Steigende Verschuldung der Industrieländer bedroht Weltwirtschaft und globales Wachstum
Eine sich zuspitzende Schuldenkrise bedroht die wohlhabendsten Länder der Welt und gefährdet die Stabilität der Weltwirtschaft und das globale Wachstum. Während historisch gesehen vor allem ärmere Länder unter einer hohen Verschuldung litten, zwingen die Rekordverschuldungen der großen Industrienationen diese nun dazu, Mittel aus wichtigen Bereichen wie Gesundheitswesen und Infrastruktur abzuziehen, um die hohen Zinskosten abzudecken.
Die Situation wird durch eine alternde Bevölkerung und steigende Militärausgaben als Reaktion auf die aktuellen geopolitischen Spannungen noch verschärft. Die Verschuldung Japans übersteigt mittlerweile das Doppelte der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes, und die Staatsverschuldung der USA hat 38 Billionen US-Dollar erreicht, was etwa 125 % des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Versuche, die Ausgaben in Italien und Frankreich zu kürzen, haben zu politischen Unruhen geführt.
Die Abkehr Japans von extrem niedrigen Zinsen und das Versprechen der US-Regierung, die Ausgaben zu erhöhen, haben die Märkte verunsichert und die globalen Zinsen in die Höhe getrieben. Wirtschaftsexperten warnen, dass sich diese Trends ohne die Einführung von Sparmaßnahmen ne