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Hopfen und Malz verloren seinTo be a lost cause


Bierkonsum in Deutschland geht drastisch zurück

Robin: Der Bierkonsum in Deutschland ist auf einen historisch niedrigen Wert gesunken. Beim Bier ist bald Hopfen und Malz verloren.
Jana: Ganz so schlimm kann es ja nun nicht sein. Die Deutschen trinken immer noch eine Menge Bier. Man könnte meinen, immer noch viel zu viel.
Robin: Der durchschnittliche Deutsche trinkt pro Kopf nur noch knapp 90 Liter Bier im Jahr. Der Gesamtumsatz lag 2025 nur bei 7,8 Milliarden Litern.
Jana: Ach was! Bei dir ist wirklich Hopfen und Malz verloren, so, wie du immer übertreibst. 90 Liter sind eine halbe Flasche Bier pro Tag pro Kopf, wenn man davon ausgeht, dass eine Bierflasche 0,5 Liter hat. Das ist immer noch eine enorme Menge.
Robin: Ich sage nur, dass diese Zahl 1993, als die Konsumstatistik zum ersten Mal erhoben wurde, bei 135,9 Litern lag. Das ist ein Rückgang, lass mich mal rechnen, von mehr als 34 %. Das ist ein massiver Rückgang!
Jana: Na gut. Für die Bierbrauer tut es mir leid, Oder schlimmer noch, für die Hopfenbauern. Für letztere ist wirklich buchstäblich Hopfen und Malz verloren.
Robin: Das muss man wirklich so sagen. In den letzten zwei Jahren ist der Preis von Hopfen um 90 % gesunken. Hopfen kostet mittlerweile nur etwa ein Euro pro Kilo, was unter den Herstellungskosten liegt. Überall müssen Hopfenproduzenten aufgeben oder etwas anderes anbauen.

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Hopfen und Malz verloren sein bedeutet, dass alle Mühe vergeblich ist, dass etwas umsonst ist, dass man die Hoffnung aufgegeben hat, dass jemandem nicht zu helfen ist, dass jemand unverbesserlich oder nicht zu retten ist. Ein gleichbedeutendes Wort ist vergebens.

Die Redewendung ist umgangssprachlich und wird eher in informellen Situationen verwendet. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt, aber man kann annehmen, dass diese Redewendung aus der Bierbrauerei stammt. Angeblich gibt es die Redewendung seit dem 9. Jahrhundert. In ein richtiges Bier gehören laut dem deutschen Reinheitsgebot 1516 ja nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Und wenn mit Malz und Hopfen etwas schief ging, waren die wichtigsten Zutaten beim Bierbrauen verloren. Oder wenn gar ein Unglück beim Brauen im späteren Gärprozess geschah, dann war die ganze Mischung ruiniert. Früher beschuldigte man manchmal sogar eine Bierhexe, die den Brauvorgang verhext haben soll. Der deutsche Dramatiker August von Kotzebue (1761–1819) schrieb „Männer sind ganz unverbesserlich geboren, an ihnen ist der Hopfen wie das Malz verloren“. Und auch bei Goethe (1749–1832) fand man eine ähnliche Aussage. „Oft ist Malz und Hopfen, an so viel armen Tropfen, so viel verkehrten Toren, und alle Müh verloren“.

Die wortwörtliche Übersetzung von Hopfen und Malz verloren sein ist hops and malt being lost. Auf Englisch würde man vielleicht to be a hopeless case oder to be a lost cause verwenden.

Beispiel 1:

Als Claudia schon wieder vergessen hatte, ihre Wäsche wegzuräumen, sagte ihre Mutter nur: „Ich glaube, bei dir sind wirklich Hopfen und Malz verloren. Ab heute machst du das selbst.“
When Claudia had forgotten again to put her laundry away, her mother said, "I think you really are a lost cause. From today on you will do it yourself."

Beispiel 2:

Als Peter schon wieder eine, wie er sie nannte, antike Vase nach Hause brachte, sagte seine Frau nur, dass bei ihm Hopfen und Malz verloren seien und fragte ihn, wo er denn dieses „Schmuckstück“ hinstellen wollte.
When Peter brought home another, as he called them, antique vase, his wife only said that he was a hopeless case and asked him where he wanted to put this “gem”.