Neue Studie zeigt, dass Haie beißen, um sich vor Menschen zu schützen
Eine neue Studie, die am 24. April in der Fachzeitschrift Frontiers in Conservation Science veröffentlicht wurde, stellt gängige Annahmen über das Verhalten von Haien in Frage. Forscher haben festgestellt, dass Haie, ähnlich wie Schlangen und Spinnen, Menschen oft zur Selbstverteidigung beißen, und nicht, weil sie aggressiv sind. Diese Bisse sind oft die Folge menschlicher Aggressionen, etwa beim Speerfischen.
Zwischen 2009 und 2023 wurden vier von 74 dokumentierten Bissverletzungen in Französisch-Polynesien als Selbstverteidigung eingestuft, was 3 bis 5 Prozent der Bissverletzungen durch Haie weltweit ausmachen könnte. Die Studie weist darauf hin, dass Haie in der Regel zurückhaltend auf Menschen reagieren, da sie von ihrem Überlebensinstinkt und nicht von Rachegedanken geleitet werden.
Bissverletzungen durch Haie sind selten. Es gibt nur etwa 100 Fälle pro Jahr, und nur 10 Prozent enden tödlich. Um Bisse zur Selbstverteidigung zu verhindern, sollte man aggressive Interaktionen mit Haien vermeiden, auch wenn man versucht, gestrandeten Haien zu helfen. Es ist wichtig zu wissen, dass einige Haiarten territorial sind und beißen können, wenn man in ihr Revier eindringt.