Genetiker untersuchen Paarungsverhalten von Neandertalern und Menschen
Am 26. Februar veröffentlichte die Fachzeitschrift Science eine Studie von Forschern der University of Pennsylvania, die neue Details über das Paarungsverhalten von frühen Menschen und Neandertalern aufdeckt. Die Ergebnisse der Studie lassen darauf schließen, dass es sich bei den meisten Paarungen wahrscheinlich um Neandertaler-Männer und Homo sapiens-Frauen handelte.
Die Studie analysierte die X-Chromosomen von heutigen Frauen und Neandertalerinnen. Frauen haben zwei X-Chromosomen – eines von jedem Elternteil. Männer haben dagegen ein X-Chromosom (von ihrer Mutter) und ein Y-Chromosom (von ihrem Vater). Die Forscher stellten einen überraschenden Mangel an Neandertaler-DNA auf dem menschlichen X-Chromosom fest. Sie fanden außerdem einen Überschuss an menschlicher DNA auf den X-Chromosomen der Neandertaler.
Solche Diskrepanzen deuten auf eine starke geschlechtsspezifische Verzerrung in den Paarungsmustern der Vorzeit hin. Dieses Muster lässt sich am besten damit erklären, dass es häufiger zu Paarungen zwischen Neandertaler-Männern und Homo sapiens-Frauen kam als andersherum. Die Ergebnisse könnten auch Aufschluss darüber geben, warum manche Neandertaler-Gene ungleichmäßig über unser