Europa nähert sich einem Social-Media-Verbot für Kinder
Spanien will Kindern unter 16 Jahren den Zugang zu Social Media verbieten. Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte diesen Schritt am Dienstag auf dem Weltgipfel der Regierungen in Dubai an. Das neue Gesetz soll Social-Media-Plattformen dazu verpflichten, strenge Systeme zur Altersüberprüfung einzuführen, um Minderjährigen den Zugang zu verwehren.
Sánchez bezeichnete den aktuellen Zustand der sozialen Medien als „gescheitert“, da Gesetze ignoriert und Verbrechen ungeahndet bleiben würden. Er versprach außerdem, junge Menschen vor dem „digitalen Wilden Westen” zu schützen. Die spanische Regierung will ein Gesetz einführen, das Social-Media-Unternehmen für illegale und hasserfüllte Inhalte auf ihren Plattformen zur Verantwortung zieht.
Spanien folgt damit dem Beispiel Australiens, wo bereits ein Social-Media-Verbot gilt. Seit Dezember wurden in Australien 4,7 Millionen Konten von Minderjährigen gelöscht. Ähnliche Maßnahmen sind auch in anderen europäischen Ländern im Gespräch. In Frankreich wurde kürzlich ein Verbot für unter 15-Jährige beschlossen, und Präsident Emmanuel Macron drängt auf eine rasche Verabschiedung des Gesetzes.