| Clara: | Heute ist Donnerstag, der 19. Juli 2018. Herzlich willkommen zu unserer wöchentlichen Ausgabe von „News in Slow German“! Hallo liebe Zuhörer! Hallo Michael. |
| Michael: | Hallo Clara! Hallo zusammen! |
| Clara: | Im ersten Teil unseres Programms geht es um aktuelle Ereignisse. Wir beginnen mit einer Diskussion des NATO-Gipfels der letzten Woche, sowie von Trumps Besuch in Großbritannien und dem Gipfeltreffen von Trump und Putin. Anschließend sprechen wir über das weltweit größte bilaterale Handelsabkommen, das am Dienstag von der EU und Japan unterzeichnet wurde. Danach werden wir uns über das Ergebnis einer Studie unterhalten, die die Auswirkungen von Hitzewellen auf das Denkvermögen und die Entscheidungsfähigkeit untersucht hat. Und zum Schluss sprechen wir über das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2018. |
| Michael: | Super! |
| Clara: | Das ist aber noch nicht alles, Michael! Im zweiten Teil unseres Programms wird es, wie immer, um die deutsche Kultur und die deutsche Sprache gehen. Im Grammatikteil unseres Programms werden wir den Gebrauch der Artikel im Akkusativ besprechen, und wir beenden unser Programm mit einer neuen deutschen Redewendung „Durch die Lappen gehen“. |
| Michael: | Klingt gut, Clara! Los geht's! |
| Clara: | Ja, Michael! Vorhang auf |
Eine Reihe hochrangiger Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und anderen Staatsoberhäuptern sorgte für Verwirrung über die Haltung der USA gegenüber der NATO, Russland und anderen wichtigen globalen Themen. Am Montag traf sich Trump zu einem persönlichen Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Anschließend erklärte er vor Reportern, dass er keinen Grund sehe, warum sich Russland in die amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2016 eingemischt haben sollte. Er übte auch keine Kritik an der russischen Invasion der Ukraine oder der Annexion der Krim.
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Die Europäische Union und Japan haben am Dienstag ein umfangreiches Handelsabkommen unterzeichnet, das die Zölle auf die meisten Waren senkt oder abschafft. Jean-Claude Juncker, der Präsident der Europäischen Kommission, erklärte, die Vereinbarung zeige, dass es beim Handel um „mehr als Zölle und Beschränkungen“ gehe. Stattdessen gehe es vielmehr um „Werte, Grundsätze und das Finden von Lösungen, von denen alle Beteiligten profitieren“.
Das Abkommen umfasst 600 Millionen Menschen und fast ein Drittel der Weltwirtschaft. Es wird die Preise senken, die japanische Verbraucher für europäische Weine, Schweinefleisch, Handtaschen und Arzneimittel bezahlen, während in Europa Tee, Fisch und Maschinenteile aus Japan billiger werden. Rund 99 Prozent der Zölle auf japanische Exporte nach Europa werden aufgehoben. Das umfasst auch Autos. Rund 94 Prozent der Zölle auf europäische Waren, die nach Japan exportiert werden, werden abgeschafft; diese Zahl soll auf 99 Prozent steigen.
Die beiden Parteien unterzeichneten außerdem ein Abkommen, das den Austausch von Daten zwischen der EU und Japan ermöglichen soll. Die Gesetzgeber in Europa und Japan müssen die Handelsmaßnahmen noch genehmigen. Sie solle
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Eine neue Studie bestätigt, was viele schon seit Langem vermuten: Unangenehm hohe Temperaturen können das Denkvermögen beeinträchtigen. Forscher an der Harvard-Universität in den USA haben festgestellt, dass College-Studenten, die in wärmeren Studentenwohnheimen lebten, während einer Hitzewelle bei kognitiven Tests deutlich schlechter abschnitten als Studenten aus kühleren Unterkünften.
Die am 10. Juli in der Fachzeitschrift PLOS Medicine veröffentlichte Studie verfolgte 44 Studenten in Boston vor, während und nach einer Hitzewelle. Die Hälfte der Studenten lebte in einem klimatisierten Gebäude; die andere Hälfte lebte ohne Klimaanlage. Zwölf Tage lang mussten alle Studenten täglich kognitive Tests absolvieren. Während der Hitzewelle brauchten Studenten, die in heißeren Gebäuden lebten, 13 Prozent länger für ihre Antworten als ihre Studienkollegen aus den kühleren Gebäuden. Die Studenten ohne Klimaanlage hatten außerdem mehr falsche Antworten.
Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass hohe Temperaturen die Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigen können. Eine US-Studie aus dem Jahr 2012 ergab beispielsweise, dass beim Korrekturlesen eines Artikels wesentlich mehr Fehler in einem war
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Im Fußball-WM-Endspiel im Luschniki-Stadion in Moskau am vergangenen Sonntag besiegte Frankreich Kroatien mit 4:2. Das war nach 1998 der zweite WM-Titel für die Franzosen. Kroatien spielte 1998 zum ersten Mal in der Weltmeisterschaft und belegte damals den dritten Platz.
Frankreich galt vor dem Turnier als einer der Favoriten. Das französische Team bewies sich während der gesamten WM als die stärkste Mannschaft. Das Team bestand aus jungen Spielern, darunter Kylian Mbappé, der als zweiter Teenager bei einer Weltmeisterschaft überhaupt ein Tor erzielte. Der erste war Pele 1958. Mit nur vier Millionen Einwohnern war Kroatien das kleinste Land in einem WM-Endspiel seit Uruguay im Jahr 1950.
Nach ihrer Rückkehr am Montag wurden die WM-Sieger auf der Champs Elysees in Paris jubelnd von Hunderttausenden von Fans empfangen. In Zagreb gingen am Sonntagabend ebenfalls hunderttausende Fans auf die Straße, um die Leistung ihrer Mannschaft und ihres Landes zu feiern.
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| Clara: | Welches Land hat deiner Meinung nach die schönste Flagge? |
| Michael: | Auf jeden Fall nicht Deutschland. Das ist schon mal klar. Ästhetisch gesehen ist die deutsche Flagge ausgesprochen unattraktiv, findest du nicht? |
| Clara: | Es gibt zwar schlimmere Flaggen, aber ich muss zugeben, dass drei Streifen in schwarz, rot und gold für eine Flagge nicht unbedingt ideal sind. |
| Michael: | Ich halte die besten Flaggen für die, die man sofort erkennen kann. Ich nenne hier mal den Union Jack, den ich persönlich für die attraktivste Flagge der Welt halte. Ich liebe auch die Flagge Israels und die Flagge von Japan. Beide sind originell, farblich schön und sofort zu erkennen. |
| Clara: | Ich mag die Flagge der Europäischen Union. |
| Michael: | Wieso haben wir eigentlich die Farben Schwarz-Rot-Gold? Ich habe einmal einen Lehrer gefragt, der mir das erklärt hat, aber ich muss es irgendwie verdrängt haben. Ich hasste den guten Mann. |
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Theory
The accusative case is also known as the objective case as it affects the direct object of the sentence. Typically, the direct object is the noun that the verb acts on. In other words, the direct object is who or what directly receives the action of the noun.In the following example we see the roles of each word:
| Die Frau sieht… The woman (subject) sees (verb)... Was sieht die Frau? What does the woman see? Die Frau sieht einen Vogel. The woman sees a bird. (direct object) |
Further examples:
| Ich sehe den Mann. I see the man. Können wir die Situation diskutieren. Can we discuss the situation. Besuchst du Berlin? Are you visiting Berlin? |
Because English doesn’t have cases, we have a very strict word order to show the subject and object in each sentence. In German, word order has less of an impact because the cases show the role of each word.
