Russisch-orthodoxe Kirche in Schweden im Fokus von Ermittlungen wegen Spionage
Schweden hat Ermittlungen gegen die russisch-orthodoxe Kirche in der Stadt Västerås eingeleitet, weil sie möglicherweise Verbindungen zu russischen Geheimdienstoperationen und zur hybriden Kriegsführung hat. Die Kirche liegt nur 300 Meter vom Flughafen Stockholm-Västerås entfernt, einem Drehkreuz für strategische militärische Operationen. Sie hat eine Turmspitze, deren Höhe die örtlichen Bauauflagen überschreitet.
Die Kirche wurde 2023 geweiht, als Schweden beschloss, seine 200-jährige politische Neutralität aufzugeben und der NATO beizutreten. An der Zeremonie nahm auch ein russischer Diplomat teil, der später als Spion enttarnt wurde. Der Pfarrer der Kirche, Pater Pavel Makarenko, war früher Geschäftsführer einer russischen Import-Export-Firma. Er war 2021 wegen Rechnungsbetrugs verurteilt worden.
Die schwedische Sicherheitsbehörde SÄPO sagt, dass das Moskauer Patriarchat in Schweden russische Geheimdienstoperationen unterstützt. Untersuchungen deuten darauf hin, dass russische Kirchen in ganz Europa in geheimdienstliche Aktivitäten verwickelt sein könnten, insbesondere wenn sie sich in der Nähe sensibler Einrichtungen befinden. Als Reaktion darauf haben einige Länder russische Kir