| Hanna: | Weniges hat in Deutschland eine so lange Tradition wie die Jagd. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts durften in deutschen Gebieten nur Adelige jagen. Ab 1848 war die Jagd an Grund und Boden gebunden. Heute ist das Jagen jedermanns Sache. Trotzdem hat die Jagd in Deutschland keinen guten Ruf. Jäger gelten als mordgierig, blutrünstig, erzkonservativ und umweltgefährdend. Trifft das ins Schwarze, Jana? |
| Jana: | Jein. Es ist ein komplexes Thema. Immerhin haben heute mehr Leute einen Jagdschein als je zuvor in der Geschichte Deutschlands. Jagen ist in. |
| Hanna: | Nach dem Bundesjagdgesetz darf man in Deutschland hauptsächlich Rehwild, Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Füchse, Dachse und Waschbären jagen. Was ist dagegen einzuwenden? |
| Jana: | Das Jagen von Tieren greift tief in ein Ökosystem ein. In Gegenden, wo die Jagd erlaubt ist, entsteht der sogenannte Jagddruck. Gejagte Tiere werden ängstlicher. Sie bleiben öfter in Deckung und vernachlässigen die Nahrungsbeschaffung. Sie erhöhen die Nachtaktivität und verändern ihren Lebensraum. |
| Hanna: | Indem sie sich mehr in der Deckung des Waldes aufhalten, als sich auf offene Felder zu begeben. |
| Jana: | Dadurch gibt es massenhaft Tiere im Wald, wo man dann Baumschäden feststellen kann. Das nennt man Verbiss. Die Rinde der Bäume wird angefressen. 50 % bis 60 % der Baumarten gehen verloren. Neue Knospen und Triebe können sich nicht entwickeln. |
To take a risk
Einen Drahtseilakt vollführen
Literally!
Im wahrsten Sinne des Wortes
To be a mystery, a closed book
Ein Buch mit sieben Siegeln
To hit the nail on the head
Ins Schwarze treffen
To be determined, cut and dry
In trockenen Tüchern sein
To not be someone's business/problem
Nicht jemandes Bier sein
To not worry about something
Sich keine grauen Haare wachsen lassen
Ins Schwarze treffen
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