| Lisa: | Heute ist Donnerstag, der 23. November 2017. Herzlich willkommen zu einer neuen Episode unseres wöchentlichen Programms News in Slow German! Hallo an alle Zuhörer! Hallo Phillip! |
| Phillip: | Hallo zusammen! Hallo Lisa! |
| Lisa: | Es ist Zeit, mit den Weihnachtseinkäufen zu beginnen! Bist du startklar, Phillip? |
| Phillip: | Oh, ich bin bestens vorbereitet! Tolle Weihnachtsgeschenke zu finden ist doch kinderleicht! |
| Lisa: | Kinderleicht? |
| Phillip: | Kinderleicht für jemanden, der sich mit nützlichen, eleganten, intellektuellen und unvergesslichen Geschenken auskennt ... |
| Lisa: | Nützlich, elegant, intellektuell und unvergesslich? Und was wäre das, bitte? |
| Phillip: | Ein Geschenk-Abo für News in Slow German natürlich! |
| Lisa: | Das ist in der Tat elegant, intellektuell und unvergesslich. Aber warum ist es nützlich? Warum sollten Leute, die Deutsch sprechen, so etwas brauchen? |
| Phillip: | Das ist natürlich ein Geschenk für meine Freunde, die Deutsch lernen! Die anderen bekommen Geschenk-Abos für News in Slow Spanish oder Italian oder French, oder sogar für unser neues Programm, News in Slow English. |
| Lisa: | Sehr clever! Und jetzt, wo wir unseren eleganten Werbeteil abgeschlossen haben, kann es mit der Programmankündigung weitergehen. Wie immer beginnen wir das Programm mit einer Diskussion aktueller Ereignisse. Wir beginnen mit Präsident Trump, der eine frühere Entscheidung seiner Regierung zurückgenommen hat, die die Einfuhr von Elefantentrophäen erlauben würde. Anschließend sprechen wir über zwei EU-Behörden, die Großbritannien nach dem Brexit verlassen werden. Danach besprechen wir den Verkauf eines Gemäldes von Leonardo da Vinci in der letzten Woche für 450 Millionen Dollar. Und zum Schluss sprechen wir über ein Ereignis, das viele Fußballfans schockiert hat — die italienische Nationalmannschaft hat die Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft im nächsten Jahr verpasst. |
| Phillip: | Danke, Lisa! Ich schlage das Einfuhrverbot von Elefantentrophäen als unser Featured Topic für das Speaking Studio in dieser Woche vor. |
| Lisa: | Einverstanden! Im zweiten Teil unseres Programms wird es um die deutsche Kultur und die deutsche Sprache gehen. Im Grammatikteil unseres Programms besprechen wir heute die Verwendung von Ortsadverbien. Und wir beenden unser Programm mit einer neuen deutschen Redewendung: „Einen Denkzettel verpassen“. |
| Phillip: | Klingt gut, Lisa! Los geht's! |
| Lisa: | Ja, Phillip, lass uns keine Zeit verlieren. Fangen wir an! |
Am vergangenen Freitag revidierte US-Präsident Donald Trump die erst zwei Tage zuvor verkündete Entscheidung seiner Regierung, die Einfuhr von Jagdtrophäen von in Simbabwe und Sambia geschossenen Elefanten in die USA zu erlauben. Trump gab seinen Beschluss auf Twitter bekannt und erklärte, er würde die Entscheidung solange verschieben, bis er „alle Fakten zum Naturschutz“ studiert habe.
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Minister aus 27 Ländern trafen sich am Montag, um über die zukünftigen Standorte von zwei wichtigen, derzeit in London ansässigen, EU-Behörden zu entscheiden. Die EU-Behörde für Arzneimittel (EMA) und die Europäische Bankenaufsicht (EBA) werden nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union 2019 nach Amsterdam bzw. Paris umziehen.
Der Verlust dieser renommierten Behörden hat sowohl symbolische als auch wirtschaftliche Folgen für Großbritannien. Die EMA, die Medikamente überwacht und deren Verkauf in ganz Europa reguliert, beschäftigt 900 Mitarbeiter und wird jedes Jahr von etwa 36.000 Wissenschaftlern und Beamten besucht, die den Hotels und Restaurants vor Ort Umsätze bringen. Die EBA, die die Regeln und Vorschriften für das Bankwesen für die EU festlegt, beschäftigt 170 Mitarbeiter.
Der Wettbewerb um diese beiden Behörden war hart — 19 Städte hatten sich um den Sitz der EMA beworben; für die EBA waren es acht Städte. Die Minister entschieden über die neuen Standorte in einer geheimen Abstimmung. Amsterdam und Mailand hatten am Ende die gleiche Anzahl Stimmen für den neuen Sitz der EMA, und als neuer Standort der EBA lagen Paris und Dublin gleichauf. Die Sieger wurden
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Ein lange verschollenes Jesus-Christus-Gemälde von Leonardo da Vinci wurde am vergangenen Mittwoch für 450 Millionen Dollar versteigert und ist damit das teuerste Gemälde aller Zeiten. Das New Yorker Auktionshaus Christie’s, das das Gemälde versteigerte, hält die Identität des Käufers geheim.
