| Jana: | Heute ist Donnerstag, der 21. Februar 2019. Herzlich willkommen zu einer neuen Episode unseres wöchentlichen Programms „News in Slow German“! Hallo liebe Hörer! Michael ist im Urlaub. Deshalb werde ich das Programm heute gemeinsam mit Hanna moderieren. |
| Hanna: | Hallo Jana! Hallo zusammen! |
| Jana: | Im ersten Teil unseres Programms wird es um aktuelle Ereignisse gehen. Wir beginnen mit der Drohung von Präsident Trump, in Syrien gefangen genommene ausländische IS-Kämpfer freizulassen, falls die europäischen Verbündeten sie nicht wieder in ihren Heimatländern aufnehmen. Anschließend sprechen wir über antisemitische Beschimpfungen auf Demonstrationen der „Gelben Westen“ in Paris. Danach unterhalten wir uns über das Ergebnis einer Studie zur Konnektivität des Gehirns von Nachteulen – Menschen, die abends lange aufbleiben und morgens später aufwachen – und von Frühaufstehern. Und zum Schluss sprechen wir noch über die Auflehnung japanischer Frauen gegen die Tradition der „Pflichtschokolade“. |
| Hanna: | Bist du eigentlich eine Nachteule oder ein Frühaufsteher, Jana? |
| Jana: | Eher ein Frühaufsteher, Hanna. Du kennst ja das Sprichwort: „Morgenstund hat Gold im Mund“ ... Und du, Hanna? Was für ein Schläfertyp bist du? |
| Hanna: | Weder noch, glaube ich. Meine Schlafgewohnheiten ändern sich von Tag zu Tag. |
| Jana: | Warum überrascht mich das nicht?! ... Na, es scheint ja gut für dich zu funktionieren, Hanna. Es besteht also kein Grund, etwas zu ändern. |
| Hanna: | Vielleicht werde ich meine Gewohnheiten ja ändern, nachdem ich diesen Bericht gehört habe. |
| Jana: | Okay, dann lass uns mal weitermachen. Im zweiten Teil unseres Programms wird es um die deutsche Kultur und die deutsche Sprache gehen. Im Grammatikteil geht es heute noch einmal um starke Verben im Präteritum. Und wir beenden unser Programm mit einer neuen deutschen Redewendung: „Alles über einen Kamm scheren“. |
| Hanna: | Klingt super, Jana! Los geht's! |
| Jana: | Ja, Hanna! Fangen wir an! |
Europäische Länder reagierten zurückhaltend, nachdem US-Präsident Donald Trump sie aufgefordert hatte, Staatsbürger, die für den „Islamischen Staat“ in Syrien gekämpft haben, in ihre Heimatländer zurückzuholen und dort vor Gericht zu stellen. Gegenwärtig werden mehr als 800 IS-Kämpfer europäischer Herkunft – vorwiegend aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien – von den USA-gestützten syrischen Streitkräften in Syrien festgehalten.
Am vergangenen Samstag schritt die Polizei ein, um einem französischen Philosophen zu helfen, der auf einer Demonstration der „Gelben Westen“ in Paris mit antisemitischen Parolen beschimpft worden war. Politiker, darunter auch Präsident Emmanuel Macron, verurteilten die antisemitischen Angriffe. Antisemitische Vorfälle haben in Frankreich in letzter Zeit stark zugenommen.
Der 69-jährige Philosoph Alain Finkielkraut ist der Sohn eines Auschwitz-Überlebenden. Er hatte anfangs seine Unterstützung für die Bewegung der „Gelben Westen“ ausgedrückt, jedoch in letzter Zeit Kritik geäußert. Als er am Samstag den Demonstranten begegnete, beschimpften ihn einige von ihnen und riefen „dreckiger Zionist!“ und „Faschist!“ und „Frankreich gehört uns!“. Die Polizei bildete eine Barriere, um Finkielkraut vor den Demonstranten zu schützen.
