Europa unter Druck: Zusammenhalt in einer neuen Weltordnung
Die Spannungen zwischen den USA und Europa haben sich in letzter Zeit aufgrund von Donald Trumps Absicht, Grönland in Besitz zu nehmen, weiter verschärft. Die Entscheidung der britischen Regierung, die Chagos-Inseln an Mauritius abzutreten, hat die Lage noch zugespitzt. Trump bezeichnete diese Entscheidung als „große Dummheit“, da sie eine wichtige Militärbasis der USA und Großbritanniens auf einer der Inseln gefährde.
Die Spannungen waren auch diese Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos deutlich zu spüren, wo Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zusammenkamen. Die Situation verdeutlicht die dramatische Abkehr von einer liberalen Weltordnung, die auf Völkerrecht und Allianzen basiert, hin zu einer Ordnung, die Macht, Einflussbereiche und vermeintliche nationale Interessen in den Vordergrund stellt.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte, dass sich auch Europa dauerhaft ändern müsse, falls diese Veränderungen von Dauer sein sollten. Sie rief dazu auf, „diese Chance zu nutzen und ein neues, unabhängiges Europa aufzubauen“. Auch andere Staats- und Regierungschefs verwiesen mehrfach auf die kollektiven Interessen und Ressourcen der EU als Antwort auf den wachse