Das Wohlergehen steigt weltweit, außer in den wohlhabenderen westlichen Ländern
Eine aktuelle Gallup-Umfrage zeigt einen globalen Trend zu wachsendem Wohlergehen, wobei mehr Menschen als je zuvor finden, dass es ihnen gut geht. In 142 Ländern ist der Anteil der Menschen, die sagen, dass es ihnen gut geht, in den letzten zehn Jahren stetig gestiegen, während die Zahl der Menschen, die leiden, auf 7 Prozent gesunken ist.
Laut David Brooks, einem Kolumnisten der New York Times, steht dieser positive Trend jedoch in starkem Kontrast zu den Umfrageergebnissen aus Nordamerika, Westeuropa, Australien und Neuseeland, wo der Anteil der Menschen, denen es gut geht, deutlich zurückgegangen ist. In den USA und Kanada ist der Anteil der Menschen, die finden, dass es ihnen gut geht, von 67 Prozent im Jahr 2007 auf heute nur noch 49 Prozent gesunken.
Brooks führt diese Diskrepanz zwischen wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Stabilität auf einen Mangel an Gemeinschaftsgefühl und einen schwindenden Lebenssinn zurück. Er vergleicht die soziale Stabilität in Ländern mit einem steigenden Lebensstandard und starken gemeinschaftlichen Werten mit wohlhabenderen Ländern, in denen säkulare und individualistische Werte das soziale und spirituelle Wohlbefinden untergraben.