Später am Samstag sicherte Präsident Macron Finkielkraut in einem
Menschen, die abends gerne lange aufbleiben, haben in Hirnregionen, die eine Rolle bei der Bewusstseinsentwicklung spielen, weniger Konnektivität als Frühaufsteher. Diese, in der letzten Woche in der Zeitschrift Sleep veröffentlichten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Nachtschwärmer im Hinblick auf ihre Arbeitsleistung Nachteile haben könnten.
Forscher in England scannten die Gehirne von Personen, die um 2:30 Uhr ins Bett gehen und um 10:15 Uhr aufstehen. Sie untersuchten außerdem die Gehirne von Personen, die vor 23 Uhr ins Bett gehen und um 6:30 Uhr aufstehen. Die Studienteilnehmer führten dann zwischen 8:00 Uhr und 20:00 Uhr eine Reihe von Aufgaben aus. Neben einer geringeren Konnektivität in Teilen des Gehirns, die an der Bewusstseinsentwicklung beteiligt sind, reagierten die Nachteulen langsamer und waren weniger aufmerksam. Obwohl die Unterschiede am Morgen am deutlichsten waren,
Immer mehr Japanerinnen brechen mit einem traditionellen Brauch, der von ihnen verlangt, männlichen Kollegen, Bekannten und anderen Männern, mit denen sie keine romantische Beziehung haben, am Valentinstag Schokolade zu schenken. Frauen geben teilweise jedes Jahr Tausende Yen für Schokolade aus, damit sich keiner ihrer männlichen Bekanntschaften benachteiligt fühlt.
Der Brauch mit dem Namen „Giri-Choco“ (wörtlich „Pflichtschokolade“) stammt aus dem Jahr 1958, als Japan begann, den Valentinstag zu feiern. Damals startete ein japanischer Süßwarenhersteller eine Werbekampagne, in der Frauen dazu angehalten wurden, Männern Schokolade zu schenken. Neben der Schokolade für ihre männliche Kollegen schenken Frauen ihren Ehemännern und ihren Freunden „Honmei-Choco“ oder „Favoriten-Schokolade“. Männer revanchieren sich dann einen Monat später und schenken Frauen am „White Day“ Schokolade.
Firmen in
| Jana: | „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?“ |
| Hanna: | „… Es ist der Vater mit seinem Kind.“... Warum zitieren wir Goethes Erlkönig? |
| Jana: | Weil es sich um die beste Ballade handelt, die je in deutscher Sprache geschrieben worden ist. |
| Hanna: | Ich weiß. Mein Vater sang den Text immer für uns vor dem Schlafengehen, damit wir auch garantiert die Nacht über im Bett blieben. |
| Jana: | Mit der eindrucksvollen Musik, die Schubert unter das berühmte Gedicht gesetzt hat? |
| Hanna: | Genau. Es gab viele Vertonungen, aber diese Version ist die beste. |
I. Theory
Strong verbs are irregular German verbs and thus, the past tense forms of strong verbs are formed differently than other “weak” verbs. Strong verbs undergo a vowel change (ei>ie , e>o, etc.) in their preterite forms. Additionally, strong verbs do not take a -te ending in the first and third person singular like weak verbs.| Die Kinder halfen ihrer Mutter beim Kochen. (helfen: e>a) The children helped their mother cook. Der Kapitän *blieb auf dem Schiff. (bleiben: ei>ie) The captain remained on the ship. (*) Note the lack of the -te third-person singular ending. |
II. Types of Vowel Changes in Strong Verbs
This lesson will cover several different vowel changes to demonstrate the forms found in the preterite. By familiarizing oneself with these changes, a student can learn to recognize patterns in how these verbs change, although memorizing the past forms of the most frequently seen verbs is also recommended.Helfen (e>a)
Other verbs with this change: befehlen and sprechen| Er half dem alten Mann, die Straße zu überqueren. He helped the old man cross the road. |
Bleiben (ei>ie)
Other verbs with this change: schreiben and meiden| Sie blieben über ein Jahr in Berlin. They stayed in Berlin for over a year. |
