Wirbt Europa nach Trumps drastischen Kürzungen US-amerikanische Wissenschaftler ab?
Die Trump-Regierung hat umfangreiche Kürzungen bei Forschungsgeldern vorgenommen und Förderprogramme und wissenschaftliche Projekte eingestellt. Als Reaktion darauf hat die Universität Aix-Marseille in Südfrankreich das Programm Safe Place for Science ins Leben gerufen, um US-amerikanische Forscher zu unterstützen, die von diesen Kürzungen betroffen sind.
Das Programm investiert 15 Millionen Euro in die Anwerbung von Wissenschaftlern und stellt ihnen drei Jahre lang Sonderforschungsmittel zur Verfügung. Trotz potenzieller Schwierigkeiten bei der Umsiedlung und der im Vergleich zu den USA niedrigeren Gehälter hat das Programm bereits rund 600 Bewerber angelockt, darunter Wissenschaftler von Universitäten wie Harvard, Columbia, Stanford, Johns Hopkins und von der NASA.
Die Universität hat bereits in der Vergangenheit Forscher unterstützt, die aus Konfliktgebieten geflohen sind oder vertrieben wurden. Jetzt vollzieht sich eine historische Wende, da die USA nun zu den Ländern gehören, aus denen Wissenschaftler flüchten. Frankreich arbeitet sogar an einem neuen Einwanderungsstatus für „wissenschaftliche Flüchtlinge“. Andere europäische Institutionen arbeiten an ähnlichen Initiativen.