenen Schmetterlinge ernähren sich ausschließlich von Blütennektar, der als Nährstoffquelle lediglich Kohlenhydrate liefert. Heliconius-Arten haben jedoch die besondere Angewohnheit, sich nicht nur von Nektar, sondern auch von Pollen zu ernähren. Pollen liefern essenzielle Aminosäuren und Lipide, die die Energie, Immunität und Fortpflanzungsfähigkeit steigern.

Doch selbst mit einer pollenfreien Ernährung leben viele Heliconius-Schmetterlinge sehr viel länger als ihre nicht pollenfressenden Verwandten. Daher vermuten die Wissenschaftler, dass diese Schmetterlinge im Laufe der Evolution Mechanismen zum Schutz vor Alterung entwickelt haben, die über die

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Schottische Invasion bringt Boston zum Feiern

25 June 2026

Letzte Woche wurde Boston von der „Tartan Army“ überrannt. 20.000 schottische Fans fielen anlässlich der Fußball-WM in die Stadt ein – allerdings ohne Schwerter und Lanzen. Stattdessen brachten sie gute Laune, Lieder, Dudelsäcke und einen unstillbaren Durst auf Bier mit. Manchen Kneipen ging sogar das Bier aus. Die Fans brachten sogar die Gouverneurin von Massachusetts, Maura Healey, dazu, Haggis für legal zu erklärennur um dann die Träume der schottischen Fans zunichte zu machen und zuzugeben, dass alles nur ein Scherz war.

Haggis bleibt weiterhin verboten, aber Schottlands gute Laune ist ungebrochen. Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu heizte die ausgelassene Stimmung weiter an. In einem schottischen Trikot verkündete sie offiziell die neue Städtepartnerschaft zwischen Boston und Glasgow. Außerdem soll sie angeblich einen orangefarbenen Verkehrskegel auf die Statue des Basketballspielers Bill Russell platziert haben. Ist das der Beginn einer neuen, ursprünglich aus Glasgow stammenden, Bostoner Tradition?

Trotz einer fast vollständigen schottischen Übernahme der Stadt kam es zu keiner einzigen Verhaftung, und die Bostoner lobten ihre Gäste dafür, dass sie alles immer sauber hinte

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Adverbs of Manner - Part 2


Die Stille Stunde

Jana: Wer sich in der Öffentlichkeit bewegt, ist ständig Reizen ausgesetzt, besonders an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, wie zum Beispiel im Supermarkt oder im Schwimmbad. Für die meisten Leute stellt dies offensichtlich kein Problem dar, für einige sind diese alltäglichen Reize jedoch eine so hohe Belastung, dass sie sie lieber meiden und nur noch zu Randzeiten oder sogar überhaupt nicht mehr einkaufen gehen. Um diesen Menschen, die oft an nicht sichtbaren Einschränkungen beispielsweise aus dem Autismus-Spektrum leiden, entgegenzukommen, beteiligen sich immer mehr Geschäfte und Einrichtungen an der sogenannten „Stillen Stunde“.
Michael: Was kann ich denn darunter verstehen?
Jana: Wie der Name schon vermuten lässt, geht es zur Stillen Stunde offensichtlich etwas ruhiger und reizarmer zu, zum Beispiel in Supermärkten.
Michael: Das hätte ich jetzt auch allein gewusst. Aber was genau wird in dieser Zeit gemacht? Etwas scheint in der Stillen Stunde ja offensichtlich anders zu sein als sonst.
Jana: In Supermärkten wird das Licht gedimmt, das Piepen der Supermarktkassen und die Hintergrundmusik werden abgestellt, und die Regale werden in der Zeit nicht nachgeräumt.

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I. Theory

Unlike in English, adverbs generally do not take a specific suffix in German. For this reason, they tend to look just like their adjectival form. In English, many adverbs (adjectives used to describe how an action is done) take the suffix: -ly. In this lesson, we will discuss more adverbs of manner, also known as “descriptive adverbs.”

Wir sind uns gestern zufällig im Park begegnet.
We met yesterday by chance in the park.

Ich möchte heute Abend lieber zu Hause bleiben.
I’d rather stay home tonight.

Dieses Projekt kann ich nicht allein schaffen.
I can’t manage this project alone.

II. Adverbs of Manner

The following list contains an additional 4 adverbs of manner that are frequently used. In the standard German sentence, the information regarding the manner in which an action is done is found in between time and place information. However, it is common to see adverbs at the beginning of sentences as well.

Lieber

Ich trinke lieber Wein zum Abendessen.
I prefer wine with dinner.

Schwimmst du lieber in einem
See oder in einem Schwimmbad?
Do you prefer to swim
in lakes or in pools?


Allein

Ich arbeite lieber allein.
I prefer to work alone.

Die Kinder müssen ihre
Hausaufgaben allein machen.
The children need to do
their homework alone.


Zufällig

Haben Sie zufällig Feuer?
Do you have a light by chance?

Der Unfall ist nicht zufällig geschehen.
Es war Absicht.
The accident didn’t happen by chance.
It was done on purpose.


Offensichtlich

Da dein Name darauf steht, gehört
dieses Buch offensichtlich dir.
Since your name is on it, this book
clearly belongs to you.


Man kann den Verbrecher ganz
offensichtlich auf dem Video sehen.
You can clearly see
the criminal on camera.


