| Clara: | Heute ist Donnerstag, der 13. September 2018. Herzlich willkommen zu unserer wöchentlichen Ausgabe von „News in Slow German“! Hallo liebe Hörer! Hallo Michael! |
| Michael: | Hallo Clara! Hallo zusammen! |
| Clara: | Im ersten Teil unseres Programms geht es um aktuelle Ereignisse. Wir beginnen mit dem großen Militärmanöver in Ostsibirien. Anschließend sprechen wir über die politische Unsicherheit in Schweden nach den Wahlen am Sonntag. Danach unterhalten wir uns über die Ergebnisse der US Open und die Kontroverse um eines der Endspiele. Und zum Schluss sprechen wir über die Eröffnung des ersten Starbucks-Cafés in Italien. |
| Michael: | Super! |
| Clara: | Das ist aber noch nicht alles, Michael! Im zweiten Teil unseres Programms wird es um die deutsche Kultur und die deutsche Sprache gehen. Im Grammatikteil besprechen wir heute Dativpronomen. Und wir beenden unser Programm mit einer neuen deutschen Redewendung: „Sich etwas unter den Nagel reißen“. |
| Michael: | Klingt gut, Clara! Ich wäre dann soweit. |
| Clara: | Danke, Michael! Vorhang auf! |
Am Dienstag begann Russland „Wostok-2018“, die größte Militärübung des Landes seit dem Fall der Sowjetunion. Etwa 300.000 russische Soldaten, 36.000 Militärfahrzeuge, 1.000 Flugzeuge und 80 Schiffe nehmen an den Übungen in Ostsibirien teil. Ebenfalls beteiligt sind rund 3.500 chinesische Soldaten.
Die Übung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich die Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen wegen der Vorwürfe der Einmischung Russlands in die US-Wahlen und wegen der Konflikte in der Ukraine und in Syrien verschlechtern. Ein Kreml-Sprecher sagte, die Übungen seien angesichts der „aggressiven und unfreundlichen“ Einstellungen gegenüber Russland gerechtfertigt. Die NATO hat erklärt, die Übung zeige „die Konzentration Russlands auf die Vorbereitung seiner Kräfte auf einen groß angelegten Konflikt“.
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Keine der wichtigsten politischen Parteien Schwedens hat bei den Parlamentswahlen am vergangenen Sonntag genug Stimmen erhalten, um eine Mehrheit zu erreichen. Die Folge sind wahrscheinlich wochen- oder sogar monatelange Verhandlungen, in denen die Parteien versuchen werden, eine arbeitsfähige Regierung zu bilden. Unterdessen konnten die rechtsextremen ausländerfeindlichen Schwedendemokraten deutlich an Stimmen zulegen.
Die linksliberalen Sozialdemokraten, die größte und älteste Partei in Schweden, erhielt 28,4 Prozent der Stimmen, das schlechteste Ergebnis seit mehr als einhundert Jahren. Die liberal-konservative Moderate Partei erzielte 19,8 Prozent. Die Mitte-Links-Koalition, angeführt von den Sozialdemokraten, gewann 144 Sitze im schwedischen Parlament; und die Mitte-Rechts-Allianz, angeführt von der Moderaten Partei, erhielt 142 Sitze. Beide Blöcke verfehlten damit die für eine Mehrheit notwendigen 175 Sitze.
Die Schwedendemokraten, eine junge Partei mit Wurzeln in der Neonazi-Bewegung, erhielten 17,6 Prozent der Stimmen. Das war ein deutlicher Zugewinn gegenüber den letzten Wahlen im Jahr 2014, aber weniger, als die Umfragen prognostiziert hatten. Die Partei hatte im Vorfeld
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Novak Djokovic besiegte am Sonntag Juan del Potro und sicherte sich damit den Sieg im Herreneinzel bei den US Open in New York. Es war Djokovics dritter Sieg bei den US Open und sein 14. Grand-Slam-Titel. Am Tag zuvor hatte die 20-jährige Naomi Osaka im Finale der Frauen Serena Williams besiegt. Osaka ist die erste in Japan geborene Spielerin, die je einen Grand Slam-Titel gewann.
Die denkwürdigsten Momente des Finales am Samstag waren jedoch weniger das eigentliche Spiel, als vielmehr die Auseinandersetzungen zwischen Williams und dem Schiedsrichter des Matches, Carlos Ramos. Ramos erteilte Williams drei Verwarnungen. Die erste Verwarnung erhielt Williams, weil Ramos dachte, sie hätte Anweisungen von ihrem Trainer erhalten, was gegen die Regeln verstößt. Die zweite Verwarnung kam, nachdem Williams frustriert ihren Schläger auf dem Platz zertrümmert hatte, was sie einen Punkt kostete. Die dritte Verwarnung bekam Williams, weil sie Ramos als „Dieb“ bezeichnet hatte, nachdem er ihr den Punkt abgezogen hatte. Williams verlangte außerdem eine Entschuldigung von Ramos, weil dieser ihr wegen des angeblichen unerlaubten Coachings Betrug vorgeworfen hatte.
