| Lisa: | Heute ist Donnerstag, der 26. Januar 2017. Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von News in Slow German! Phillip ist in dieser Woche im Urlaub, und heute wird mir Clemens helfen, das Programm zu moderieren. Hallo, Clemens! |
| Clemens: | Hallo Lisa! Hallo an alle Zuhörer! |
| Lisa: | Im ersten Teil unseres Programms sprechen wir über den Amtsantritt des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, und die Protestdemonstrationen, die einen Tag später stattfanden. Wir sprechen außerdem über eine Lawine in Italien, die etliche Todesopfer gefordert hat. Und wir werden einen Bericht diskutieren, demzufolge 2016 als drittes Jahr in Folge den Wärmerekord gebrochen hat. Wir beenden den ersten Teil unseres Programms mit der Entscheidung eines Gerichts in Russland, einen russischen Yoga-Lehrer von der Anklage des illegalen Missionierens freizusprechen. |
| Clemens: | Hmmm ...! Ein Yoga-Lehrer wurde wegen illegalem Missionieren angeklagt? ... als er Yoga unterrichtet hat? |
| Lisa: | Ja, Clemens, unvorstellbar! Jetzt machen wir aber erstmal mit den Ankündigungen weiter ... Im zweiten Teil des Programms geht es um die deutsche Sprache und Kultur. Unser Grammatikdialog wird jede Menge Beispiele zum heutigen Grammatikthema ― Konjunktiv II ohne Hilfsverben ― beinhalten; und wir beenden das Programm mit einer neuen deutschen Redensart: „Ständig auf Achse sein“. |
| Clemens: | Tolles Programm, Lisa! |
| Lisa: | Danke, Clemens! Also dann, Vorhang auf! |
Mit dem Versprechen, dem Volk die Macht zurückzugeben, wurde Donald J. Trump am vergangenen Freitag als der fünfundvierzigste Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. In seiner 16-minütigen Rede zu seinem Amtsantritt prangerte der Immobilienmogul den Verlust von Arbeitsplätzen, den Zerfall der Infrastruktur und ein ineffizientes politisches System an und versprach eine „neue Vision“ für Amerika.
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Eine Lawine verschüttete am vergangenen Mittwoch ein Ferienhotel in Mittelitalien. Mindestens 29 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Lawine ereignete sich im Anschluss an eine Reihe von Erdbeben in einer Region, in der es bereits im August und Oktober des letzten Jahres starke Erdbeben gab.
Rettungskräfte mussten gegen tiefen Schnee und starken Wind ankämpfen, um das Hotel Rigopiano zu erreichen. Es befindet sich am Fuß des Gran Sasso-Bergs, etwa 135 Kilometer nordöstlich von Rom. Das Hotel war unter rund 60.000 Tonnen Schnee, Geröll und entwurzelten Bäumen begraben. Einsatzkräfte konnten neun Überlebende aus den Trümmern retten, den letzten von ihnen am Samstag. Drei Hundewelpen, die im Hotel lebten, wurden am Montag lebendig geborgen. Sechs Personen werden weiterhin vermisst. Die Hoffnung, sie lebend zu finden, wird mit jedem Tag geringer.
Am Dienstag ereignete sich eine weitere Tragödie, als ein Hubschrauber in einen Berghang stürzte, nachdem er einen verletzen Skifahrer gerettet hatte. Alle sechs Personen an Bord kamen dabei ums Leben. Zwei der Opfer hatten bei der Bergung von Lawinenopfern aus dem verschütteten Hotel geholfen.
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2016 war das bislang wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das berichteten Wissenschaftler am vergangenen Mittwoch. Die weltweite durchschnittliche Temperatur im letzten Jahr brach den Rekord von 2015, der wiederum den Rekord von 2014 gebrochen hatte. Wissenschaftler machen das Eingreifen des Menschen für den Anstieg der Temperaturen verantwortlich und fürchten katastrophale Folgen für Mensch und Natur, falls sich dieser Trend fortsetzt.
Die von den US-Behörden NASA und NOAA und dem britischen Met Office veröffentlichten Daten zeigen, dass 16 der 17 wärmsten jemals gemessenen Jahre seit dem Jahr 2000 aufgetreten sind. Obwohl das Klimaphänomen El Niño 2015 und 2016 einen Beitrag zur Erderwärmung geleistet hat, sagen die Forscher, dass die steigenden Konzentrationen von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen eine größere Rolle spielen. Die Daten von NASA zeigen, dass sich die Erde zwischen 2013 und 2016 um mehr als ein halbes Grad erwärmt hat. Das ist der bisher größte Temperaturanstieg in einem Zeitraum von drei Jahren.
