| Lisa: | Heute ist Donnerstag, der 9. Februar 2017. Willkommen zu unserer neuen Episode von News in Slow German! Hallo an alle Zuhörer! |
| Phillip: | Hallo Lisa! Hallo allerseits! |
| Lisa: | Im ersten Teil unseres Programms sprechen wir über die Vorwürfe, die gegen den ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy erhoben wurden. Dieser hat sich wegen illegaler Wahlkampffinanzierung im Jahr 2012 vor Gericht zu verantworten. Weiter geht es mit den Protesten in Rumänien, die in der letzten Woche begannen, nachdem die Regierung dort ein umstrittenes Dekret verabschiedet hatte. Außerdem sprechen wir über einen Bericht, der am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurde und demzufolge US-Präsident Donald Trump verlangt, dass sich seine Mitarbeiterinnen „wie Frauen kleiden“. Dieser Bericht fand eine große Resonanz auf Social Media. Wir beenden diesen Teil mit dem Super Bowl 2017, der am Sonntag in Houston in Texas stattgefunden hat und bei dem sich die New England Patriots und die Atlanta Falcons gegenüberstanden. |
| Phillip: | Das war ein unglaubliches Spiel, Lisa! Ich kann es kaum erwarten, mit unseren Zuhörern darüber zu diskutieren. |
| Lisa: | Daran habe ich nicht den geringsten Zweifel, Phillip. Und das machen wir auch gleich ... Jetzt geht es erst mal mit unseren Ankündigungen weiter. Im Grammatikteil unseres Programms haben wir einen Dialog mit vielen Beispielen zum heutigen Grammatikthema - nebenordnende Konjunktionen - und wir beenden das Programm mit einer neuen deutschen Redensart: „Nicht alle Tassen im Schrank haben“. |
| Phillip: | Alles klar. Ich bin soweit. |
| Lisa: | Na dann, los geht's! |
Am Dienstag wurde gegen den ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ein Prozess wegen illegaler Finanzierung des Wahlkampfes zu seiner Wiederwahl im Jahr 2012 angeordnet. Sarkozy wird vorgeworfen, etwa doppelt so viel Geld für seine Kampagne ausgegeben zu haben, als nach dem Gesetz erlaubt ist.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die politische Partei Sarkozys, die damalige Union für eine Volksbewegung (UMP), mit einer Public Relations-Firma konspiriert, um falsche Rechnungen auszustellen und der Partei, anstelle von Sarkozys Kampagne, etwa 18,5 Millionen Euro zu berechnen. Das Geld wurde in erster Linie dazu verwendet, aufwändige Wahlkampfkundgebungen zu finanzieren. Sarkozy bestreitet, von den gefälschten Rechnungen gewusst zu haben. Führungskräfte der Public Relations-Firma haben das Komplott jedoch eingestanden und mehrere Mitglieder der UMP wurden bereits angeklagt.
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Die rumänische Regierung hat gestern ein Misstrauensvotum überstanden, einen Tag, nachdem Präsident Klaus Iohannis erklärt hatte, das Land stecke in einer wahren politischen Krise. Diese Entwicklungen folgten im Anschluss an tagelange Massenproteste gegen ein Dekret, das die Strafverfolgung von Politikern wegen Korruption stark eingeschränkt hätte.
Die Proteste waren die größten seit dem Fall des kommunistischen Regimes 1989. Sie begannen in der letzten Woche, nachdem die Regierung eine Maßnahme durchgesetzt hatte, die Amtsmissbrauch und Korruption bei Summen von weniger als 44.000 Euro entkriminalisiert hätte. Von diesem Dekret hätten etliche Politiker profitiert, einschließlich Liviu Dragnea, der Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei. Ihm wird vorgeworfen, 24.000 Euro unterschlagen zu haben. Obwohl die Regierung das Gesetz am Sonntag zurückgezogen hat, wurden die Proteste fortgesetzt, aus Angst, dass ähnliche Gesetze in Kraft treten könnten.
