Kapuzineraffen in Panama entführen Babys anderer Affenarten
Am vergangenen Montag wurde in der Zeitschrift Current Biology ein Artikel über ein beunruhigendes Verhalten im Tierreich veröffentlicht. Kapuzineraffen auf der Insel Jicarón in Panama sind bei der Entführung von Brüllaffenbabys beobachtet worden. Forscher des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Deutschland analysierten Videomaterial aus dem Zeitraum von Januar 2022 bis Juli 2023 und fanden fünf junge männliche Kapuzineraffen, die insgesamt elf verschiedene Brüllaffenbabys mit sich herumtrugen.
Die Forscher glauben nicht, dass die Entführungen in böser Absicht erfolgten. Allerdings starben mindestens vier Brüllaffenbabys an Dehydrierung oder Hunger, da sie von ihren Müttern getrennt worden waren. Trotz ihres verspielten Verhaltens haben Kapuzineraffen in der Vergangenheit Aggressionen gezeigt und andere Arten belästigt oder sogar gequält.
Die Studie besagt, dass dieses Verhalten auf Langeweile und kulturelle Innovation zurückzuführen sein könnte. Bereits früher wurden Kapuzineraffen auf dieser Insel beim Gebrauch von Werkzeugen beobachtet. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die genauen Gründe für dieses Verhalten zu verstehen – einschließlich des sozialen Status