Der Louvre wird teurer für ausländische Touristen
Am 16. Januar erhöhte der Louvre in Paris die Eintrittspreise für die meisten nicht-europäischen Besucher um 45 % und hob den Standardpreis von 22 Euro auf 32 Euro an. Die neue Preisgestaltung steigert die Einnahmen und ist Teil einer umfassenderen Strategie, die „differenzierte Preise” an wichtigen Kulturstätten wie Versailles und der Sainte-Chapelle einführt.
Französische Gewerkschaften und einige Touristen kritisieren diesen Schritt, da er ihrer Meinung nach die universelle Mission des Museums untergräbt und zu Ungleichheiten beim Zugang zu Kultur führt. Manche Besucher sind jedoch bereit, diesen höheren Preis zu zahlen.
Doppelte Preisgestaltung wird weltweit an Touristenzielen immer häufiger. Vergleichbare Maßnahmen gibt es bereits für bedeutende Sehenswürdigkeiten in Italien, Kenia, den USA, Indien und Japan. Befürworter sagen, dass Staatsbürger leichteren Zugang zu ihren nationalen Kulturgütern haben sollten. Kritiker argumentieren hingegen, dass solche Maßnahmen unfair sind und zu Ausgrenzung führen können.