Einige der Demonstranten haben gelobt, solange weiter zu protestieren, bis Schlüsselfiguren in der Regierung, inklusive Ministerpräsident Sorin Grindeanu, zurücktreten. Die Sozialdemokraten unter Grindeanu hatten im Dezember mit d
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Laut einem am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Artikel verlangt US-Präsident Donald Trump von seinen Mitarbeiterinnen, dass sie sich „wie Frauen kleiden“. Dies sorgte am vergangenen Wochenende für Aufruhr auf Social Media. Unter dem Hashtag #dresslikeawoman stellten Chirurginnen, Wissenschaftlerinnen und weibliche Angehörige des Militärs Fotos auf Twitter ein, auf denen sie in ihrer normalen Arbeitskleidung zu sehen sind.
Der Artikel erschien im politischen Newsletter Axios und beruft sich auf anonyme Quellen. Was es bedeutet, sich „wie Frauen zu kleiden“, wurde darin nicht näher ausgeführt. Der Autor schrieb jedoch: „Wir haben von Frauen gehört, die während des Wahlkampfs für Trump gearbeitet haben und die sich regelrecht unter Druck fühlten, Kleider zu tragen, um bei Trump Eindruck zu schinden“. Das sind Frauen, die mehr Zeit damit verbracht haben, von Haus zu Haus zu gehen, als exklusive Veranstaltungen zu besuchen.
Laut Mitteilung der Pressestelle hat das Weiße Haus keine offizielle Kleiderordnung. Jede Administration hat jedoch ihre eigenen Vorgaben. Während eine zwanglosere Bekleidung, beispielsweise in den Regierungen von Obama und Clinton, üblich war, bevorzug
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Im Super Bowl am vergangenen Sonntag lagen die New England Patriots zunächst mit 25 Punkten zurück, schafften dann jedoch ein Comeback und besiegten die Atlanta Falcons am Ende mit 34 zu 28. Für New England Quarterback Tom Brady und Trainer Bill Belichick war dies der fünfte Super Bowl-Titel. Das sind die meisten Titel, die ein Quarterback oder Trainer je gewonnen hat.
Atlanta dominierte in der ersten Hälfte des Spiels und konnte im zweiten Viertel drei Touchdowns erzielen. Anfang des dritten Viertels führten sie gegen die Patriots mit 28 zu 3. New England wurde dann deutlich stärker und erzielte 25 Punkte in den letzten 17 Minuten des Spiels. Zum Ende der regulären Spielzeit stand es 28 zu 28 unentschieden, und zum ersten Mal in der Geschichte des Super Bowls ging es in die Verlängerung. Sieben Minuten später erzielte New Englands James White den Touchdown, der das Spiel entschied.
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| Lisa: | Ich überlege mir, welche Bücher der Weltliteratur heute die größte Relevanz haben, aber es sind einfach zu viele. |
| Phillip: | Das macht Literatur ja nun eigentlich aus, denn Trivialitäten haben meist ein Haltbarkeitsdatum. In letzter Zeit hole ich immer „1984“ hervor, denn man muss sagen, dass George Orwell regelrecht prophetisch war und ich glaube, dass kaum ein anderes Buch heute noch eine solche Relevanz hat. |
| Lisa: | Das ist in der Tat eines meiner Lieblingsbücher und ich lese es mindestens einmal im Jahr. Da wir aber jetzt Blut geleckt haben, müssen wir auch „The Brave New World“ von Aldous Huxley und „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury erwähnen. |
| Phillip: | Das sind alles nicht nur fantastische Bücher, sondern sie sind auch mahnende Spiegel jeder Gesellschaft. Es gibt viele intelligente, dystopische Bücher dieser Art, die meist von Angelsachsen geschrieben wurden und ich habe mich schon immer gefragt, warum das so ist. |
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I. Theory
Conjunctions are used to connect sentences or clauses. In both English and German, there are different types of conjunctions. This lesson focuses specifically on coordinating conjunctions. Coordinating conjunctions connect or combine independent clauses, words or phrases and convey a relationship between them. Examples of coordinating conjunctions in English are: but, and, or, for, so, etc.In German, the most common coordinating conjunctions are: aber, denn, oder, und, and sondern. Because these conjunctions connect independent sentences, they do not require any change in word order.