Singen (i>a)
Other verbs with this change: schwimmen, springen, zwingen| Sie sang ein sehr schönes Lied. She sang a very nice song. |
Tragen (a>u)
Other verbs with with change: schlagen and laden| Die Königin trug ein elegantes Kleid zum Fest. The queen wore an elegant gown to the party. |
| Hanna: | In Deutschland wurden ja bekanntlich viele berühmte Komponisten geboren. |
| Jana: | Ach ja? Welche denn? |
| Hanna: | Ich denke da zum Beispiel an Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart. |
| Jana: | Nicht schlecht, du kennst sogar die Vornamen der Komponisten. |
| Hanna: | Natürlich. |
| Jana: | Ich muss dich aber korrigieren. |
| Hanna: | Das war ja mal wieder klar. Was ist es denn diesmal? |
| Jana: | Mozart wurde nicht in Deutschland geboren, sondern in Österreich, genauer gesagt in Salzburg. |
Anwendung findet der Ausdruck alles über einen Kamm scheren universell in der deutschen Sprache. Er ist zwar nicht so häufig wie andere Redewendungen anzutreffen; man findet ihn jedoch trotzdem in Wort und Schriftform. Wer jemanden mit dieser Redensart direkt anspricht, sollte damit vorsichtig umgehen, da sie unter Umständen als konfrontativ wahrgenommen werden kann.
Ihren Ursprung hat die Redewendung alles über einen Kamm scheren im altgermanischen Strafrecht. Verbrechern wurde als Strafe oft der Kopf geschoren. Wenn einem jemand mit kahlem Schädel begegnete, war davon auszugehen, dass es sich um einen Verbrecher handelte. Für die Menschen waren bald alle, die ihr Haar kurz trugen, Verbrecher. Auch wenn dem oft nicht so war. Es wurde kein Unterschied gemacht.
Übersetzungen ins Englische für alles über einen Kamm scheren sind “to lump together“, “to generalize“, “to apply the ‘one size fits all’ policy“.
Beispiel 1:
Nur weil dir ein einziges französisches Bier nicht geschmeckt hat, solltest du nicht gleich alle französischen Biere über einen Kamm scheren. Es gibt bestimmt auch gute unter ihnen, die dir schmecken könnten.Just because you didn’t like one particular French beer, you shouldn’t lump all French beers together. There are definitely some good ones among them that you might like.
Beispiel 2:
Frauen tendieren manchmal dazu, alle Männer über einen Kamm zu scheren. Männer sind in dieser Hinsicht aber auch nicht besser.Women sometimes tend to generalize about men. But men are not much better in that regard.
Beispiel 3:
Ich möchte ja wirklich nicht alle Politiker über einen Kamm scheren, aber manchmal habe ich das Gefühl, die reden mehr als sie handeln.I really don’t want to apply the ‘one size fits all’ policy to politicians, but sometimes I have the feeling that they talk more than they take action.
2. Da das Wetter am Samstag schön war, (schwimmen) ein paar Freunde und ich im See. Ein altes Ruderboot lag am Ufer. Zusammen (tragen) wir das Boot zum Wasser. Mein Freund fand die Paddel und (laden) sie und etwas zu essen ins Boot. Ich (helfen) ihm beim Rudern. Während wir das Boot ruderten, (sprechen) wir über das geplante Picknick am anderen Ufer des Sees.
- Beim Gespräch war er einvernehmlich und mied Konfrontationen.
- Die Katze sprang vom Tisch, als sie den Hund gesehen hatte.
- Der Reisende sprach Deutsch mit den Dorfbewohnern.
- Der Regen zwang die Touristen, drinnen zu bleiben.
- Den ganzen Tag luden die Arbeiter die Ware auf das Schiff.
- Meine Lehrerin half mir mit meinem Aufsatz.
- Während des Sturms schlugen die Wellen gegen das Boot.
- Der Hund schwamm vom Ufer bis zu mir.
- In diesem Haus schrieb ein bekannter Autor seine wichtigsten Werke.
- Im Cabaret sangen sie deutsche und französische Lieder.