Der FIFA-Privatisierungsplan ist gescheitert
Der umstrittene Plan von FIFA-Präsident Gianni Infantino, rund 21 % der Anteile an den kommerziellen Rechten der Fußball-Weltmeisterschaften zu verkaufen, ist nach weltweiter Kritik gescheitert. Der Vorschlag stieß bei der Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände der FIFA auf heftigen Widerstand. Die UEFA drohte sogar mit einem Boykott aller FIFA-Turniere.
Auch intern gab es großen Widerstand: Infantinos Berater Carlos Cordeiro trat zurück, und FIFA-COO Kevin Lamour sprach sich öffentlich gegen das Projekt aus. Die zunehmende Kritik zwang die FIFA, den Plan aufzugeben – mit der Begründung, er würde die Fußballgemeinschaft spalten. Im Anschluss daran ging die UEFA jedoch einen Schritt weiter und drohte mit rechtlichen Schritten.
Die UEFA verlangte von der FIFA sowie von dem als Hauptinvestor vorgesehenen Unternehmen, das von Joshua Kushner – dem Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner – geleitet wird, alle Dokumente im Zusammenhang mit dem Plan aufzubewahren. Außerdem warf sie Infantino fehlende Transparenz vor und erklärte, das Vertrauen in seine Führungskompetenz sei verloren gegangen.
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