| Ich bin in den Laden gegangen. Der Ladenbesitzer hat mich begrüßt. I went into the store. The store owner greeted me. Ich bin in den Laden gegangen und der Ladenbesitzer hat mich begrüßt. I went into the store and the store owner greeted me. Ich habe mich für die Stelle beworben. Sie wollten jemanden mit mehr Führungserfahrung. I applied for the position. They wanted someone with more managerial experience. Ich habe mich für die Stelle beworben, aber sie wollten jemanden mit mehr Führungserfahrung. I applied for the position, but they wanted someone with more managerial experience. |
II: Coordinating Conjunctions in German
Aber
| Er wollte als Torwart spielen, aber er hat sich das Bein gebrochen. He wanted to play as the goalie, but he broke his leg. Ich möchte gern Skandinavien besuchen, aber es ist dort zu teuer! I would like to visit Scandinavia, but it’s too expensive there! |
Denn
Denn offers an explanation for the information given in the clause before it. For this reason, it never appears at the start of the sentence. To convey “because” or “since” at the beginning of a sentence, the subordinate conjunctions weil or da should be used.| Ich kann dich nicht vom Flughafen abholen, denn ich habe keinen Führerschein. I can’t pick you up from the airport because I don’t have a driver’s license. Der Professor war nicht bei der Konferenz, denn er war krank. The professor was not at the conference because he was sick. |
Oder
| Gehen wir am Samstag ins Restaurant oder ins Kino? On Saturday, are we going out to eat or to the movies? Was trinkst du lieber: Rotwein oder Weißwein? Which do you prefer to drink: red wine or white wine? |
Und
| Ich trinke Wein und Bier. I drink wine and beer. Ich begann als Kind zu schreiben und jetzt studiere ich Kreatives Schreiben. I began writing as a child and now, I study creative writing. |
Sondern
In order to use sondern in a sentence, the first clause must contain a nicht or some other type of negative to show contrast with what sondern is introducing.| Er hat nicht in Paris studiert, sondern in Aix-en-Provence. He didn’t study in Paris, but rather in Aix-en-Provence. Wir werden nicht in einem Hotel übernachten, sondern bei einem Freund von mir. We won’t be staying in a hotel, but rather with a friend of mine. |
| Phillip: | Hast du eigentlich ein Lieblingsbier? |
| Lisa: | Nicht so richtig, aber ich mag die bayrischen Biere. |
| Phillip: | Dort hat die deutsche Braukultur auch ihren Ursprung. Wusstest du, dass ich mal Brauwesen studieren wollte? |
| Lisa: | Das wusste ich nicht. Ich hatte bis jetzt auch keine Ahnung, dass man Brauwesen studieren kann. Gibt es das wirklich? |
| Phillip: | Ja, und es wird immer beliebter. Sogar in Berlin gibt es einen Studiengang, obwohl Berlin bekannterweise ja nicht gerade prominent für seine Bierbraukunst ist. |
| Lisa: | Du kennst dich also bestens mit der deutschen Bierkultur aus? |
| Phillip: | Möchtest du etwa eine kleine Einführung in die Geschichte der Bierkultur? |
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Verwendung findet der Ausdruck nicht alle Tassen im Schrank haben hauptsächlich in der Umgangssprache. Man sollte den Gebrauch also auf den Familien- und Freundeskreis beschränken. Das liegt aber eher daran, dass man im öffentlichen und formellen Rahmen nicht schlecht über die Person gegenüber oder über einen Dritten reden sollte. Wenn man die Redewendung innerhalb der Familie oder unter Freunden benutzt, ist es harmlos, da man sich ja untereinander kennt. Meistens werden mit dem Ausdruck nicht alle Tassen im Schrank haben Leute bezeichnet, die zwar etwas Unsinniges sagen, vorschlagen oder tun, generell aber bei Verstand sind. Wenn man zu einem geistig behinderten Menschen sagt, er oder sie hat nicht alle Tassen im Schrank, ist das sehr unhöflich. Man sollte sich also vor der Benutzung des Ausdrucks sicher sein, dass man nicht in eine unbequeme Situation hineingerät.
