Neue Studie: Meeresspiegel viel höher als bisher angenommen
Eine neue Studie, die letzte Woche in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, zeigt, dass der globale Meeresspiegel aufgrund von Mängeln in den bisher verwendeten Modellierungsmethoden erheblich unterschätzt wurde. Die Studie warnt vor potenziell schweren Folgen für Küstengebiete, da der durchschnittliche Meeresspiegel 30 bis 150 cm höher ist als bisher angenommen.
Die Forscher analysierten 385 Peer-Review-Studien aus den Jahren 2009 bis 2025 und stellten fest, dass über 90 % dieser Studien auf indirekten Modellen statt auf direkten lokalen Messungen basierten. Diese indirekten Modelle, die auf der Schwerkraft und Rotation der Erde beruhen, ließen Faktoren wie Winde, Meeresströmungen, Temperatur und Salzgehalt außer Acht, was zu einer verbreiteten Unterschätzung führte.
Die Autoren warnen, dass bei einem Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter 37 % mehr Küstengebiete als bisher angenommen unter den Meeresspiegel fallen könnten. Das würde bis zu 132 Millionen Menschen mehr gefährden. Die Forscher fordern eine Neubewertung der Klimapolitik und der Risikobewertungen, da viele dieser Bewertungen auf veralteten Daten aus Großstudien wie denen des Zwischenstaatlichen Ausschusses