Das Gemälde „Salvator Mundi“ (Heiland der Welt) wurde vom französischen König Ludwig XII vor mehr als 500 Jahren in Auftrag gegeben und galt bis Anfang dieses Jahrhunderts als verschollen. 2005 wurde es bei einer Nachlassauktion für 10.000 Dollar verkauft. Die Käufer wussten erst Jahre später, als das Gemälde restauriert und von Experten authentifiziert wurde, dass es sich um einen echten da Vinci handelte. 2013 erwarb ein Schweizer Kunstsammler das Gemälde für 80 Millionen Dollar und verkaufte es noch im selben Jahr für 127,5 Millionen Dollar an einen russischen Sammler.
Der neue Eigentümer gab seine Gebote über das Telefon ab, um seine Identität nicht preiszugeben. Der Preis übertrifft den Preis für Picassos Gemälde „Die Frauen von Algier“ von 1955, das 2015 für 179,4 Millionen Dollar versteigert wurde, um ein Vielfaches. Der Verkauf stellte auch einen neuen Rekord für Privatverkäufe auf, zu d
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Die italienische Fußballnationalmannschaft verspielte ihre Chance auf einen Platz in der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr. Ihr Spiel gegen Schweden am 13. November, das die Italiener hätten gewinnen müssen, endete 0:0 unentschieden. Erstmals seit 1958 verpasste die italienische Mannschaft, die vier Weltmeisterschaftstitel hat, damit die Qualifikation.
Nachdem sie in ihrer Vorrunde von sechs Mannschaften auf den zweiten Platz kam, musste die italienische Mannschaft ein Qualifikationsspiel gegen Schweden gewinnen, um sich einen Platz in der Weltmeisterschaft in Russland zu sichern. Die Mannschaft verlor jedoch am 10. November mit 0:1 gegen Schweden, bevor es im Rückspiel drei Tage später zu einem Unentschieden kam. Damit qualifizierte sich Schweden für die WM. Viele italienische Fußballfans und Sportkommentatoren halten dieses Ergebnis für eine nationale Tragödie und geben dem Trainer Gian Piero Ventura die Schuld. Andere wiederum sagen, dass die Spieler die schwächsten waren, die jemals für Italien gespielt haben.
Am Morgen nach dem Unentschieden hieß es in den Schlagzeilen von Italiens führender Sportzeitung: „Das ist der Untergang“. Der ehemalige Präsident des italienischen Fußba
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| Phillip: | Mittlerweile heißt die ‚Kristallnacht‘ überall in Deutschland ‚Novemberpogrome‘. Welcher Schlauberger hat sich das wieder ausgedacht? |
| Lisa: | Historiker irgendwo in Deutschland dachten, der Begriff ‚Kristallnacht‘ klinge einfach zu fröhlich für das, was da im November 1938 überall in Deutschland gelaufen ist. Kristall ist doch eigentlich etwas Schönes und Glitzerndes. |
| Phillip: | Ok. Aber ‚Kristallnacht‘ war ein eindringlicher Begriff, leicht zu merken, der einem die Schrecken dieser Nacht leibhaftig vor Augen führt. Das ist jetzt weg. Hinter dem klinischen Begriff Pogrome kann man sich nun so schön verstecken. |
| Lisa: | Es war ja aber nicht nur eine Nacht, wie ‚Kristallnacht‘ impliziert. Das Grauen fing am 9. November an und lief eigentlich bis zum 13. November. |
| Phillip: | Aber hauptsächlich war in der Nacht zum 9. November der Bär los. Das NS-Regime organisierte Mobs überall im Deutschen Reich, um gewaltsam gegen Juden vorzugehen. Hunderte von Juden wurden ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Tausende Synagogen, jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe wurden von hasserfüllten Mobs dem Erdboden gleichgemacht. |
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I. Theory
Adverbs of place are used to show the location where an action has taken place, is taking place, or will take place. Examples of adverbs of place in English are: “outside,” “above,” and “here.”| Man kann Currywurst überall in Deutschland finden. One can find currywurst everywhere in Germany. Nirgendwo in der Stadt kann ich Arbeit finden. Nowhere in the city can I find work. Die Katze ist irgendwo im Haus. The cat is somewhere in the house. |
II. Adverbs of Place
This lesson will focus on four adverbs of place: irgendwo, nirgendwo, überall and weg. In terms of word order, adverbs of place are often found either after time and manner information, or at the beginning of the sentence if they are stressed.IrgendwoHast du meinen Bruder irgendwo gesehen?Have you seen my brother anywhere? Ich habe mein Handy irgendwo in meinem Zimmer gelassen. I left my phone somewhere in my room. NirgendwoDiese Pflanze gibt es nirgendwo anders in der Welt.This plant is found nowhere else on earth. Das Zitat steht nirgendwo im Text. The citation is nowhere in the text. ÜberallIm Sommer gibt es überall Fliegen.In summer the flies are everywhere. Ich habe überall gesucht und kann die Schlüssel nicht finden. I have looked everywhere and can’t find the keys. WegMeine Eltern wohnen weit weg.My parents live far away. Weg von der Straße! Away from the street! |
| Lisa: | Hast du schon Punkte in Flensburg? |
| Phillip: | Ich hab doch gar keinen Führerschein. |
| Lisa: | Die sogenannte „Verkehrssünderkartei“ gilt nicht nur für Autofahrer. |
| Phillip: | Wie heißt die Behörde denn mit offiziellem Namen? |
| Lisa: | Offiziell heißt das Amt Fahreignungsregister. Dort werden Menschen erfasst, die grobe Verstöße gegen den Straßenverkehr begangen haben. |
| Phillip: | Und das Ganze wird mit einem Punktesystem verwaltet, richtig? |
| Lisa: | Genau. Hinzu kommt aber auch noch eine Geldstrafe. |
| Phillip: | Man will den Leuten ja einen Denkzettel verpassen! Da passt eine Geldstrafe immer gut. Aber warum bekommt man dann noch diese Punkte? |
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- Do you have trouble understanding native German speakers?