Den Ursprung hat die Redewendung in der jiddischen Sprache. Das Wort „Toshia“, das im Jiddischen „Verstand“ bedeutet, ist zum Wort „Tasse“ in der deutschen Sprache geworden. So hat sich der Ausdruck nicht alle Tassen im Schrank haben herausgebildet. Im Deutschen gibt es einige Sprichwörter, die den Begriff „Tasse“ beinhalten. Auch hier ist weniger das aus Keramik gefertigte Trinkgefäß gemeint, als vielmehr das jiddische Wort für „Verstand“. Alle diese Sprichwörter, genauso wie nicht alle Tassen im Schrank haben, beziehen sich auf den menschlichen Gemütszustand oder den Verstand.
Übersetzungen ins Englische für nicht alle Tassen im Schrank haben sind “to be not right in the head”, “to be crazy”, “to have lost one's marbles”.
Beispiel 1:
Es schneit draußen und du gehst im T-Shirt spazieren? Ich glaube, du hast wohl nicht alle Tassen im Schrank!It is snowing outside and you are taking a walk just in a t-shirt? I think you lost your marbles!
Beispiel 2:
Er hat übermorgen eine wichtige Prüfung und hat immer noch nicht angefangen zu lernen. Ich fürchte, er hat irgendwie nicht alle Tassen im Schrank.Two days from now he has an important test and he still has not started to study. I’m afraid he is a little crazy.
Beispiel 3:
Wenn man die aktuelle politische Diskussion zur Flüchtlingspolitik verfolgt, könnte man denken, dass einige Leute nicht alle Tassen im Schrank haben.If you follow the current political discussion about the refugee policy, you think that some people are not quite right in the head.
| aber (2) | denn (1) | oder (2) | sondern (2) | und (3) |
Angela: Es war toll! Ich bin eine große Kunstliebhaberin ich fand die ganze Sammlung großartig.
Stefan: Ach so. Was für Kunst magst du denn?
Angela: Ich bin keine Kunstexpertin, ich liebe Gemälde, insbesondere Gemälde aus der Romantik. Und du?
Stefan: Tja, ich finde antike Kunst am interessantesten, die meisten antiken Kunstwerke stellen mythologische Figuren dar.
Angela: Gibt es viele Gemälde aus der Antike?
Stefan: Nein, es gibt nicht sehr viele Gemälde, eher Skulpturen.
Angela: Magst du lieber griechische Kunst römische?
Stefan: Beide! Diese Zivilisation war nicht nur Meister der Skulptur, auch der Architektur. Die Akropolis in Athen das Kolosseum sind Beispiele dafür.
Angela: Das stimmt. Bist du schon mal in Athen Rom gewesen?
Stefan: Noch nicht, ich hoffe, im Sommer zu verreisen diese Weltwunder der Antike zu besichtigen!
- Liest du lieber Krimis Sachbücher?
a - aber
b - oder
c - sondern - Als ich reinkam, wollte ich ihn begrüßen, ich habe seinen Namen vergessen.
a - denn
b - aber
c - oder - Mein Bruder ist kein Lehrer, Professor an der Uni.
a - aber
b - und
c - sondern - Sie müssen Ihre Forschungsarbeit morgen vor 10:00 Uhr einreichen, ich werde sie nicht akzeptieren.
a - oder
b - aber
c - denn - Ich konnte meine Forschungsarbeit nicht fristgerecht einreichen, mein Hund hat sie gegessen.
a - aber
b - sondern
c - denn - Wir machen unseren Italien-Urlaub nicht im Sommer, im Frühjahr.
a - sondern
b - aber
c - und - Ich hätte die Einweihungsfeier früher gegeben, es war wegen der Arbeit nicht möglich.
a - und
b - aber
c - oder - Es war kalt es gab keinen Wind. Deswegen sind wir nicht gesegelt.
a - sondern
b - aber
c - und - Wenn ihr Freizeit habt, geht ihr spazieren seht ihr lieber fern?
a - oder
b - sondern
c - und - Sie hat gehofft, eine Stelle in Deutschland zu erhalten, sie studiert seit einigen Jahren Deutsch.
a - sondern
b - aber
c - denn