Die ärmsten Europäer leben genauso lange wie wohlhabende Amerikaner
Eine am 2. April im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie zeigt, dass arme Europäer tendenziell länger leben als wohlhabende Amerikaner. Diese Ergebnisse stellen den etablierten Zusammenhang zwischen Wohlstand und Gesundheit in Frage. Für die Studie wurden die Daten von fast 74.000 Personen im Alter von 50 bis 85 Jahren aus den USA und 16 europäischen Ländern aus den Jahren 2010 bis 2022 analysiert.
Während die USA in der Studie eine Sterblichkeitsrate von 6,5 pro 1.000 hatten, lag sie in Nord- und Westeuropa bei nur 2,9. In der Studie wird auch auf ein erhebliches Gesundheitsgefälle hingewiesen: Selbst die wohlhabendsten Amerikaner haben eine niedrigere Lebenserwartung als ihre europäischen Pendants, vor allem in Nord- und Westeuropa.
Experten sagen, dass die europäischen Sozialsysteme dafür sorgen, dass arme Menschen gesünder sind. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Gesundheit mit der sozialen Infrastruktur und der wirtschaftlichen Gleichstellung verknüpft ist.