In einigen Teilen der Welt, unter anderem in Afrika und Asien, wurden im vergangenen Jahr Rekordtemperaturen verzeichnet. Dürren, Überschwemmungen und sc
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Ein ungewöhnlicher Fall gegen einen russischen Yoga-Lehrer fand am vergangenen Mittwoch seinen Abschluss. Ein Gericht in Russland sprach den 44 Jahre alten Dmitri Ugai vom Vorwurf des illegalen Missionierens frei. Ugai war auf einem Festival im vergangenen Oktober verhaftet worden, wo er einen Vortrag über Yoga-Philosophie gehalten hatte. Er war Anfang des Monats offiziell angeklagt worden.
Missionarische Tätigkeiten sind in Russland laut einem im vergangenen Sommer erlassenen Anti-Terrorismus-Gesetz verboten. Dieses Gesetz verbietet das Bekehren und Predigen sowie die Verbreitung religiöser Schriften außerhalb von offiziell anerkannten religiösen Institutionen, wie zum Beispiel Kirchen. Ugai war angeklagt, Jugendliche auf dem Festival für eine „pseudo-hinduistischen Organisation“ rekrutiert zu haben. Er erklärte jedoch, dass er in seinem Vortrag weder religiöse Organisationen genannt noch religiöse Texte verwendet habe.
Die Anklage gegen Ugai beunruhigte Yoga-Fans und wurde von Menschenrechtsbeobachtern kritisiert, die der Meinung sind, dass die Gesetze zu vage sind. Bei einem Schuldspruch hätte Ugai eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 50.000 Rubel (783 Euro) zahlen müssen.
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| Lisa: | Ich weiß nicht, ob ich morgen zu diesem neuen Buchclub gehen soll, zu dem mich eine Kollegin eingeladen hat. |
| Clemens: | Sind die Leute nett? Ich finde immer, dass ist die Hauptsache, egal was man macht. |
| Lisa: | Natürlich! Wenn ich die Leute hasste, würde ich ja sofort nein sagen. |
| Clemens: | Und natürlich das Essen. Wenn es zum Beispiel Kuchen gäbe, kämen die meisten Leute sofort mit. |
| Lisa: | Naja. Wenn die Gastgeberin Apfelstrudel hätte, wäre das natürlich ein Anreiz! |
| Clemens: | Warum zögerst du denn überhaupt noch? |
| Lisa: | Ach, ich bin momentan ständig auf Achse. Ich überlege mir halt, ob ich nicht besser dran wäre, wenn ich einmal früher nach Hause käme und selber ein gutes Buch läse, anstatt in der Gruppe hochtrabend über ein Buch herumzuschwafeln. |
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I. Recap
The conditional in German is expressed through the Konjunktiv II also known as the second subjunctive. There are two ways to convey the conditional in German: using the modal verb würden with an infinitive (the method used most of the time), or by using the specific conditional conjugation of the verb (the subjunctive II form). The würden option is discussed further in another lesson.| Ich würde es wissen (conditional conveyed with würden). I would know it. Das wüsste ich nicht (subjunctive II). I wouldn’t know that. |
II. Subjunctive II vs. Würden
A. Most verbs, especially in the spoken language, use würden to express the conditional. This is mainly due to the fact that the subjunctive II forms of regular verbs are indistinguishable from their simple past forms because both take the endings: (-e, -est, -e, -en, -et, -en). Subjunctive II forms may be found in older texts, but the use of würden is becoming more and more popular even in writing.| Ich tanzte im Nachtclub (simple past). I danced at the nightclub. Ich *tanzte, wenn ich mir nicht das Bein gebrochen hätte (conditional). I would dance, had I not broken my leg. *although technically correct, this would not be used in most situations as to avoid ambiguity. Als er schnell arbeitete, hat er viele Fehler gemacht (simple past). When he was working quickly, he made a lot of mistakes. Wenn er schnell arbeitete, würde er viele Fehler machen (conditional). If he worked quickly, he would make many mistakes. |
B. Here, we see the difference between the tenses with a strong verb. Although in spoken language, würden is still often used, forms like this can still be found in writing although würden continues to gain frequency in both writing as well as in the oral language:
| Er kam nach der Arbeit nach Hause (simple past). He came home after work. Er käme früh nach Hause, wenn er nicht so viel Arbeit hätte (conditional). He would come home early, if he didn’t have so much work. Das Mädchen blieb zu Hause, weil sie krank war (simple past). The girl stayed home because she was sick. Wäre das Mädchen krank, bliebe sie zu Hause (conditional). Were the girl sick, she would stay home. |