Seinen Senf dazugebenTo add your opinion


Schweizer lehnen Bevölkerungsdeckel ab

Michael: Die Schweizer Wähler haben dem vorgeschlagenen Bevölkerungsdeckel in einem Referendum mit knapp 54,8 % eine überraschend deutliche Absage erteilt. Der Bevölkerungsdeckel hätte die Schweizer Bevölkerung bis 2050 auf 10 Millionen Einwohner begrenzt. Der ursprüngliche Vorschlag kam mal wieder von der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei (SVP), die zu allem ihren Senf dazugeben muss. Die SVP hat in der Schweizer Bundesversammlung die meisten Sitze. Wie genau hätte das denn ausgesehen, Jana?
Jana: Kurz gesagt, sobald die Schweizer Bevölkerung auf 9,5 Millionen angestiegen wäre, hätte die Schweiz drastische Maßnahmen bei Familienzusammenführungen, Aufenthaltsgenehmigungen und Asylverfahren ergreifen müssen.
Michael: Genau. Das hätte auch bedeutet, dass die Schweiz aus dem Freizügigkeitsabkommen mit der EU hätte austreten müssen, dem sie seit 2002 angehört.
Jana: Deshalb sprachen Gegner hier auch von einem Swiss Brexit. Es hätte riesige Konsequenzen für die Wirtschaftskraft der Schweiz gehabt. Aus diesem Grund war eigentlich jeder außer der SVP gegen diesen Deckel.
Michael: Das war auch der Grund, weshalb die Schweiz dann doch dagegen gestimmt hat. Die Schweizer lieben und schützen ihren Wohlstand. Obwohl die EU in der Schweiz nicht populär ist, da diese, wie wir wissen, ja immer ihren Senf dazugeben muss.

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Seinen Senf dazugeben bedeutet, dass man ein Gespräch unterbricht, dass man ungefragt seine Meinung sagt, dass man mitreden oder mitdiskutieren will, dass man seine Meinung äußern will, dass man sich am Gespräch beteiligen möchte. Ein gleichbedeutendes Wort ist sich einmischen.

Man verwendet diese Redensart im normalen Sprachgebrauch eher in informellen Situationen. Die Redensart gibt es angeblich schon seit dem 17. Jahrhundert. Damals war Senf etwas Wertvolles und wenn irgendwo Senf beigefügt wurde, machte es diese Speise angeblich wertvoller. Daraufhin wurde in der Gastwirtschaft etwas geschummelt: die Wirte gaben Senf an ihre Gerichte. Dies geschah meist ungefragt, daher auch die Redewendung, weil man seine Worte ungefragt dazu gibt. Und wie fast jeder weiß, schmeckt Senf natürlich nicht zu allen Speisen. Er passt einfach nicht zu bestimmten Gerichten, genauso wie bestimmte Bemerkungen nicht zu bestimmten Gesprächen passen.

Die wortwörtliche Übersetzung von seinen Senf dazugeben ist to give your mustard to it. Auf Englisch würde man vielleicht to put in your two cents oder to add your opinion verwenden.

Beispiel 1:

Claudia und Martin waren gerade tief in ihr Gespräch vertieft, als Birgit hinzukam und unbedingt ihren Senf dazugeben musste und damit die romantische Stimmung total ruinierte.
Claudia and Martin were deep in their conversation when Birgit came along and absolutely had to put in her two cents and thus totally ruined the romantic mood.

Beispiel 2:

Lisa versuchte abzunehmen, um endlich eine Bikinifigur zu haben, aber die letzten paar Kilo wollten einfach nicht verschwinden. Deshalb fragte sie Sylvia nach Rat. Aber bevor diese etwas sagen konnte, gab Gabi schon ihren Senf dazu und empfahl ihr die neueste In-Diät.
Lisa tried to lose weight to finally have a bikini body, but the last few kilos simply did not want to disappear. So she asked Sylvia for advice. But before she could say anything, Gabi had already added her opinion and recommended the latest trend in diets.

In the following dialogue, type the correct adverbs in each of the blanks.
offensichtlich | lieber | zufällig | allein

Katja: Ich freue mich auf unsere Reise nach Island!
Stefan: Ich auch! Ich bin froh, dass du mitkommen kannst, damit ich nicht reisen muss.
Katja: Ja, gerne. Ich reise auch mit jemand anderem. So können wir alles zusammen erleben. Hast du die öffentlichen Verkehrsmittel in Island recherchiert?
Stefan: Ja, habe ich. Es gibt kein richtig gutes System. Die meisten Touristen mieten Autos, glaube ich. Wir werden auch ein Auto mieten, um das Land zu erkunden.
Katja: Ah, ok. Kein Problem. Das mache ich sowieso , als in einem voll besetzten Bus zu reisen. Ein Auto ist ganz komfortabler.
Stefan: Genau. Wenn wir im Auto fahren, können wir, wann immer wir wollen, unterwegs anhalten und uns die Landschaft ansehen.
Katja: Klingt gut! Übernachtest du im Hotel oder in der Jugendherberge?
Stefan: Ich würde in einer Jugendherberge übernachten, denn dort können wir andere Reisende kennenlernen.
Katja: Ich stimme dir zu. Als ich in Paris war, habe ich viele interessante Menschen im Hostel oder im Zug kennengelernt.


Match each of the synonyms to a corresponding adverb.
a - allein
b - offensichtlich
c - zufällig
d - lieber

  1. einsam =
  2. beliebig =
  3. vollkommen klar =
  4. einzeln =
  5. bevorzugen =
  6. durch Zufall =
  7. Vorliebe =
  8. selbstständig =
  9. evident =
  10. ohne Absicht =