| Sabine: | Heute ist Donnerstag, der 19. Februar 2026. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres wöchentlichen Programms „News in Slow German“! Hallo alle zusammen! Hallo Michael! |
| Michael: | Hallo Sabine! Ein herzliches Willkommen an alle unsere Hörerinnen und Hörer! |
| Sabine: | Wir beginnen unsere Diskussion über aktuelle Ereignisse mit der Münchner Sicherheitskonferenz, die am vergangenen Wochenende stattfand. Danach sprechen wir über die Vorwürfe gegen den Kreml, den prominenten russischen Oppositionsführer Alexej Nawalny vor zwei Jahren vergiftet zu haben. In unserem Wissenschaftsteil befassen wir uns heute mit einer Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass Elektrostimulation des Gehirns Menschen weniger egoistisch machen kann. Und wir beenden den ersten Teil mit einer Diskussion über ein neues Programm in Irland, das 2.000 Künstlern drei Jahre lang ein Grundeinkommen gibt, um die Kunst zu fördern. |
| Michael: | Elektrostimulation des Gehirns kann Menschen weniger egoistisch machen? Hmm! Dann sollten wir einfach allen Menschen Elektroschocks verpassen! |
| Sabine: | Elektrostimulation. Keine Elektroschocks. |
| Michael: | Wie auch immer. Es sollte obligatorisch für alle sein! |
| Sabine: | Mir ist klar, dass du das nicht ernst meinst. Aber ich stimme dir zu, dass etwas weniger Egoismus und etwas mehr Großzügigkeit in unserer Gesellschaft allen zugutekommen würde. Jetzt lass uns weitermachen. Verrate uns doch bitte, worum es im zweiten Teil des heutigen Programms gehen wird. |
| Michael: | Der Rest des Programms ist der deutschen Sprache und Kultur gewidmet. Das Thema der heutigen Grammatiklektion ist Der Infinitivsatz: Sein with „zu”. In jedem Land gibt es Dinge, die man tun und Dinge, die man lieber lassen sollte. Für Reisende ist ein Restaurantbesuch oft eine Situation, in der man direkt mit den Gepflogenheiten eines Landes in Berührung kommt. Auch in Deutschland gibt es hier bestimmte Regeln. Unsere Redewendung diese Woche ist Alles im Lot. Wir sprechen über schöne Aktivitäten in Deutschland abseits aller Reiseführer. Denn Deutschland hat für jeden Geschmack eine Menge zu bieten. Auf geht die Reise! |
| Sabine: | Sehr gut. Na dann, los geht‘s! |
In den letzten Monaten vermittelten die USA ein uneinheitliches Bild hinsichtlich ihrer Unterstützung für ihre europäischen Verbündeten. Drei wichtige Reden verdeutlichen dies. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz letztes Jahr übte Vizepräsident JD Vance scharfe Kritik an der Demokratie in Europa. Er verurteilte Einwanderung, brachte seine Unterstützung für rechtsextreme Parteien zum Ausdruck und implizierte, dass innereuropäische Entwicklungen eine größere Bedrohung für Europa darstellen als Russland.
Diese Woche hielt Außenminister Marco Rubio eine gemäßigtere Rede auf der Sicherheitskonfere
Großbritannien, Schweden, Frankreich, Deutschland und die Niederlande beschuldigen Russland, den russischen Oppositionsführer Alexej Nawalny mit einem seltenen Nervengift getötet zu haben, das aus dem Toxin eines südamerikanischen Pfeilgiftfrosches gewonnen wird. Diese Ergebnisse einer gemeinsamen Untersuchung wurden von der britischen Außenministerin Yvette Cooper auf der Münchner Sicherheitskonferenz bekannt gegeben, zwei Jahre nach Nawalnys Tod in einer sibirischen Strafkolonie.
Cooper sagte, dass nur die russische Regierung die Mittel, das Motiv und die Gelegenheit gehabt hätte, Nawalny die
Wissenschaftler der Universität Zürich haben festgestellt, dass die Stimulation bestimmter Hirnregionen vorübergehend Egoismus reduzieren kann. Ihre Studie wurde am 10. Februar in der Fachzeitschrift PLoS Biology veröffentlicht. 44 Probanden sollten entscheiden, wie sie einen Geldbetrag zwischen sich und einem anonymen Partner aufteilen wollten. Dabei wurden an die frontalen und parietalen Bereiche ihres Gehirns elektrische Ströme angelegt.
Wenn beide Regionen gleichzeitig stimuliert wurden, gaben alle Teilnehmer ihrem anonymen Partner mehr Geld. Die Forscher betonen, dass die Effekte zwar geri
Irland startet ein revolutionäres Programm zur Förderung der Künste. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt sollen nun 2.000 Künstler drei Jahre lang ein Grundeinkommen von 325 Euro pro Woche erhalten. Dieses Einkommen muss zwar versteuert werden, ist aber nicht an künstlerische Resultate gebunden. So können sich die Künstler ganz auf ihre Arbeit konzentrieren, ohne sich ständig um ihre finanzielle Situation sorgen zu müssen.
