EU und Indien unterzeichnen umfangreiches Freihandelsabkommen als Antwort auf globale Handelsturbulenzen
Am Dienstag gaben die EU-Kommission und Indien ein historisches Freihandelsabkommen bekannt, das die Zölle auf eine Vielzahl von Produkten, darunter Autos, Wein, Maschinen und Arzneimittel, drastisch senkt. Das Abkommen wird ein Viertel des globalen Bruttoinlandsprodukts abdecken und Zölle auf 96 % der EU-Exporte nach Indien entweder abschaffen oder senken.
Besonders profitieren werden europäische Automobilhersteller. Die indischen Zölle auf Autos aus der EU werden von 110 % auf 10 % gesenkt. Ausgenommen bleiben jedoch Agrarprodukte wie Rindfleisch, Geflügelfleisch, Reis und Zucker. Um das Abkommen zu sichern und Sackgassen zu vermeiden, verfolgten die EU-Verhandlungsführer einen pragmatischen Ansatz und umgingen politisch sensible Wirtschaftssektoren.
Das Freihandelsabkommen ist das Ergebnis der Bemühungen Brüssels und Neu-Delhis, angesichts der aggressiven Zoll- und Handelspolitik der USA und der chinesischen Exportkontrollen neue Märkte zu erschließen. Es schließt sich an eine Reihe von Handelsabkommen an, die in letzter Zeit zwischen der EU und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur, Mexiko, Indonesien und der Schweiz sowie zwischen Indien und dem Vereinigten Königreich, Neus