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Federn lassenTo suffer


Der Wolf in Deutschland: Abschießen oder schützen?

Michael: In Deutschland gibt es wieder Wölfe! Nachdem der Wolf im 19. Jahrhundert extrem Federn lassen musste und in Deutschland ausgerottet wurde, hat er sich in den letzten 20 Jahren wieder in Deutschland angesiedelt. Insbesondere im Norden und Osten Deutschlands ist der Wolf wieder heimisch, nachdem er aus Polen bei uns eingewandert ist. Mittlerweile breitet er sich auch in Richtung Süden massiv aus.
Jana: Ja, das ist sehr kontrovers. Dem Wolf kommt zugute, dass er von einem sehr strikten Bundesnaturschutzgesetz geschützt wird. Wer ohne Erlaubnis einen Wolf abschießt, muss mit hohen Geldstrafen und sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.
Michael: Der Wolf ist natürlich auch extrem anpassungsfähig.
Jana: Genau. Im Bestand 2024/2025 wurden 219 Rudel, 43 Paare und 14 sesshafte Einzelwölfe gezählt. Das sind ungefähr 1.600 bis 3.300 Tiere.
Michael: Und so genau kann man sie auch nicht zählen. Es werden wesentlich mehr sein. Jetzt werden natürlich wieder Ängste in der Bevölkerung wach. Man kann anscheinend nicht sein Leben lang in Grimms Märchen vom bösen Wolf lesen und dann vollkommen beruhigt sein. Dabei ist der Wolf für uns Menschen harmlos.

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Federn lassen bedeutet, dass man einen Schaden erleidet oder geschädigt wird, dass man Einbußen hinnehmen muss, dass man etwas verliert, dass etwas negative Folgen hat, dass man eine Niederlage einstecken muss oder erfolglos war und nicht gewonnen hat. Ein gleichbedeutendes Wort ist einbüßen.

Man kann diese Redensart im normalen Sprachgebrauch eher in informellen Situationen verwenden. Der Ursprung der Redensart ist unbekannt, es wird aber vermutet, dass er in der Natur liegt. Wenn man ein Huhn oder eine Ente oder Gans zubereiten möchte, ist es normalerweise üblich, diese zu rupfen. Oder man geht in den Supermarkt und kauft ein verpacktes, schon gerupftes Federvieh. Und das Rupfen ist nichts anderes als die Federn aus der Haut zu ziehen. Wie der Mensch manchmal Haare lassen muss. Roman Herberth hat dies in einem Gedicht 'Ein paar Federn lassen' schön erklärt:

Das Schicksal weist uns in die Schranken. Kein Wunder, dass man aufbegehrt.
(Man sollte sich vielleicht bedanken, wenn es uns an den Karren fährt).
Man pfeift auf die Gardinenpredigt. Und sähe sich doch besser vor.
Ist man am Ende ganz erledigt, hat man erneut ein offnes Ohr.
Erst nach dem 'Ein paar Federn lassen', wird überlegt und nachgedacht.
Die Dummheit kriegt man erst zu fassen, wenn sie uns ernsthaft Kummer macht.
Die Sturheit rät uns zu verharren. Dann hat man sich darauf versteift.
Das Schicksal hält uns dann zum Narren, bis man den tiefen Sinn begreift.


Die wortwörtliche Übersetzung von Federn lassen ist to leave feathers. Auf Englisch würde man vielleicht to get burned oder to suffer oder to get a couple dents verwenden.

Beispiel 1:

Claudia war viel glücklicher ohne Martin, nachdem ihre Oma sagte, dass man in einer Beziehung manchmal Federn lassen muss, um klar zu sehen.
Claudia was much happier without Martin after her grandma had said that sometimes you have to get burned in a relationship to see clearly.

Beispiel 2:

Volkswagen hat durch den Abgas-Skandal kräftig Federn lassen müssen und dies verursachte einen starken Fall der VW-Aktienkurse.
Volkswagen suffered badly because of the exhaust scandal and this caused a sharp decline in the VW stock prices.