Schlangenblut-Studie weckt Hoffnung auf neue Medikamente gegen Adipositas
Eine letzte Woche in der Fachzeitschrift Nature Metabolism veröffentlichte Studie könnte den Weg für eine neue Klasse von Medikamenten gegen Adipositas ebnen. Wissenschaftler haben ein Molekül im Blut von burmesischen Pythons gefunden, das mit einem dramatischen Anstieg des Stoffwechsels nach der Nahrungsaufnahme assoziiert ist. Die Forscher stellten fest, dass die Konzentration dieses Moleküls, pTOS genannt, im Blut einer Schlange nach der Nahrungsaufnahme um das Tausendfache ansteigt.
Bei der Verabreichung an fettleibige Labormäuse wirkte pTOS als starker Appetitzügler. Die Tiere fraßen weniger und verloren innerhalb von 28 Tagen 9 % ihres Körpergewichts. Im Gegensatz zu derzeit erhältlichen Medikamenten zur Gewichtsreduktion, die Nebenwirkungen wie Übelkeit und Verstopfung verursachen können, hat pTOS keine Nebenwirkungen. Es scheint gezielt auf den Hypothalamus zu wirken, den Bereich des Gehirns, der den Hunger reguliert.
Die Forscher weisen darauf hin, dass weitere Studien erforderlich sind, bevor pTOS für klinische Zwecke entwickelt werden kann. pTOS wird von Darmbakterien produziert und kommt in geringen Mengen auch beim Menschen vor. Da das Molekül natürlicherweise im menschl