Männer in Frankreich haben eine 26 % höhere CO2-Bilanz als Frauen
Eine am 14. Mai veröffentlichte Studie des Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment an der London School of Economics zeigt, dass die CO2-Bilanz von Männern in Frankreich 26 % höher ist als die von Frauen. Dies ist in erster Linie auf die Nutzung bzw. den Konsum von Gütern zurückzuführen, die als „geschlechtsstereotyp“ gelten, wie Autos und rotes Fleisch.
Die Studie, für die 15.000 Personen befragt wurden, zeigt, dass das Emissionsgefälle zwischen den Geschlechtern ähnlich groß sein könnte wie das zwischen Niedrigverdienenden und Besserverdienenden. Auch die Haushaltsdynamik spielt eine Rolle, da sich Paare bei ihren Ernährungsentscheidungen oft einander annähern. Deshalb haben alleinstehende Frauen eine generell emissionsärmere Ernährungsweise.
Wenn man Faktoren wie Einkommen und Bildung berücksichtigt, verringert sich der Unterschied auf 18 %, aber Männer verbrauchen in der Regel mehr Kalorien und geben mehr Geld für kohlenstoffintensive Güter aus, was zu höheren Kohlenstoffemissionen beiträgt. Es sind weitere Studien erforderlich, um zu untersuchen, warum Frauen sich mehr Gedanken über die Umwelt machen und dazu neigen, sich umweltfreundlicher zu verhalten