| Bettina: | Heute ist Donnerstag, der 20. Dezember 2018. Herzlich willkommen zu unserer wöchentlichen Ausgabe von „News in Slow German“! Hallo liebe Hörer! Hallo Michael! |
| Michael: | Hallo Bettina! Hallo zusammen! |
| Bettina: | Im ersten Teil unseres Programms geht es um aktuelle Ereignisse. Wir beginnen mit einer Reihe von Protesten in Ungarn gegen neue kontroverse sogenannte „Sklavengesetze“. Danach diskutieren wir die Entscheidung Frankreichs, ab Januar 2019 große US-amerikanische Tech-Unternehmen zu besteuern. Anschließend werden wir über ein von der BBC entwickeltes Rechen-Tool sprechen, mit dem man die Kohlenstoffbilanz seiner Ernährung berechnen kann. Und zum Schluss sprechen wir über einen sibirischen Zoo, wo man über die Feiertage Rentiere und andere Tiere ausleihen kann. |
| Michael: | Das ist ja mal eine originelle und witzige Idee! Und ..., weil wir gerade von originellen und unterhaltsamen Ideen sprechen, möchte ich unsere Hörer noch einmal daran erinnern, dass es noch nicht zu spät für ein Geschenk-Abo für News in Slow German oder für eines unserer anderen Sprachprogramme ist. |
| Bettina: | Stimmt, Michael. Danke! Im zweiten Teil unseres Programms wird es um die deutsche Kultur und die deutsche Sprache gehen. Im Grammatikteil besprechen wir heute trennbare Verben. Und wir beenden unser Programm mit einer neuen deutschen Redewendung: „Mit offenen Karten spielen“. |
| Michael: | Klingt gut, Bettina! Los geht's! |
| Bettina: | Ja, Michael, lass uns keine Zeit verlieren. Fangen wir an! |
Tausende Demonstranten haben in Ungarn an einer Reihe von Protesten gegen zwei neue Gesetze der Regierung von Premierminister Viktor Orban teilgenommen, die letzte Woche verabschiedet wurden. Nach dem umstrittensten der beiden Gesetze können Unternehmen von ihren Mitarbeitern jetzt bis zu 400 Überstunden pro Jahr verlangen – bisher waren es maximal 250 Stunden – und die Bezahlung bis zu drei Jahre hinausschieben.
Am Montag kündigte der französische Finanzminister den Plan an, amerikanische Tech-Konzerne wie Amazon, Google, Facebook und Apple zu besteuern. Die Steuer wird voraussichtlich die Direktverkäufe dieser Unternehmen in Frankreich sowie Einnahmen von Online-Marktplätzen und den Weiterverkauf persönlicher Daten betreffen. Sie tritt am 1. Januar in Kraft.
Frankreich hatte seit einiger Zeit auf eine EU-weite Besteuerung der Unternehmen gedrängt. Dies stieß jedoch auf Widerstand aus Ländern wie Irland, wo Google, Apple und andere Tech-Firmen ihren europäischen Hauptsitz haben. Derzeit zahlen diese Firmen eine Steuer von 8 bis 9 Prozent auf ihre Gewinne, während traditionelle Unternehmen 23 Prozent zahlen.
Anfang des Monats hatte der französische Finanzminister Bruno Le Maire erklärt, Frankreich werde der EU bis März Zeit geben, um eine Vereinbarung zur Besteuerung der Tech-Firmen auszuarbeiten.
Studien, die im Laufe der Jahre durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass Fleisch und andere tierische Produkte für einen erheblichen Anteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Mit einem neuen, von der BBC entwickelten Rechen-Tool kann man jetzt die Auswirkungen seiner Ernährung auf das Klima besser nachvollziehen. Der Rechner ist auf der BBC-Webseite zu finden.
Benutzer des Rechen-Tools wählen ein Lebensmittel oder Getränk aus und geben ein, wie oft sie es konsumieren. Daraufhin können sie die jährlichen Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit diesem Lebensmittel oder Getränk sehen. Die CO2-Emissionen werden auch in Fahrkilometern oder als Heiz-Emissionen für ein Wohnhaus angezeigt. Der Rechner zeigt auch an, wie viel Landfläche und Wasser das Lebensmittel oder Getränk verbraucht.
