Elektrische Stimulation des Gehirns kann Menschen großzügiger machen
Wissenschaftler der Universität Zürich haben festgestellt, dass die Stimulation bestimmter Hirnregionen vorübergehend Egoismus reduzieren kann. Ihre Studie wurde am 10. Februar in der Fachzeitschrift PLoS Biology veröffentlicht. 44 Probanden sollten entscheiden, wie sie einen Geldbetrag zwischen sich und einem anonymen Partner aufteilen wollten. Dabei wurden an die frontalen und parietalen Bereiche ihres Gehirns elektrische Ströme angelegt.
Wenn beide Regionen gleichzeitig stimuliert wurden, gaben alle Teilnehmer ihrem anonymen Partner mehr Geld. Die Forscher betonen, dass die Effekte zwar gering, aber statistisch signifikant waren. In einer früheren Studie hatten sie bereits festgestellt, dass die für Entscheidungsfindung und Empathie zuständigen Hirnareale miteinander kommunizieren, wenn Menschen selbstlos handeln.
Die Effekte waren jedoch nur von kurzer Dauer. Die Forscher glauben, dass diese Methode eines Tages helfen könnte, Menschen mit sozialen Verhaltensstörungen zu behandeln. Die Studie lässt außerdem darauf schließen, dass Altruismus fest im Gehirn verankert ist und die Fürsorge für andere fördert.