Consider this example: despite the change in word order, the sentences are saying the same exact thing.
| Der Mann sieht den Hund. The man sees the dog. Den Hund sieht der Mann. The man sees the dog. |
Articles
As you can see from the charts below, there is not much of a change in the articles between the nominative and accusative. The only difference is the masculine singular. For all other articles, the context usually reveals which case the noun is in.I. Definite articles in the accusative:
Masculine | Feminine | Neuter | |
Singular | den | die | das |
Plural | die | ||
II. Indefinite articles in the accusative:
Masculine | Feminine | Neuter | |
Singular | einen | eine | ein |
Plural | x | ||
III. Kein in the accusative:
Masculine | Feminine | Neuter | |
Singular | keinen | keine | kein |
Plural | keine | ||
Examples:
| Trinkst du gern Bier? Do you like drinking beer? Ich habe keinen Bruder. I don’t have any brothers. Kennt ihr den Professor? Do you know the professor? Liest du oft Bücher? Do you often read books? |
| Clara: | Warst du traurig, dass Deutschland bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 schon in der Vorrunde gescheitert ist? |
| Michael: | Ja, ich habe mir gewünscht, dass wir wieder Weltmeister werden. Aber der Titel ist uns dieses Mal leider durch die Lappen gegangen. |
| Clara: | Du scheinst dich ja sehr stark mit der deutschen Fußballmannschaft zu identifizieren. |
| Michael: | Wieso denkst du das? |
| Clara: | Naja, du sprichst in der ersten Person Plural, wenn es um das Thema Fußball-Weltmeisterschaft geht. |
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Man benutzt den Ausdruck durch die Lappen gehen universell in allen möglichen Situationen in der deutschen Sprache, sowohl in der Schriftsprache als auch in der gesprochenen Sprache. Er ist nicht umgangssprachlich und man versteht ihn überall. Vom Gespräch bei einer Grillparty bis hin zur Ausgabe einer renommierten nationalen Zeitung findet die Redensart durch die Lappen gehen Anwendung.
Ihre Herkunft hat die Redewendung durch die Lappen gehen in der Jägersprache. Früher hängten Jäger Stofflappen im Wald auf, damit Tiere nicht so schnell fliehen konnten. Wenn doch mal eines ungewollt weggelaufen ist, dann war es durch die Lappen gegangen.
Übersetzungen ins Englische für durch die Lappen gehen sind “to slip through the fingers”, “to miss out”, “to let escape”.
Beispiel 1:
Im Sommer kommt meine Lieblingsband endlich für ein Konzert nach Deutschland. Diese Gelegenheit geht mir nicht durch die Lappen, ich kaufe mir gleich ein Ticket.My favorite band is coming to play a concert in Germany this summer. I’m not going to let this opportunity slip through my fingers, I’m going to buy a ticket right now.
Beispiel 2:
Euch sind leider die Kekse durch die Lappen gegangen, wir haben die schon alle aufgegessen. Das kommt davon, wenn man zu spät ist.Unfortunately you missed out on the cookies, we already ate them all. This is what you get when you are late.
Beispiel 3:
Die Polizeibeamten mussten gestehen, dass ihnen die Verbrecher nach dem Banküberfall durch die Lappen gegangen sind.The police officers had to admit that they let the criminals escape after the bank robbery.
- Wir haben den Film zweimal gesehen.
- Ich habe meiner Mutter die Geschichte erzählt.
- Das ist der Mann, der das Auto gekauft hat.
- Er wohnt bei seinen Eltern, weil er kein Geld hat.
- Einen neuen Roman wird der Autor schreiben.
- Hast du morgen Zeit, um vorbeizukommen?
- Sie hat mir aus Berlin einen Brief geschrieben.
- A: Ist das dein Fahrrad?
B: Nein, ich habe ein Motorrad. - Sollen wir den neuen Student zur Party einladen?
- Ehrlich gesagt, fand ich das Schauspiel langweilig.
- Das Kind hat all die Süßigkeiten gegessen.
Hans: Hallo Annika! Was für Hund ist das? Annika: Das ist Milo; er ist ein Dackel. Arbeitest du heute nicht? Hans: Nein, Ich habe Tag frei. Und du? Annika: Schön. Ich studiere an der Uni. Ich habe noch Semester. Hans: Suchst du dann Job hier? Annika: Nein, ich möchte Stelle in Frankfurt. Hans: Ach so. Ich habe Kollegen in Frankfurt; Er liebt Stadt. Annika: Ich hörte, die Stadt hat großartige Silhouette. Hans: Das stimmt. Im Winter gibt es auch schönen Weihnachtsmarkt. Annika: Wenn ich dorthin umziehe, musst du mich mal besuchen. Wir können all Sehenswürdigkeiten besichtigen. Hans: Ja, gerne!