Die Veröffentlichung des Rechners fiel mit der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Polen
In einem der größten Zoos Russlands können Besucher Rentiere, Füchse und Schlittenhunde ausleihen, um ihre Feiertage noch festlicher zu gestalten. Der Rojew-Rutschej-Zoo in der sibirischen Stadt Krasnojarsk gab bekannt, dass die Tiere „für Fototermine oder Kinderfeste überall in der Stadt ausgeliehen werden können“.
Der Zoo sagt, dass die Tiere speziell trainiert werden, so dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. Ein erfahrener Zoologe begleitet die Tiere bei allen Besuchen. Rentiere sind besonders beliebt und werden oft ausgeliehen, um Väterchen Frost – die russische Version des Weihnachtsmanns – bei seinen Kinderbesuchen zu begleiten. Die Rentiere sind auch die einzigen Tiere, die in Wohnhäuser hineindürfen.
Die Tiere werden oft für Außenaufnahmen verwendet – das sibirische Klima garantiert verschneite Hintergrundmotive. Interessenten müssen den Zoo im Voraus anrufen, um die Ti
| Bettina: | Ich liebe ja die Zeit der Ritter. Der Rhein lädt geradezu zu dieser Romantik ein. |
| Michael: | Hmm. |
| Bettina: | Eine Zeit, in der die Ritter auf ihren stolzen Pferden dahergekommen sind und anfingen, für die Ehre der schönen Damen und der Entrechteten zu Felde zu ziehen. |
| Michael: | Ich glaube, da hat jemand zu viel ferngesehen, insbesondere Excalibur-Filmchen ... |
| Bettina: | Äh, durchaus möglich. |
| Michael: | Das erinnert mich an den größten unserer Raubritter, Götz von Berlichingen. Sein ganzes Leben lang hat er in jedem Krieg, jeder Fehde, jedem Scharmützel und jedem Gefecht mitgekämpft, die er nur finden konnte. Der Mann hat an so gut wie allen Tagen seines Lebens mit seiner kriminellen Gang in irgendeiner kriegerischen Auseinandersetzung mitgemacht, mehr als die Geschichtsbücher aufzählen können. Am Ende seines Lebens hat er dann seine eigene Biographie aufgeschrieben und hat angegeben, alles für die Armen und Entrechteten getan zu haben. |
I. Theory
In German, certain prefixes are added to verbs to add nuance to the original verb’s meaning or produce an entirely different meaning. These prefixes are typically prepositions and when the verb is conjugated, they separate from the verb stem and take a position later in the sentence.Similar verbs are seen in English. They are called phrasal verbs:
To break up: The police broke the fight up.
To turn off: Before leaving, I turn the lights off.
To hand out: I handed the posters out.
German examples:zustimmenIch stimme dir zu.I agree with you. einladenIch lade sie zur Party ein.I invite her to the party. ankommenWann kommt der Zug an?When does the train arrive? |
II. Word Order
When the verb is in its infinitive form, the prefix remains attached. However, when using the verb in the present tense, the prefix is relocated to the end of the sentence:| Ich sehe abends fern. I watch TV in the evenings. but: Ich will morgen fernsehen. I want to watch TV tomorrow. Die Konferenz fängt heute an. The conference begins today. but: Die Konferenz wird morgen anfangen. The conference will begin tomorrow. |
Below we see how all predicate information comes before the prefix. This includes information about when the action takes place, the manner in which it takes place, and where it takes place.
| Ich stehe am Wochenende um 7:00 Uhr auf. I get up at 7:00 during the weekend. Rufst du deine Mutter dienstags nach der Arbeit an? Do you call your mother on Tuesdays after work? |
III. Common Separable Prefixes
The following list contains common prefixes that always indicate a separable verb: an-, auf-, aus-, ein-, fort-, mit-, nach-, weiter-, zu-, and zurück-Here are some common separable verbs: ankommen, aufhören, nachdenken, mitkommen, anrufen, vorbeikommen, einkaufen, zumachen.
IV. Inseparable Verbs
Not all verbs with prefixes are separable. There are certain prefixes that can never be separated from the verb.This is true in English, as well. Some phrasal verbs are separable, and some are inseparable. For example: We can say "I turned on the music", or "I turned the music on" as turn on is a separable phrasal verb. However, while we can say "I listened to the music", we can't say "I listened the music to". This is because listen to is an inseparable phrasal verb.
