| Lisa: | Heute ist Donnerstag, der 15. September 2016. Herzlich willkommen zu unserer wöchentlichen Ausgabe von News in Slow German! Ein Hallo an alle unsere Zuhörer! |
| Phillip: | Hallo Lisa! Hallo allerseits! |
| Lisa: | Im ersten Teil des heutigen Programms werden wir über die Warnung Südkoreas sprechen, dass Nordkorea unter Verletzung der Resolutionen der Vereinten Nationen bald einen erneuten Atomwaffentest ausführen könnte. Wir sprechen über den Aufruf des Außenministers von Luxemburg, Jean Asselborn vom Dienstag, Ungarn aus der EU auszuschließen. Weiter geht es mit den Ergebnissen einer am Donnerstag veröffentlichten Studie, die zeigt, dass ein Zehntel aller unberührten Naturgebiete in den letzten zwei Jahrzehnten zerstört wurde, und wir enden mit einer Verschwörungstheorie, die die Explosion einer SpaceX-Rakete am 1. September erklären soll - UFOs. |
| Phillip: | UFOs? 2016? Ich wusste nicht, dass es noch Leute gibt, die an so etwas glauben! |
| Lisa: | Du wirst dich wundern, Phillip! Wir werden die Einzelheiten hierzu in Kürze besprechen. Jetzt machen wir erst einmal mit den Ankündigungen weiter. Im zweiten Teil wird es, wie immer, um die deutsche Sprache und Kultur gehen. Im Grammatik-Abschnitt unseres Programms werden wir die Dativpronomen besprechen, und wir beenden unsere Sendung mit einer neuen deutschen Redewendung: „Mehr Glück als Verstand haben“. |
| Phillip: | Na prima, Lisa! Ich bin soweit. |
| Lisa: | Danke, Phillip! Vorhang auf! |
Nach der Durchführung seines bisher größten Atomwaffentests am vergangenen Freitag scheint Nordkorea laut Südkorea bereit zu sein, jederzeit einen weiteren Test durchzuführen. Südkorea und die USA drängen den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, die Sanktionen gegen Pjöngjang zu verschärfen; der Widerstand Chinas und Russlands könnte den Prozess jedoch verzögern.
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Der Außenminister Luxemburgs erklärte am Dienstag, dass Ungarn aus der EU ausgeschlossen werden sollte, weil das Land Flüchtlinge „schlimmer als wilde Tiere“ behandele. Dieser Schritt erfolgte im Zuge eines Aufrufs der ungarischen Regierung an die Staatsbürger, einen Plan der EU abzulehnen, der die Umsiedlung von fast 1.300 Asylbewerbern nach Ungarn vorsieht.
In einem Interview mit der deutschen Zeitung Die Welt hatte Jean Asselborn erklärt: „Wer wie Ungarn Zäune gegen Kriegsflüchtlinge baut ..., der sollte vorübergehend oder notfalls für immer aus der EU ausgeschlossen werden.“ Im letzten Jahr hatte Ungarn einen Zaun an der Grenze zu Serbien errichtet und den Übergang von Kroatien nach Ungarn gesperrt. Im vergangenen Juli gab die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch einen Bericht heraus, demzufolge Flüchtlinge, die nach Ungarn einreisen, „brutal geschlagen“ und zurück über die Grenze geschickt werden.
Ungarn hält Anfang Oktober ein Referendum zu den EU-Quoten für die Umsiedlung von Flüchtlingen ab. Die Regierung hat Broschüren an Millionen ungarische Haushalte versandt, in denen die Bürger aufgefordert werden, gegen den Plan zu stimmen.
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Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie ist in den letzten 20 Jahren ein Zehntel der unberührten Natur in der Welt verloren gegangen. Den Ergebnissen der Studie zufolge, die in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht wurden, ist Südamerika am stärksten von diesem Verlust betroffen. Der Kontinent hat nahezu 30 Prozent seiner Wildnis verloren.
Die Wissenschaftler definieren „Wildnis“ als Landschaften, die weitgehend frei von menschlichen Einflüssen sind. Sie verglichen eine aktuelle Karte dieser Gebiete mit einer entsprechenden Karte aus den 1990er Jahren, und stellten fest, dass rund 3,3 Millionen Quadratkilometer zerstört worden sind. Damit bleiben noch knapp über 30 Millionen Quadratkilometer erhalten. Laut Naturschutzexperten ist der Hauptgrund für diese Zerstörung die nicht nachhaltige Nutzung des Landes, wie zum Beispiel durch Landwirtschaft und Bergbau.