Die Vorfälle haben die Diskussion ü
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Am vergangenen Freitag standen Hunderte von Italienern und Touristen Schlange, um bei der Eröffnung des ersten Starbucks-Cafés in Mailand dabei zu sein. Das Café befindet sich in einem der historischen Gebäude von Mailand, nur wenige Schritte vom Mailänder Dom und dem Königlichen Palast entfernt.
Die 1971 in Seattle gegründete Firma Starbucks betreibt mit großem Erfolg mehr als 29.000 Cafés in 77 Ländern. Die Eröffnung einer neuen Filiale in Italien wurde als eine Herausforderung angesehen, da Italien als das Land bekannt ist, das den berühmten Espresso hervorgebracht hat. Starbucks erklärte, dass das Unternehmen nicht beabsichtige, mit den vielen Kaffeehäusern in der Stadt zu konkurrieren, sondern dass das Café als eine „Hommage“ an die italienische Kaffeekultur gedacht sei. Starbucks wolle sich darauf konzentrieren, „ein erstklassiges Erlebnis zu bieten, das sich von dem unterscheidet, was die Menschen in Italien gewohnt sind“. Das Café wird eine sehr große Auswahl an verschiedenen Kaffee-Geschmacksrichtungen, Eiscremes und Cocktails anbieten.
Die Reaktionen auf die Eröffnung der Kaffeehausketten-Filiale waren gemischt. Viele lokale Geschäfte sagen, dass sie „keine Angst“ vor dem
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| Clara: | Ich blättere gerade in Sigmund Freuds Bestseller „Traumdeutung“. Wenn man ihm glaubt, bedeutet mein gestriger Traum mal wieder nichts Gutes. In ihm springe ich neben einem schwarzen Hund und einem Messer vor einem rosa-roten Himmel Seil. |
| Michael: | Wow. Das ist mir schon klar. Wenn ich nun raten müsste, bescheinigt dir Freud damit unter Garantie eine unterdrückte Liebe zum Vater und den sexuellen Neid auf die Mutter. Stimmt’s? |
| Clara: | Sind wir wieder intolerant heute! |
| Michael: | Aha! Ich habe also recht! |
| Clara: | Und wenn es so wäre? Dir fehlt also der Glaube, dass unsere Träume uns möglicherweise viel über unsere unterdrückten Wünsche und Ängste verraten können. |
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I. Indirect Objects
Nouns that act as the indirect object in German sentences are in the dative case. Not surprisingly, when the indirect object is replaced with a pronoun, the pronoun is also in the dative. For the most part, these pronouns change to dative from their accusative and nominative forms. In English, we distinguish between direct and indirect objects by using prepositions. While this is also done in German, it is also common to find the meaning of prepositions like “for” and “to” included in the dative pronoun itself.II. Es ist mir (dir, ihm, etc.)
As you can see in the examples below, a common way to describe one’s current situation or feeling is the expression “es ist mir …” or simply “mir…”. Use “es ist mir” + a noun or an adjective to express how something is to you, or for you. For instance, “Es ist mir peinlich” literally translates to “it is to me embarrassing”, but in English we would say “it’s embarrassing for me.”Examples:
| Es ist mir neu. It’s new (to) me. Es ist ihm peinlich. It’s embarrassing (for) him. Wäre Ihnen das passend? Would that be convenient (for) you? Sie ist mir ein Rätsel. She’s a mystery (to) me. Mir ist kalt. It’s cold (to) me. |
III. Review
The indirect object receives the action of a verb indirectly, and answers the question “to whom” or “for whom”. Dative pronouns are used to replace nouns that play the indirect object role in the sentence.Examples:
| Ich schreibe meiner Mutter. I write (to) my mother. Ich schreibe ihr. I write (to) her. Wir beschreiben den Kunden das Produkt. We describe the product (to) the clients. Wir beschreiben ihnen das Produkt. We describe the product (to) them. Es geht Mattias gut. It’s going well (for) Mattias. Es geht ihm gut. It’s going well (for) him. |
IV. Pronouns in the Dative
In the chart below, we see how the indirect (dative) pronouns differ from the subject (nominative) pronouns:| Nominative | Dative | Nominative | Dative |
| ich | mir | wir | uns |
| du | dir | ihr | euch |
| er, sie, es | ihm, ihr, es | sie, Sie | ihnen, Ihnen |
*Note that Ihnen is capitalized to convey the formal just as the subject pronoun Sie is.