Befürworter des Programms sehen in dieser Maßnahme einen Wandel, der Künstlern mehr Sicherheit in Bezug auf Wohnraum, Rücklagen und allgemeines Wohlbefinden bietet. Künstle
In einem deutschen Restaurant
| Sabine: | Jedes Land hat seine Eigenheiten, wenn es um das Miteinander in sozialen Situationen geht. Für Reisende ist zum Beispiel ein Restaurantbesuch in einem fremden Land ein typischer Begegnungspunkt mit den spezifischen lokalen Gepflogenheiten. Auch in Deutschland gibt es bestimmte Regeln für diesen Kontext, die nicht immer leicht zu verstehen sind. |
| Michael: | Es ist zum Beispiel völlig in Ordnung, mittags schon Bier zu trinken. |
| Sabine: | Stimmt, und je weiter südlich man sich in Deutschland bewegt, desto leichter ist zu beobachten, wie Menschen auch mal zwei Bier zum Frühstück mit Weißwurst und Brezeln genießen. |
I. Theory
In German, we find many instances where zu + infinitive is used in conjunction with the verb sein. In these instances, there is often a preceding adjective before the infinitivsatz. The infinitivsatz is separated from the main clause by a comma.| Es ist schwierig, eine Sprache ohne Wörterbuch zu lernen. It is difficult to learn a language without a dictionary. Manchmal ist es leicht, deutsche Wörter zu erkennen. Sometimes it is easy to recognize German words. Samstags ist es bei den meisten Restaurants notwendig, einen Tisch zu reservieren. It’s necessary to reserve a table at most restaurants on Saturdays. |
II. Conveying the Passive
However, a preceding adjective isn’t always necessary. Here we see examples where sein + zu + infinitive convey the passive voice.Deutschlands übersehene Attraktionen
| Michael: | Wie wir wissen, ist Deutschland ein wahnsinnig schönes Land. Atemberaubende Landschaften, lebendige Städte mit fantastischer Architektur und überall herrliche Natur. Was Reisedestinationen betrifft, so ist in Deutschland alles im Lot. Jeder kennt den Kölner Dom, Schloss Neuschwanstein, Berlin, das Rheinland mit seinen Burgen und Schlössern, die Insel Sylt, die Alpen in Bayern – wie beispielsweise den Nationalpark Berchtesgaden- oder die hübschen Seen wie den Königssee. Was gibt es noch? |
| Sabine: | Das Wattenmeer, Hamburg, München, Heidelberg, Schloss Sanssouci in Potsdam, Rothenburg ob der Tauber, … das fällt mir auf Anhieb so ein. Oh ja, und mein absoluter Lieblingsort in ganz Deutschland: der gesamte Schwarzwald. Nirgends ist für mich im Leben alles so im Lot, wie bei einer Wanderung durch den Schwarzwald. |
Der Ausdruck alles im Lot hat einen leicht umgangssprachlichen Unterton, obwohl er nicht beleidigend oder anzüglich ist. Aufgrund seiner Herkunft verbindet man ihn mehr mit der „Arbeitersprache“. Man findet ihn häufiger in der gesprochenen Sprache und seltener in schriftlicher Form.
Ihren Ursprung hat die Redensart alles im Lot im Baugewerbe. Um zu prüfen, ob ein Bauwerk
| leicht (2) | schwierig (2) | notwendig (3) | bereit (3) |
- Dank unserer guten Ausrüstung sind wir , mit der Klettertour zu beginnen.
- Weil es in meiner Stadt viel schneit, ist es für alle Autos , Allradantrieb zu haben.
- Ohne Beweise wird es sehr , die Geschworenen zu überzeugen.
- Der Autor ist Ende des Jahres , das Buch zu veröffentlichen.
- Für dieses Konto ist es , das Passwort jeden Monat zu ändern.
- Da wir nicht genug Zeit hatten, war es , einander zu sehen.
- Da in Indien nur wenig Fleisch gegessen wird, ist es , dort als Vegetarier zu leben.
- Obwohl ich ein Visum beantragt habe, bin ich noch nicht , nach Deutschland zu ziehen.
- Die Gefahr beim Fallschirmspringen ist nicht zu unterschätzen!
- Ich denke, dass seine Geschichte nur sehr schwer glauben ist.
- Ist es notwendig, einen Reisepass nach Kanada mitzubringen?
- Heute Abend ist es unmöglich, einen Tisch im Restaurant zu reservieren.
- Ich habe das ganze Haus durchsucht und meine Geldbörse ist nicht sehen!
- Für diese Position ist es notwendig, technische Dokumente auf Deutsch lesen zu können.
- Am Ende des Tages war noch viel im Büro zu tun.
- Es ist notwendig für Kinder, ihre Individualität ausdrücken dürfen.
- Eine Doktorarbeit zu schreiben, ist nicht leicht.