| Phillip: | Ich habe heute erst einmal Frühjahrsputz gemacht und dabei ist mir eine Kiste mit Kinderbüchern in die Hände gefallen. |
| Lisa: | Von Klein-Phillip? Was war denn da dabei? Der „Struwwelpeter”? Oder „Der Suppenkasper”? |
| Phillip: | Ja, natürlich waren die beiden dabei. Und weil wir bei den Klassikern sind, ich habe auch „Max und Moritz“ gefunden. Die beiden Jungen mussten ja richtig Federn lassen. |
| Lisa: | Nunja, sie haben ja ständig etwas im Schilde geführt. Mit ihren sieben Streichen haben die beiden in Wilhelm Buschs Klassiker die ganze Ortschaft terrorisiert. |
| Phillip: | Das ist aber trotzdem kein Grund, die beiden am Ende der Geschichte sterben zu lassen! Ein wenig Federn lassen wäre ja ganz angenehm gewesen, aber das? |
| Lisa: | Was hatten die beiden denn angestellt? Ich kann mich dunkel an Witwe Bolte erinnern, deren Hühner sie töteten und dann, als die arme Frau diese mit Tränen in den Augen zubereitete, stahlen die beiden Lümmel die gebratenen Hähnchen und aßen sie einfach auf! |
Federn lassen bedeutet, dass man einen Schaden erleidet oder geschädigt wird, dass man Einbußen hinnehmen muss, dass man etwas verliert, dass etwas negative Folgen hat, dass man eine Niederlage einstecken muss oder erfolglos war und nicht gewonnen hat. Ein gleichbedeutendes Wort ist einbüßen.
Man kann diese Redensart im normalen Sprachgebrauch eher in informellen Situationen verwenden. Der Ursprung der Redensart ist unbekannt, es wird aber vermutet, dass er in der Natur liegt. Wenn man ein Huhn oder eine Ente oder Gans zubereiten möchte, ist es normalerweise üblich, diese zu rupfen. Oder man geht in den Supermarkt und kauft ein verpacktes, schon gerupftes Federvieh. Und das Rupfen ist nichts anderes als die Federn aus der Haut zu ziehen. Wie der Mensch manchmal Haare lassen muss. Roman Herberth hat dies in einem Gedicht 'Ein paar Federn lassen' schön erklärt:
Das Schicksal weist uns in die Schranken. Kein Wunder, dass man aufbegehrt.
(Man sollte sich vielleicht bedanken, wenn es uns an den Karren fährt).
Man pfeift auf die Gardinenpredigt. Und sähe sich doch besser vor.
Ist man am Ende ganz erledigt, hat man erneut ein offnes Ohr.
Erst nach dem 'Ein paar Federn lassen', wird überlegt und nachgedacht.
Die Dummheit kriegt man erst zu fassen, wenn sie uns ernsthaft Kummer macht.
Die Sturheit rät uns zu verharren. Dann hat man sich darauf versteift.
Das Schicksal hält uns dann zum Narren, bis man den tiefen Sinn begreift.
Die wortwörtliche Übersetzung von Federn lassen ist to leave feathers. Auf Englisch würde man vielleicht “to get burned” oder “to suffer” oder “to get a couple dents” verwenden.
Claudia was much happier without Martin after her grandma had said that sometimes you have to get burned in a relationship to see clearly.
Volkswagen suffered badly because of the exhaust scandal and this caused a sharp decline in the VW stock prices.
Man kann diese Redensart im normalen Sprachgebrauch eher in informellen Situationen verwenden. Der Ursprung der Redensart ist unbekannt, es wird aber vermutet, dass er in der Natur liegt. Wenn man ein Huhn oder eine Ente oder Gans zubereiten möchte, ist es normalerweise üblich, diese zu rupfen. Oder man geht in den Supermarkt und kauft ein verpacktes, schon gerupftes Federvieh. Und das Rupfen ist nichts anderes als die Federn aus der Haut zu ziehen. Wie der Mensch manchmal Haare lassen muss. Roman Herberth hat dies in einem Gedicht 'Ein paar Federn lassen' schön erklärt:
Das Schicksal weist uns in die Schranken. Kein Wunder, dass man aufbegehrt.
(Man sollte sich vielleicht bedanken, wenn es uns an den Karren fährt).
Man pfeift auf die Gardinenpredigt. Und sähe sich doch besser vor.
Ist man am Ende ganz erledigt, hat man erneut ein offnes Ohr.
Erst nach dem 'Ein paar Federn lassen', wird überlegt und nachgedacht.
Die Dummheit kriegt man erst zu fassen, wenn sie uns ernsthaft Kummer macht.
Die Sturheit rät uns zu verharren. Dann hat man sich darauf versteift.
Das Schicksal hält uns dann zum Narren, bis man den tiefen Sinn begreift.
Die wortwörtliche Übersetzung von Federn lassen ist to leave feathers. Auf Englisch würde man vielleicht “to get burned” oder “to suffer” oder “to get a couple dents” verwenden.
Beispiel 1:
Claudia war viel glücklicher ohne Martin, nachdem ihre Oma sagte, dass man in einer Beziehung manchmal Federn lassen muss, um klar zu sehen.Claudia was much happier without Martin after her grandma had said that sometimes you have to get burned in a relationship to see clearly.
Beispiel 2:
Volkswagen hat durch den Abgas-Skandal kräftig Federn lassen müssen und dies verursachte einen starken Fall der VW-Aktienkurse.Volkswagen suffered badly because of the exhaust scandal and this caused a sharp decline in the VW stock prices.