C. Sein, haben, and gehen are almost always found in the subjunctive II form.
| Wenn ich reich wäre (sein), würde ich eine Weltreise machen. If I were rich, I would take a trip around the world. Hätte (haben) ich Zeit, würde ich Französisch lernen. If I had time, I would learn French. Wenn sie uns einladen würde, gingen (gehen) wir zur Party. If she would invite us, we would go to the party. |
| Clemens: | Hast du noch eine Tasse Kaffee für mich? Ich war am Wochenende in München auf dem Rockavaria Festival. |
| Lisa: | Du bist ja ständig auf Achse! Du musst auch mal den Ball ein wenig flach halten, mein Guter! Welche Bands hast du denn gesehen? |
| Clemens: | Iggy Pop war da und andere Heavy-Metal-Gruppen, härtere Musik. Und einen Film habe ich auch gesehen. |
| Lisa: | Oh, einen Film hast du da auf dem Festival gesehen? |
| Clemens: | Ja, ich habe Gutterdämmerung mit Nina Hagen gesehen, den lautesten Stummfilm aller Zeiten … Das war ein Metal-Rock-Stummfilm mit verschiedenen bekannten Musikern, die alle eine besondere Gitarre mit Superkräften haben wollten, mit Iggy Pop als gefallener Engel, untermalt von einer Rockband, ziemlich cool. |
| Lisa: | Oh, Nina Hagen ist wieder in einem Film zu sehen? Von ihr habe ich ja lange nichts mehr gehört. Der letzte Film, den ich mit ihr gesehen habe, war von 2006 mit Otto Waalkes ― Die sieben Zwerge - Der Wald ist nicht genug. In dem Film spielte auch ihre Tochter Cosma Shiva wieder mit. |
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Die auf die Radachse bezogene umgangssprachliche Wendung ist im Sinne von »unterwegs, auf Reisen sein« gebräuchlich. Der Ursprung der Redensart ist unbekannt. Auf Achse sein ist eine saloppe Umschreibung für die Fortbewegung mittels eines Eisenbahnzugs oder Autos; sie ist seit Ende des 19. Jahrhunderts belegt. Heutzutage heißt es für immer mehr Menschen berufstätig zu sein, viele Stunden unterwegs zu sein – und weg von Zuhause zu sein. Auf Achse sein bedeutet schlicht und einfach auf irgendeine Weise unterwegs zu sein.
Die wortwörtliche Übersetzung ist “to be constantly on an axle”. Im Englischen wird “to be constantly on the move” benutzt. Manchmal wird auch “always on the go”oder “to be out and about” verwendet.
Beispiel 1:
Ihr Vater war selten zu Hause, als Vertreter war er ständig auf Achse.Her father was seldom at home, as a representative he was constantly on the move.
Beispiel 2:
Wir waren mit dem Experten 24 Stunden auf Achse. In diesem Artikel zeigen wir euch, dass in Berlin zu jeder Uhrzeit was los ist.We were with the expert 24 hours on the move. In this article we show you that in Berlin something is happening at any time of the day.
Hint: Be aware of certain instances in which the simple past is needed rather than the conditional.
Deutsch 4
Aufsatz 1
Wenn ich in der Lotterie a. gewann b. gewänne , würde ich zuerst einen Teil des Geldes investieren. Ich glaube, dass das eine praktische Strategie a. wäre b. sein würde , Vermögen aufzubauen. Danach a. gab b. gäbe ich meinen Eltern etwas Geld, damit sie in Rente gehen können. Weil ich schon immer ein Interesse an Reisen a. hätte b. hatte , würde ich sicher mit dem Geld eine große Weltreise machen. Ich a. würde...reisen b. reiste nach Asien, Europa und Afrika . Wenn ich nach Kambodscha a. flöge b. flog , würde ich dort den alten Tempel Angkor Wat besichtigen. Es a. würde...sein b. wäre auch toll, die lokalen Spezialitäten zu probieren.
Nach dem Reisen a. fände b. fand ich einen neuen Wohnsitz. Ich a. hätte b. würde..haben gern eine Penthouse-Wohnung in einer modernen Stadt; New York zum Beispiel. Dort a. würde...veranstalten b. veranstaltete ich schicke Partys mit Promis. Obwohl es nicht nötig a. war b. wäre zu arbeiten, möchte ich meine eigene Sprachschule gründen, wo ich Deutsch unterrichten würde.
- Wenn ich jünger , würde ich mehr reisen (sein).
- wir mehr Geld, würden wir ein größeres Haus kaufen (haben).
- Ohne meinen Hund ich nie in der Stadt spazieren (gehen).
- Der Verdächtige tut, als ob er unschuldig (sein), und deshalb hat die Polizei ihn verhaftet.
- Ich nichts, wenn ich an deiner Stelle wäre (tun).
- Der verzweifelte Mann tut, als es keine Lösung (geben).
- Wenn ich , dass sie nicht gut miteinander auskommen, würde ich sie nicht einladen (wissen).
- wir bei dem Treffen, würden wir eine Lösung vorschlagen (sein).
- Wenn der Zug rechtzeitig , wäret ihr pünktlich (ankommen).
- Ich den Film großartig, wenn die Sondereffekte besser wären (finden).