Arktis statt Nahost: China sucht neue Schifffahrtswege
Die Angriffe und Blockaden in der Nähe des Roten Meeres und in der Straße von Hormus haben internationale Reedereien dazu veranlasst, nach sichereren und schnelleren Alternativen zu suchen. Nun hat China eine neue arktische Schifffahrtsroute angekündigt. Sie würde eine Alternative zu den traditionellen Routen durch das Rote Meer bieten, die durch Konflikte im Nahen Osten gestört sind.
Die sogenannte „Eis-Seidenstraße“ beginnt in Ostchina, verläuft über die russische Nordostpassage durch den Polarkreis und endet in England. In den Sommermonaten, wenn das Eis schmilzt, kann die Route die Transportzeiten zwischen Asien und Europa halbieren. Allerdings schränken saisonales Eis und strenge russische Genehmigungsauflagen ihre Befahrbarkeit ein.
Auch wenn die neue Route nicht so verlässlich ist wie beispielsweise der Suezkanal, bietet sie China strategische Vorteile. Sie ermöglicht eine Diversifizierung der Handelsbeziehungen und stärkt Chinas Präsenz in der Arktis. Experten halten eine vollständige Abkehr von den etablierten Schifffahrtsrouten wegen ökologischer und finanzieller Unsicherheiten sowie Fragen der Zuverlässigkeit jedoch für unwahrscheinlich.
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