Further examples:
| Es ist ihnen egal. It doesn’t matter (to) them. Bei euch ist es anders? Is it different (for) you? Bitte zeigen Sie mir Ihren Ausweis. Please show me your ID. Wie kann ich Ihnen helfen? How may I help you? |
| Michael: | Ein Freund von mir ist gerade von einer Reise aus Namibia wiedergekommen. Er war sehr erstaunt, dass die deutsche Kultur in diesem Land so präsent ist. |
| Clara: | Und hast du eine Ahnung, warum das so sein könnte? |
| Michael: | Mein Kumpel hat es mir erklärt. Davor hatte ich keine Ahnung. |
| Clara: | Und was hat er dir so erklärt? |
| Michael: | Er hat gesagt, dass Deutschland sich im Rahmen der Kolonialisierung das afrikanische Land Namibia unter den Nagel gerissen hätte. |
| Clara: | Das ist ein bisschen harsch ausgedrückt, aber im Prinzip stimmt es. Namibia war für eine gewisse Zeit eine deutsche Kolonie. |
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Benutzt wird die Redewendung universell in der deutschen Sprache. Man unterscheidet im Gebrauch nicht, ob sich ein Global Player eine kleine Firma unter den Nagel reißt oder ein kleiner habgieriger Junge das letzte Stück Kuchen. Im direkten Dialog mit jemandem sollte man jedoch vorsichtig sein, da der Ausdruck auch eine Anschuldigung darstellt.
Fingernägel hatten früher eine redensartliche Bedeutung. Auch in der Bibel stehen lange Nägel als Synonym für diebische Absichten. Wer sich etwas unter den Nagel reißt, handelt also nicht aus Gutmütigkeit.
Übersetzungen ins Englische für unter den Nagel reißen sind “to swipe something“, “to grab something“, “to take over something“.
Beispiel 1:
Es war ja abzusehen, dass es nicht lange dauern würde, bis sich irgendeine Immobilienfirma dieses Baugrundstück in Berlin unter den Nagel reißt.It was clear, that it wouldn’t take long until some real estate company would swipe this building land in Berlin.
Beispiel 2:
Der kleine Nils ist ja nicht dumm. Er wusste genau, dass später viele Gäste zu Besuch kommen, also hat er sich schon mal genug Süßigkeiten unter den Nagel gerissen.Little Nils is not stupid. He knew exactly that there would be many guests coming to visit later, so he already grabbed enough candy.
Beispiel 3:
Ich bin ja der Meinung, dass es keine gerechte Abstimmung gegeben hat, wer die ausgeschriebene Professorenstelle bekommt. Es gab doch bestimmt vorher schon Absprachen und am Ende hat sich Herr Müller den Posten unter den Nagel gerissen.In my opinion it was not a fair vote about who will get the vacant faculty position. Most certainly, there were arrangements made before and in the end Mr. Müller took over the position.
- A: Schreibst du deiner Mutter oft?
B: Ja, ich schreibe oft. - Herr Müller, wie geht es heute?
- A: Kannst du uns morgen helfen?
B: Ja, ich helfe morgen. - A: Hast du den Polizisten beschrieben, wie der Räuber aussieht.
B: Ja, ich habe ihn beschrieben. - Meine Familie ist sehr wichtig.
- Ist kalt? Soll ich die Heizung anstellen?
- A: Willst du Currywurst oder Pommes frites?
B: Es ist egal. - Sie sucht eine bessere Arbeit, weil es wichtig ist, viel Geld zu verdienen.
- Herr Direktor, Ich wünsche viel Erfolg in Ihrer neuen Position.
- A: Wie gehts?
B: gehts gut!
Ich schreibe bezüglich der Pressekonferenz, auf der Sie morgen sprechen werden. Weil Sie die Gründung des neuen Büros in Ihrer Rede ankündigen werden, ist es wichtig, dem Publikum die Gründe dafür zu erklären. Die Firma muss beweisen, dass es die richtige Entscheidung ist. Annika, die bei der Pressestelle arbeitet, hat auch empfohlen, den Erfolg der Firma in den letzten paar Jahren aufzuzeigen. Ich stimme zu. Es ist wichtig, dass wir die Unterstützung des Publikums haben.
Weiterhin möchten Geldgeber unsere Statistiken sehen, die wir in einer Grafik zeigen könnten. Ich habe Fühlung mit dem Grafikdesigner aufgenommen und sagte , er solle eine Grafik anfertigen. Er hat sie elektronisch geschickt. Soll ich ihn fragen, ob er sich morgen mit treffen könnte, um die Grafik zu besprechen? Wenn morgen nicht passend wäre, geben Sie bitte Bescheid.
Mit freundlichen Grüßen, Heinrich