Große unberührte Naturgebiete sind von entscheidender Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt. Außerdem binden sie Treibhausgase und verlangsamen damit den Klimawandel. Sollte die Zerstörung der Wildnis mit demselben Tempo vorangehen wie bisher, sagen die Autoren der Studie voraus, dass in einem Ja
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Am vergangenen Freitag bat Elon Musk, der Gründer des Raumfahrtunternehmens SpaceX, NASA und die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Beantwortung der Frage, warum eine Rakete während eines Tests am 1. September explodiert war. In einer Reihe von Nachrichten auf Twitter erklärte Musk, dass dies der schwerste Fehlschlag war, den das Unternehmen bisher erlebt hat. Er sagte weiter, dass die Ermittler die Möglichkeit nicht ausschließen, dass die Rakete von einem Objekt getroffen wurde — was einige Leute zu Spekulationen veranlasst hat, ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) sei verantwortlich gewesen.
Die Rakete, die einen Kommunikationssatelliten für Facebook transportieren sollte, explodierte beim Tanken auf der Startrampe. Zum Zeitpunkt der Explosion waren die Triebwerke ausgeschaltet und es gab keine offensichtliche Wärmequelle. Die grobkörnigen Videoaufzeichnungen des Vorfalls zeigen ein Objekt, das in der Nähe der Rakete vorbeifliegt. Manche Beobachter denken, dass es sich dabei um eine Drohne oder ein Raumschiff handeln könnte.
„Wenn die Rakete zu explodieren beginnt, steigt von unten links ein UFO innerhalb von weniger als einer Sekunde auf mindestens 700 Meter auf“, twitterte jeman
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| Lisa: | Meine Nachbarin hat mich gebeten, mit ihrem Sohn eine Laterne für den Martinsumzug zu basteln. |
| Phillip: | Ah, St. Martin! Einer meiner Lieblingsbräuche! (singt) „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.“ |
| Lisa: | (leicht genervt) Ja, Ja. |
| Phillip: | „Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.“ |
| Lisa: | Reicht es jetzt? |
| Phillip: | Ok. Das sind schöne Erinnerungen, die mir etwas wert sind. Wieso denn jetzt schon? Bis zum 11. November ist ja noch reichlich Zeit. |
| Lisa: | Ich habe jetzt Zeit. Später nicht. |
| Phillip: | Und deiner Nachbarin — es ist ihr so recht? |
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I. Indirect Objects
Nouns that act as the indirect object in German sentences are in the dative case. Not surprisingly, when the indirect object is replaced with a pronoun, the pronoun is also in the dative. For the most part, these pronouns change to dative from their accusative and nominative forms. In English, we distinguish between direct and indirect objects by using prepositions. While this is also done in German, it is also common to find the meaning of prepositions like “for” and “to” included in the dative pronoun itself.II. Es ist mir (dir, ihm, etc.)
As you can see in the examples below, a common way to describe one’s current situation or feeling is the expression “es ist mir …” or simply “mir…”. Use “es ist mir” + a noun or an adjective to express how something is to you, or for you. For instance, “Es ist mir peinlich” literally translates to “it is to me embarrassing”, but in English we would say “it’s embarrassing for me.”Examples:
| Es ist mir neu. It’s new (to) me. Es ist ihm peinlich. It’s embarrassing (for) him. Wäre Ihnen das passend? Would that be convenient (for) you? Sie ist mir ein Rätsel. She’s a mystery (to) me. Mir ist kalt. It’s cold (to) me. |
III. Review
The indirect object receives the action of a verb indirectly, and answers the question “to whom” or “for whom”. Dative pronouns are used to replace nouns that play the indirect object role in the sentence.Examples:
| Ich schreibe meiner Mutter. I write (to) my mother. Ich schreibe ihr. I write (to) her. Wir beschreiben den Kunden das Produkt. We describe the product (to) the clients. Wir beschreiben ihnen das Produkt. We describe the product (to) them. Es geht Mattias gut. It’s going well (for) Mattias. Es geht ihm gut. It’s going well (for) him. |
IV. Pronouns in the Dative
In the chart below, we see how the indirect (dative) pronouns differ from the subject (nominative) pronouns:| Nominative | Dative | Nominative | Dative |
| ich | mir | wir | uns |
| du | dir | ihr | euch |
| er, sie, es | ihm, ihr, es | sie, Sie | ihnen, Ihnen |
*Note that Ihnen is capitalized to convey the formal just as the subject pronoun Sie is.
