| Bettina: | Heute ist Donnerstag, der 21. Juni 2018. Herzlich willkommen zu unserer wöchentlichen Ausgabe von „News in Slow German“! Hallo liebe Zuhörer! Hallo Phillip! |
| Phillip: | Hallo Bettina! Hallo zusammen! |
| Bettina: | Im ersten Teil unseres Programms wird es um aktuelle Ereignisse gehen. Wir beginnen mit der weltweiten Empörung über die gewaltsame Trennung von Familien an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Anschließend sprechen wir über den Plan der neuen spanischen Regierung, die sterblichen Überreste des faschistischen Diktators General Franco aus seinem Mausoleum zu entfernen. Danach reden wir über die abnehmende Bedeutung von Facebook und anderen Social Media-Seiten als Nachrichtenquelle. Und zum Schluss sprechen wir über Fußball und den Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. |
| Phillip: | Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, wie beschäftigt ich in den nächsten Wochen sein werde ... |
| Bettina: | Nein, Phillip! Wir alle wissen, dass du ein riesiger Fußballfan bist und dir die WM natürlich nicht entgehen lassen wirst. |
| Phillip: | Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du deswegen nicht viel Zeit vor dem Fernseher verbringen wirst, Bettina. |
| Bettina: | Da liegst du falsch, Phillip. Ich werde mit Sicherheit nicht so viel Zeit wie du damit verbringen, in Sachen WM auf dem Laufenden zu bleiben, aber ich habe durchaus vor, mir einige Spiele anzusehen. Wir werden gleich noch ausführlicher über dieses sportliche Ereignis sprechen. Jetzt machen wir erst einmal mit den Ankündigungen weiter. Im zweiten Teil unseres Programms wird es um die deutsche Kultur und die deutsche Sprache gehen. Im Grammatikteil besprechen wir heute die Weglassung und Negation von Artikeln. Und wir beenden unser Programm mit einer neuen deutschen Redewendung: „Eine Hand wäscht die andere“. |
| Phillip: | Klingt gut, Bettina! Los geht's! |
| Bettina: | Ja, Phillip, lass uns keine Zeit verlieren. Okay, fangen wir an! |
Mitglieder der beiden großen politischen Parteien in den Vereinigten Staaten äußerten scharfe Kritik an der Regelung von Präsident Donald Trump, Kinder an der Grenze zu Mexiko von ihren Eltern zu trennen. Über einen Zeitraum von fünf Wochen wurden mehr als 2.300 Kinder von ihren Eltern getrennt, nachdem die Familien versucht hatten, die Grenze zu den USA zu überqueren.
Spaniens neue Regierung plant, die sterblichen Überreste des faschistischen Diktators Francisco Franco, der in einem Mausoleum außerhalb von Madrid begraben ist, zu exhumieren. Damit soll der Ort von einem Ort, der an die Diktatur unter Franco erinnert in eine Gedenkstätte des Spanischen Bürgerkriegs umgewandelt werden.
Der neue sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez, der diesen Monat sein Amt antrat und Mariano Rajoy ablöste, der nach einem Korruptionsskandal abtreten musste, hat die Entfernung der Gebeine Francos zur Priorität erklärt. Ein unverbindlicher Antrag diesbezüglich war bereits im vergangenen Jahr im spanischen Parlament angenommen worden, wurde jedoch von Rajoys Regierung ignoriert. Das Mausoleum im Tal der Gefallenen wurde in den 40er und 50er Jahren unter dem Franco-Regime erbaut. Obwohl auf dem Gelände 30.000 Menschen von beiden Seiten des Bürgerkriegs begraben sin
Facebook und andere Social-Media-Plattformen werden in den größten Nachrichtenmärkten wieder weniger als Nachrichtenquellen genutzt. Das war eines der wichtigsten Ergebnisse eines Jahresberichts, der am vergangenen Donnerstag vom Reuters Institute for Study of Journalism an der Universität Oxford in England veröffentlicht wurde.
