US-Präsidenten Bush und Obama loben USAID-Personal am letzten Arbeitstag der Behörde
Die ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und George W. Bush haben sich gemeinsam mit dem Sänger Bono in Abschiedsvideos an die Mitarbeitenden der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) gewandt. Obama bezeichnete die Auflösung von USAID als einen „kolossalen Fehler“ und betonte die Rolle der Behörde für das weltweite Wirtschaftswachstum und für humanitäre Bemühungen.
Bush unterstrich die Bedeutung der USAID-Programme seiner Regierung zur Bekämpfung von HIV und AIDS, die 25 Millionen Menschenleben gerettet haben. Bono, ein langjähriger Verfechter von Hilfsaktionen in Entwicklungsländern, kämpfte mit Tränen, als er sein Gedicht zu Ehren der USAID-Mitarbeitenden vortrug. Auch die ehemaligen Präsidenten von Liberia und Kolumbien ergriffen das Wort.
Am gleichen Tag, dem 30. Juni, dem letzten Tag des Bestehens von USAID, veröffentlichte die medizinische Fachzeitschrift The Lancet einen Bericht, in dem geschätzt wird, dass die USAID-Finanzierung zwischen 2001 und 2021 in Entwicklungsländern mehr als 90 Millionen Todesfälle verhindert hat. Dem Bericht zufolge könnten Trumps Kürzungen der USAID-Mittel bis 2030 zu mehr als 14 Millionen zusätzlichen Todesfällen führen.