Modelle prognostizieren schnelleres Schrumpfen der Weltbevölkerung als erwartet
Ein vor Kurzem veröffentlichter Bericht des Magazins The Economist kommt zu dem Schluss, dass die weltweiten Geburtenraten schneller sinken als von Experten vorhergesagt. Ein solcher Rückgang deutet auf eine baldige Schrumpfung der Weltbevölkerung hin. Der Trend ist weltweit zu beobachten: Von Kolumbien bis Indien, von China bis Frankreich verzeichnen Länder rekordtiefe Geburtenraten.
Historisch gesehen spiegelte der Rückgang der Geburtenraten positive Trends wie eine niedrigere Kindersterblichkeit, die Stärkung der Rolle der Frau und einen besseren Zugang zu Bildung wider. Neu ist jedoch die rasante Beschleunigung dieses Rückgangs. Wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, könnte die Weltbevölkerung in den 2050er Jahren mit 9 Milliarden Menschen ihren Höchststand erreichen. Das wäre Jahrzehnte früher und Hunderte Millionen weniger als von der UNO prognostiziert.
Die Auswirkungen wären gravierend: Wirtschaftssysteme, soziale Strukturen und sogar das globale Machtgleichgewicht könnten durch eine schrumpfende Bevölkerung umgestaltet werden. Einen solchen Bevölkerungsrückgang hat es seit der Pest im 14. Jahrhundert, die ein Fünftel aller Menschen das Leben kostete, nicht mehr gegeben. Sel