Further examples:
| Es ist ihnen egal. It doesn’t matter (to) them. Bei euch ist es anders? Is it different (for) you? Bitte zeigen Sie mir Ihren Ausweis. Please show me your ID. Wie kann ich Ihnen helfen? How may I help you? |
| Lisa: | Manchmal wünschte ich mir, ich wäre kreativer. |
| Phillip: | Wie kommst du denn jetzt darauf? |
| Lisa: | Die Deutschen sind ja bekannt für ihre Erfindungen. |
| Phillip: | Der erste Motor, das erste Auto, ich weiß. |
| Lisa: | Die Thermoskanne, das Fernsehen, die Röntgenstrahlen von Dr. Röntgen, der Dübel….. |
| Phillip: | Der Dübel? Was ist das denn? |
| Lisa: | Na dieses Plastikteilchen, in welches man eine Schraube steckt, wenn man ein Regal an der Wand befestigt. |
| Phillip: | Ach das Ding! |
| Lisa: | HARIBO Gummibärchen nicht zu vergessen! |
| Phillip: | Die roten Gummibärchen sind das A und O für mich! Die schmecken mir am besten. |
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Das Glück wird redensartlich sehr unterschiedlich behandelt. Während einerseits der Aspekt erkennbar ist, dass man es durch Anstrengungen beeinflussen kann, wird andererseits häufig die Blindheit des Glücks und seine Unbeeinflussbarkeit betont. Gegen seine intellektuelle Manipulierbarkeit sprechen neben der Redensart auch Sprichwörter wie: „Der dümmste Bauer erntet die größten Kartoffeln“. Die Redensart ist seit 1720 belegt und geht auf ein älteres Sprichwort von 1604 zurück: „Das Glück die Weisen verjagt, den Narren nichts versagt!“.
Die Redewendung ergibt sich aus der Vorstellung, dass intelligente Menschen zum Zögern und Zweifeln neigen und sich dadurch selbst behindern. Aber Erfolg hat weniger mit Intelligenz als mit Glück und Tatkraft zu tun. In unserer modernen Arbeitswelt sind diese Vorstellungen natürlich nicht haltbar, denn Erfolg hängt im Wesentlichen sowohl von der sozialen Herkunft als auch von der intellektuellen Leistungsfähigkeit ab.
Dieser Ausdruck kann wörtlich übersetzt werden "More luck than intellect, to have". Die englische Form wäre „to have more luck than sense“.
Beispiel 1:
Hier ist jemand, der mehr Glück als Verstand hat: Mein Cousin hat im Lotto gewonnen und ist in einer Nacht zum Millionär geworden. Noch nicht einmal ein ganzes Jahr später war er bankrott.Here’s someone who has more luck than sense: my cousin won the lottery and became a millionaire overnight. Less than a year later, he was broke.
Beispiel 2:
Der Fensterputzer entschied sich, das letzte Fenster ohne eine Absicherung zu putzen. Er stürzte in die Tiefe, aber glücklicherweise, statt auf dem Asphalt zu landen, erwischte er ein Auto, welches seinen Fall abbremste. Das rettete sein Leben. Ganz eindeutig, dass er mehr Glück als Verstand hatte.The window cleaner decided to clean the last window without a harness. He fell down, but luckily he landed on a car which broke his fall, and saved his life. Clearly, he had more luck than sense.
- A: Schreibst du deiner Mutter oft?
B: Ja, ich schreibe oft. - Herr Müller, wie geht es heute?
- A: Kannst du uns morgen helfen?
B: Ja, ich helfe morgen. - A: Hast du den Polizisten beschrieben, wie der Räuber aussieht.
B: Ja, ich habe ihn beschrieben. - Meine Familie ist sehr wichtig.
- Ist kalt? Soll ich die Heizung anstellen?
- A: Willst du Currywurst oder Pommes frites?
B: Es ist egal. - Sie sucht eine bessere Arbeit, weil es wichtig ist, viel Geld zu verdienen.
- Herr Direktor, Ich wünsche viel Erfolg in Ihrer neuen Position.
- A: Wie gehts?
B: gehts gut!
Ich schreibe bezüglich der Pressekonferenz, auf der Sie morgen sprechen werden. Weil Sie die Gründung des neuen Büros in Ihrer Rede ankündigen werden, ist es wichtig, dem Publikum die Gründe dafür zu erklären. Die Firma muss beweisen, dass es die richtige Entscheidung ist. Annika, die bei der Pressestelle arbeitet, hat auch empfohlen, den Erfolg der Firma in den letzten paar Jahren aufzuzeigen. Ich stimme zu. Es ist wichtig, dass wir die Unterstützung des Publikums haben.
Weiterhin möchten Geldgeber unsere Statistiken sehen, die wir in einer Grafik zeigen könnten. Ich habe Fühlung mit dem Grafikdesigner aufgenommen und sagte , er solle eine Grafik anfertigen. Er hat sie elektronisch geschickt. Soll ich ihn fragen, ob er sich morgen mit treffen könnte, um die Grafik zu besprechen? Wenn morgen nicht passend wäre, geben Sie bitte Bescheid.
Mit freundlichen Grüßen, Heinrich