Migranten überfordern Spaniens Ressourcen und stellen Migrationspolitik auf die Probe
Letzte Woche überquerten rund 60.000 Menschen die Grenze von Marokko nach Ceuta, einer spanischen Exklave an der nordafrikanischen Küste. Grund für diesen plötzlichen massiven Zustrom waren Fehlinformationen auf Social Media, genauer gesagt die Fehlinterpretation eines Urteils des spanischen Obersten Gerichtshofs. Die Migranten hatten fälschlicherweise geglaubt, Spaniens Grenzen seien offen. Anfang Juli hatte das Gericht geurteilt, dass Migranten, die schwimmend ankommen, Anspruch auf eine Einzelfallprüfung haben. Zehntausende Migranten beeilten sich daher, schwimmend spanischen Boden zu erreichen. Dies löste eine Krise aus.
Die spanische Regierung reagierte zunächst zögerlich, entsandte dann aber Truppen und schickte 48.300 Menschen nach Marokko zurück. Der Vorfall belastete die Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Die Zusammenarbeit mit Marokko in Migrationsfragen ist kritisch. Die marokkanische Regierung hat Grenzüberschreitungen jedoch bereits in der Vergangenheit als politisches Druckmittel genutzt.
Spaniens europäische Nachbarländer zeigten sich alarmiert. Im Zusammenhang mit der vor Kurzem gewährten Amnestie für irreguläre Migranten äußerten sie Zweifel an Spaniens Fähigke
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