Prefixes that never separate: zer-, ent-, ver-, be-, miss-, er-, ge-
| Der Hund zerbricht den Tisch. The dog breaks the table. Wir gewinnen das Spiel. We are winning the game. Ich beschreibe die Stellung. I describe the position. |
| Michael: | Wieso kommt das meiste Erdgas, das die Deutschen verbrauchen, eigentlich aus Russland? |
| Bettina: | Russland hat einfach sehr große Erdöl- und Erdgasvorkommen, und die werden exportiert. Schließlich kann man damit viel Geld verdienen. |
| Michael: | Ja, das ist mir schon klar. |
| Bettina: | Wie war deine Frage denn gemeint? |
| Michael: | Es gibt doch sicher noch andere Länder, die Erdgas fördern und exportieren. Warum hat sich Deutschland da so auf Russland fixiert? |
| Bettina: | Russisches Gas hat zwar den größten Anteil, aber kurz dahinter kommt schon Erdgas aus Norwegen. |
Anwenden kann man den Ausdruck mit offenen Karten spielen universell in der deutschen Sprache. Er ist überall bekannt und wird sowohl in Schrift, als auch in Wort verwendet und hat keinen umgangssprachlichen Unterton.
Die Redensart mit offenen Karten spielen kommt aus dem Kartenspiel. Dort lässt man sich aus taktischen Gründen nicht in die Spielkarten schauen und auch Lügen und Bluffen gehört dazu. Wer allerdings nicht das Misstrauen der Mitspieler auf sich ziehen will, spielt mit offenen Karten.
Übersetzungen ins Englische für mit offenen Karten spielen sind “to put the cards on the table“, “to disclose something“, “to not hide something“.
Beispiel 1:
Ich finde es gut, dass unsere Stadtverwaltung beim Thema Finanzen mit offenen Karten spielt, und wir als Einwohner immer wissen, was gerade passiert.I think it is a good thing that our city government discloses the financial situation and we as citizens always know what is happening at the moment.
Beispiel 2:
Ich treffe mich neuerdings ab und zu mit Ben. Ich habe ihn gefragt, ob er sich noch mit anderen Frauen trifft, aber er hat dazu nichts gesagt. Er spielt nicht mit offenen Karten.I have been dating Ben lately. I asked him if he is seeing other women, but he didn’t put the cards on the table.
Beispiel 3:
So geht es nicht weiter. Ich merke doch, dass etwas nicht stimmt, seitdem du letzte Woche zur Untersuchung im Krankenhaus warst. Du brauchst nichts zu verheimlichen und kannst mit offenen Karten spielen. Ich bin immer bei dir.This is not going to work. I have the feeling that something is wrong, after you went to the hospital last week for the check-up. You don’t have to hide anything, I will always be with you no matter what.
- Ich rufe dich morgen an.
Kann ich dich morgen anrufen?
Ich rufe dich an morgen. -
Übersetzt sie das ganze Buch?
Setzt sie das ganze Buch über?
Ich kann dieses Buch nicht übersetzen. - Vorbeikommst du am Samstag?
Kommst du am Samstag vorbei?
Sie kommt jeden Tag vorbei. - Sie lernten einander kennen.
Sie kennenlernten einander.
Kennen Sie einander schon? - Ich stimme dir nicht zu.
Stimmst du ihnen zu?
Dieser Aussage stimmen wir nicht zu. - Der Professor beantwortet die Frage.
Die Professoren beantworten die Frage.
Diese Frage ich nicht beantworten kann. - Die Braut sieht heute wunderschön aus!
Die Braut aussieht heute wunderschön!
Die Braut muss heute wunderschön aussehen. - Ich wiederhole die Frage noch einmal.
Ich hole die Frage noch einmal wieder.
Wie bitte? Können Sie das wiederholen?
| vorlesen | zumachen | abfliegen | nachdenken | reinkommen fernsehen | durchführen | einschlafen | zurückfahren | vorstellen |
- Kannst du die Tür , bevor wir ausgehen?
- Darf ich Ihnen meine Frau ?
- Wir haben Eintrittskarten. Dürfen wir ?
- Der Schüler das Gedicht .
- Das Flugzeug wird bald .
- du jeden Abend nach der Arbeit ?
- Manchmal ich auf der Couch .
- Das ist eine schwierige Frage; ich muss mal .
- Wann heute du von den Alpen ?
- ihr das Projekt ?