Der Digital News Report 2018 befragte mehr als 74.000 Menschen in 37 Ländern. Es zeigte sich, dass weniger Menschen Websites wie Facebook nutzen, um Nachrichten zu finden und zu teilen, und dass stattdessen Messaging-Apps wie WhatsApp häufiger genutzt werden, um Nachrichten zu diskutieren. Diese Apps werden von den Nutzern als sicherer und privater angesehen. Weniger als ein Viertel (23 Prozent) der Befragten gab an, dass sie den Nachrichten vertrauen, die sie auf Social Media lesen.
Das Vertrauen in die Medien insgesamt ist ebenfalls nach wie vor gering. Nur 44 Pr
Die Fußballweltmeisterschaft 2018 begann am vergangenen Donnerstag in Russland, einen Tag, nachdem die WM 2026 gemeinschaftlich an die Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada vergeben wurde. Nordamerika setzte sich damit bei einer Abstimmung unter FIFA-Mitgliedern deutlich gegen den Mitbewerber Marokko durch.
Bei der WM 2026 sollen erstmals 48 Mannschaften antreten. Derzeit nehmen 32 Mannschaften teil. Sechzig Spiele werden in den USA stattfinden, während in Mexiko und Kanada jeweils zehn Spiele ausgetragen werden. Es ist das erste Mal, dass Kanada Gastgeber des Turniers ist, das zweite Mal für die USA und das dritte Mal für Mexiko – ein Rekord.
Im Auftaktspiel der diesjährigen WM bezwang Gastgeber Russland Saudi-Arabien mit 5:0. Die deutsche Mannschaft, Sieger der letzten Weltmeisterschaft, verlor ihr Auftaktspiel gegen Mexiko mit 0:1. Die Gruppe der 32 Mannschaften wird am nächsten Don
| Bettina: | Ich frage mich, warum eigentlich immer in Prag Leute so folgenschwer aus Fenstern geworfen werden. |
| Phillip: | Du redest nicht zufällig von den drei Prager Fensterstürzen? |
| Bettina: | Aber sicher. Insbesondere vom Zweiten Prager Fenstersturz, der den Dreißigjährigen Krieg auslöste. |
| Phillip: | Kein Mensch weiß das heute noch. Ich weiß nur, dass der Dreißigjährige Krieg als Religionskrieg anfing, sich hauptsächlich im heiligen römischen Reich deutscher Nation, sprich auf deutschem Boden, abspielte und in Teilen Deutschlands zwei Drittel der Bevölkerung auslöschte. |
| Bettina: | Also kannst du nicht behaupten, keine Ahnung zu haben. Es gibt Historiker, die meinen, der Dreißigjährige Krieg sei das Ur-Kriegstrauma in der kollektiven Erinnerung des deutschen Volkes. |
I. Omitting Articles
Unlike in Romance languages, German requires no partitive before nouns and thus you will often find independent nouns with no article before them. For speakers of English, another Germanic language, this comes naturally.Examples:
| Die deutschen Filme sind interessant. The German films (specific ones) are interesting. Deutsche Filme sind interessant. German films (in general) are interesting. Ich trinke den Rotwein. I drink the red wine (a specific one). Ich trinke Rotwein. I drink red wine (in general). |
II. Negation: nicht
To negate a verb in German, the word nicht is used which is quite similar to the English not. The place of nicht in a sentence can be somewhat tricky however. In most cases, nicht comes after the verb it is negating.Examples:
| Das ist nicht mein Auto. That’s not my car. Das Wetter ist nicht warm. The weather is not warm. Er versteht nicht. He doesn’t understand. Salzburg ist nicht die Hauptstadt von Österreich. Salzburg is not the capital of Austria. |
As you can see in the examples above, nicht is used to negate when there is a definite article (der, die, das, etc.) before the noun. It also negates nounless verbs. If you are negating a noun without a definite article or one with an indefinite article before it (ein), then kein must be used.