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Die Redewendung einen Denkzettel verpassen findet in allen Bereichen der deutschen Sprache Anwendung. Sowohl sozial als auch lokal gibt es keine Einschränkungen. Natürlich wird der Ausdruck meistens immer dann benutzt, wenn jemand etwas verbrochen oder angestellt hat. Man kann die Redewendung im Gerichtssaal bei Straftaten von Erwachsenen genauso gut verwenden, wie im Kinderzimmer bei kleinen Vergehen von Kindern.
Auch die Redewendung einen Denkzettel verpassen stammt aus dem Mittelalter. Wenn damals jemand eine Strafe bekommen sollte, ließ man ihm einen sogenannten „Gedenkzettel“ zukommen, auf dem der Gerichtstermin stand. Schüler bekamen manchmal einen „Schandzettel“ um den Hals gehängt, der mehrere Tage getragen werden musste. So wusste jeder Bescheid, wenn jemand etwas Böses oder Falsches getan hatte.
Englische Übersetzungen für einen Denkzettel verpassen sind “to teach someone a lesson they won’t forget“, “to give a warning“, “to punish“.
Beispiel 1:
Ich weiß, dass Paul andauernd schwarzgefahren ist. Jetzt wurde er erwischt und man hat ihm einen Denkzettel verpasst. 60 Euro muss er bezahlen.I know that Paul was dodging the fare all the time. Now they caught him and he was taught a lesson he won’t forget. He has to pay 60 Euro.
Beispiel 2:
Letztens habe ich einige Biere getrunken und bin trotzdem Schlittschuh gefahren. Das war nicht besonders schlau, ich bin sofort ausgerutscht. Das hat mir einen Denkzettel verpasst, denn mein gesamter Körper tut immer noch weh.The other day I had a few beers and still went ice-skating. That was not very smart and I slipped and fell instantly. That taught me a lesson, because my whole body still hurts.
Beispiel 3:
Du hörst anscheinend nie, wenn ich sage, du sollst deine kleine Schwester nicht ärgern. Ich verpasse dir einen Denkzettel und du machst jetzt drei Tage Gartenarbeit.Since you apparently never listen when I tell you not to be mean to your little sister, you will be punished by doing three days of yard work.
| überall (3) | weg (2) | irgendwo (2) | nirgendwo (3) |
Katja: Ja! Wir haben eins auf einem Baum erspäht. Sie verbringen ihr ganzes Leben in den Bäumen, anders.
Stefan: Wusstest du, dass es in prähistorischer Zeit riesige Faultiere gab, die in Höhlen lebten?
Katja: Echt? Sie starben dann also aus und sind jetzt ?
Stefan: Ja, genau. Viele Tiere sind wegen der Abholzung ausgestorben. Viele von ihnen lebten auf Bäumen und anders.
Katja: Ja, das ist sehr traurig. Man sollte diese gefährdeten Tiere schützen.
Stefan: Da hast du recht. Es gibt schon Tierreservate in Afrika, damit diese Tiere weit
Katja: Ja, Wilderer sind ein großes Problem. Sie verkaufen Elfenbein und Pelze . Bald werden wir Tiere wie Nashörner
- In Portugal schneit es im Winter.
a - nirgendwo
b - weg - Wir haben Lust, irgendwohin weit fahren.
a - irgendwo
b - weg - Sie ließ die Flasche fallen und jetzt ist Wein auf dem Fußboden.
a - weg
b - überall - Es ist noch nicht Zeit für den Nachtisch! Hände vom Kuchen!
a - weg
b - überall - Gibt es in der Stadt einen Ort, wo man Schlittschuh laufen kann?
a - irgendwo
b - nirgendwo - Dieser Laden ist zu teuer. Lass uns anders hingehen.
a - überall
b - irgendwo - Es gibt nur eine Kopie von diesem Buch. Es existiert also anders.
a - nirgendwo
b - Irgendwo - Mein Chef ist diese Woche geschäftlich . Er kommt am Freitag zurück.
a - weg
b - nirgendwo - Wir hatten eine Autopanne und stecken jetzt hier im fest.
a - Irgendwo
b - Nirgendwo - Der Roman war im Land ein Erfolg.
a - weg
b - überall