Trump kündigt Raketenlieferungen an die Ukraine an, hält sich mit Sanktionen jedoch zurück
Am Montag erläuterte Donald Trump seine neue politische Strategie gegenüber Russland und der Ukraine. Sie sieht vor, dass NATO-Mitgliedstaaten US-amerikanische Waffen kaufen können, insbesondere Patriot-Abfangraketen. Diese werden dringend von der Ukraine benötigt, um russische Raketenangriffe abzuwehren. Konkrete Angaben zur Lieferung von Offensivwaffen wurden nicht gemacht.
Sanktionen gegen Russlands Handelspartner blieben jedoch aus. Es wurden keine 500%igen Sekundärzölle gegen Länder angekündigt, die Erdöl und Erdgas von Russland beziehen. Solche Sanktionen hätten Auswirkungen auf Russlands Wirtschaft und Kriegsaktivitäten haben können. Stattdessen erwähnte Trump lediglich Zölle in Höhe von 100 %, die allerdings zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten sollen.
Analysten zufolge hat sich Trumps Ansatz zwar im Ton, nicht aber in der Substanz geändert. Er spiegelt nach wie vor dessen Überzeugung wider, dass der Kreml Frieden will, trotz gegenteiliger Einschätzungen der Geheimdienste. Trump hat Putin eine Frist von 50 Tagen gesetzt, um einen Waffenstillstand zu vereinbaren. Dieser neue Zeitrahmen ermöglicht es auch Indien und China, ihre Energieabhängigkeit von Russland zu überden