III. Negation: kein
Kein can be translated roughly as not any or no when used before nouns in English. Therefore, if you have none of something, kein would be used and it takes the exact same endings as ein would. German’s do not say not have… but rather have no…Examples:
| Ich habe kein Geld. I don’t have any money. Sie hat keine Zeit. She has no time. Es gibt keine Post in der Nähe. There is no post office nearby. Wir sprechen kein Französisch. We do not speak French. |
As you see in the last example specifically, certain things cannot be translated word-for-word between German and English. While we say that we don’t speak French, Germans would say that they speak no French.
| Phillip: | Was hat der Marshallplan eigentlich für Deutschland bedeutet? |
| Bettina: | Das ist eine gute Frage. Du weißt, dass der Marshallplan dem gesamten Europa zugutekam, oder? |
| Phillip: | Ja, das weiß ich. Und ich weiß auch, dass dabei eine Hand die andere gewaschen hat. |
| Bettina: | Wie meinst du das? |
| Phillip: | Naja, die Amerikaner haben den westeuropäischen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg geholfen, ihre Wirtschaft anzukurbeln, damit sie wieder auf die Beine kommen. |
| Bettina: | Das ist mir schon klar. Aber warum hat damals eine Hand die andere gewaschen? |
Man findet den Ausdruck eine Hand wäscht die andere überall in der deutschen Sprache. Er hat aufgrund seiner Herkunft einen poetischen und philosophischen Beiklang. Deshalb ist er auch in offiziellen Gesprächen oder in Zeitungen zu hören und zu lesen.
Die Redewendung eine Hand wäscht die andere lässt sich bis ins 1. Jahrhundert zurückverfolgen, in die Zeit der Römer. Zu dieser Zeit lebte der römische Philosoph und Dichter Seneca, der auf Latein schrieb: „Manus manum lavat“. Auf Deutsch übersetzt: Eine Hand wäscht die Hand.
Übersetzungen ins Englische für eine Hand wäscht die andere sind “one hand washes the other“, “one good turn deserves another“, “you scratch my back and I’ll scratch yours“.
Beispiel 1:
Die Äpfel in meinem Garten müssen unbedingt gepflückt werden, aber ich liege krank im Bett. Wenn du für mich die Äpfel pflückst, backe ich dir einen Apfelkuchen, denn eine Hand wäscht die andere.The apples in my garden need to be picked, but I’m sick in bed. If you pick the apples for me, I’ll bake you an apple pie, because one hand washes the other.
Beispiel 2:
Ich helfe gerne meinen Freunden bei Umzügen, denn ich weiß, dass eine Hand die andere wäscht. Ich muss bestimmt auch irgendwann umziehen und brauche dann Hilfe.I like to help my friends with moving, because I know that one good turn deserves another. At some point I will have to move as well and may need help.
Beispiel 3:
Du solltest Franks Angebot, dir sein Auto zu leihen, mit Vorsicht betrachten. Er lebt unter dem Motto „Eine Hand wäscht die andere“ und es wird nicht lange dauern, bis er dich um einen Gefallen bittet.You should look at Frank’s offer to lend you his car with caution. His motto is „you scratch my back and I’ll scratch yours“, so it is not going to take long and he will ask you for a favor in return.
- Frau arbeitet im Büro.
- Sprichst du Französisch?
- Roman war sehr schwierig zu lesen.
- Deutschland ist in Europa.
- deutsche Auto ist sehr teuer.
- Ist er Professor des Kurses?
- Ist Universität hier in der Nähe?
- Morgens trinke ich Kaffee.
- Auto ist kaputt.
- Wann beginnt Theaterstück?
- Heute arbeite ich .
- Mein Vater spricht Englisch.
- Sie kommt zur Party.
- Ich esse Fleisch.
- Das ist mein Fahrrad.
- Heute fehlen Studenten.
- Wir reisen nach Japan, sondern nach China.
- Morgen habe ich Zeit.
- Ohne Visum kann man reisen.
- Es gibt Kino in der Stadt.